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Von Lydia Zimmermann
Tarralikitak
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Vollendete Autobiographien: 121
 
Lydia Zimmermann
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Vorwort
1.
Erste Erinnerungen und Kindheit
2.
Schulzeit
3.
Lehrjahre
4.
Berufsleben
5.
Gottekinder
6.
Schicksalschlag
7.
gelerntes anwenden
8.
Verlobung und Heirat
9.
Erinnerungen
10.
meine Familie
11.
Weiterbildung
12.
Menschen die mir am Herzen liegen
13.
zweite Schulzeit
14.
schwarzer Donnerstag
15.
Urlaube
16.
Versöhnung und Erbe
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Unfall
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Freizeit
19.
Jugend heute
20.
Gutes Leben im Alter
21.
Ausblick
22.
Nachgedanken
Meinen Geschwistern und Allen die mich im Leben begleitet haben.
Vorwort: Schmetterling
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  Vorwort

Vorwort: Schmetterling

"Sie sind wie ein Schmetterling" Dieser kleine Satz steht in einem Minibriefchen. Das ist die Aussage einer Religionsschülerin der 3.Klasse.

Haben denn Menschen etwas Gemeinsames mit dem Schmetterling?
Wie ist ein Schmetterling'
Ein Schmetterling ist schön und unberührbar. Er ist zart und zerbrechlich, zerbrechlich wie wir es sind. Er ist fein, filigran, farbig, flatterhaft, beflügelt, in Bewegung, saugt Nektar auf, lässt sich verändern von der Raupe zum Schmetterling. Er strahlt mit farbenfrohem Glanz in seinem bunten Kleid und bereitet uns Freude. Er ist nicht wie ein Vogel im Käfig. Er ist frei: frei, wie unsere Gedanken.Wer ihn halten will, zerstört seine Flügel.Wer ihn haben will, muss ihn einfangen und töten. Das sind ein paar Eigenschaften  eines "Falters "so wurde er früher vor dem 18 Jahrhundert genannt.
Es gibt viele Sachen, die ihren Namen, vom Aussehen her, vom Schmetterling haben.
Pflanzen; ZB. Schmetterlings-Blütler
Tiere: Schmetterling, Schmetterlingsmücke
Sport: Schmetterball beim Handball oder Tischtennis, Schmetterlingsknoten beim Klettern, beim Turnen ein Salto oder Schwimmstyl.
Auf den Menschen  bezogen: Schmetterlinge im Bauch.... und mehr. Er wird sogar als weiblicher Vorname benutzt, habe ich im Internet gelesen. Kann man einem Kind den Namen Tarralikitak geben?  In anderen Sprachen klingt der "Schmetterling" fast schon melodiös und erhält irgendwie eine andere Bedeutung.
Schmetterling in der Fremdsprache: Papillon-französisch/ Farfalla- italienisch/ Kelebek-
türkisch/ Butterfly-englisch/ Sommerfugl-Dänemark/ Vlinder-holländisch/ Tarralikitak-in der Sprache der Inuit, Eskimos.








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Erste Erinnerungen und Kindheit
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1.  Erste Erinnerungen und Kindheit



Es ist das Jahr 1950, genaugenommen der 13.März. Da wird der obengenannte "Schmetterling"ein  Mädchen mit dem schönen Namen Lydia in ganz einfache Verhältnisse hineingeboren, in einem kleinen Dorf, Namens Romoos. Mein Name gefällt mir.  Mein Uebername war Lidde. Die Eltern wollten keine Lina, wie die Mutter geheissen hatte. Heute kenne ich nur eine Lydia, die wohnt in unserem Dorf. 
Romoos ist ein schönes idyllisches, ländliches Dorf im Amt Entlebuch. Der Geburtsort ist etwas abgelegen, und heisst Leutschenboden.
 
Meine Eltern


Meine Mutter:

 

Meine Mutter kam von Marbach LU. Sie hiesss Lina Krügel, und wurde 1921 geboren. Von ihr weiss ich überhaupt gar Nichts, weder was sie früher arbeitete, noch ob sie ein Hobby hatte. Ich weiss dass sie mehrere Geschwister hatte. Ich kannte zwei von ihren Brüdern. Der Franz und der Hans. Franz war mit Tante Berthi verheiratet. Diese Tante hab ich gern gehabt. Da gab es noch die andere Tante. Tante Theres von Werthenstein. Davon später mehr.
Das Verhältnis zu meiner Mutter, war eigentlich nicht so sehr herzlich. Nicht so wie ich mir eine Beziehung zwischen Mutter und Tochter vorstelle. Später als ich in die Lehre ging, oder Fred nach Schülen kam, wurde es immer schlimmer. Unsere Mutter hatte auch sehr wenig Zeit für uns. Sie arbeitete viel auf dem Feld und Hof. Es gab wenig Gespräche in der Familie. Am Tisch durften wir nicht reden. Und sie hatte es ja  mit Vater selber auch nicht so gut.    

Mein Vater

Unser Vater wurde am 19.August 1919 in Flühli LU geboren. Er war Bürger von Romoos durch Abstammung. So ist unser Heimatort Romoos geworden. Seine Mutter war die zweite Ehefrau, von unserem  "Grossvater". Wir kannten unsere Grosseltern nicht,von beiden Seiten her. Auf der Seite meines Vaters kannte ich Niemanden. Wir kannten auch unsere Paten kaum oder gar nicht. Alle, ausser ich, hatten keinen Kontakt zu Gotte und Götti. Ich kannte meinen Götti, der kam oft zu Fuss, zu Besuch. Er kam auch an meine Hochzeit.  Als unser Vater 9 Jahre alt war, starb sein Vater. So musste er einige Jahre seines Lebens als Verdingbub verbringen. Als er 2o Jahre alt war, starb seine Mutter mit 48 Jahren. Sie war übrigens Mutter eines ausserehelichen Kindes. Unser Vater war irgendwie hart geworden. Er redete wenig mit uns Kindern. Dafür gab es aber oft Schläge.
   






Unsere Eltern heirateten am 24.November 1945, am 24.Geburtstag von der Mutter. Irgendwie romantisch. Als ich fast ein Jahr alt war, zügelte die Familie Bucher, welche schon aus drei Buben und eben einem einjährigen Mädchen bestand. Ganz kurz zuvor kam noch meine Schwester Heidi dazu. Dies war sicher auch ein Grund des Zügelns.  
Es war eine "Zügelte" innerhalb des Dorfes. Das neue Zuhause war wieder abgelegen. Dort heisst es " Schattsitli" Das ist Richtung Fontannen, Wolhusen. Also die entgegengesetzte Richtung vom Dorf Romoos. Ein sehr einfaches kleines Heimetli. Es gab dort im Häuschen eine kleine Stube mit einem Kachelofen. Davor stand ein Ofenbänkli. Im Ofen hatte es immer warme Chriesisteinsäckli, die man mit ins Bett nahm, als Wärmequelle. Auf dem Ofen war es auch immer schön warm. So war er ein begehrter Sitz-oder Liegeplatz. Nebenan war das Elternschlafzimmer. Das war sicher der wärmste Platz im Haus. Dort war jeweils auch der Stubenwagen und das Kleinkinder-Bettli. In der kargen Küche hatte es einen Schaft, in dem das Geschirr verstaut war. Da gab es noch den Kochherd, der mit Holz eingefeuert werden musste. In der Ecke stand der Besen und eine Kehrichtschaufel. Eine knarrende Treppe führte zum oberen Stock, wo sich einst zwei Zimmer befanden. Später wurde aus einem Zimmer ein Zweites gemacht. Also irgendwie unterteilt. So entstand ein drittes Zimmer. Es waren mehr so Kammern. Zum Haus gehörte ein Geräteschopf, ein Kuh- und Schweinestall in einem, und ein Heuboden. Ausserhalb des Hauses befand sich das Plumsclo.

Seit unser Vater im Jahr 2001 gestorben ist, treffen wir uns Geschwister einmal im Jahr. Wir haben uns 2006, anlässlich des Buchertreffens diesen Ort als Apèrotreff ausgesucht. Da fanden wir doch Alles noch so vor, wie es damals war .Dabei wurden alte Erinnerungen wach und rege ausgetauscht. Hier eine kleine Zusammenfassung von diesem Treffen.


BUCHERTREFFEN 2006 

Es wurden schon Wochen vorher, Vermutungen, Fragen und Rätsel über den Ort angestellt. An unserem Treffpunkt im "Fontannen-Pintli" haben wir dann ein paar Jungs getroffen, die schon etwas angeheitert waren. Sie beklagten sich über unser Benehmen, weil wir sie ansprachen. Später stellte sich heraus, dass diese Kerle das "Schattsitli "für das Wochenende gemietet hatten. Wir hatten uns vorher schon erkundigt, ob wir hier, an  unserem einstigen Wohnort den Apéro machen dürften.
Erstmals machten wir einen Halt auf der Hinteregg, wo wir zu unserem ehemaligen Schulhaus Eggberg hinab gingen. Wir schauten uns die äussere Umgebung an. Leider gibt es dort keine Schule mehr, so konnten wir nicht in die Räume gehen. Das Schulhaus ist vermietet. Nach längerem Klingeln zeigte sich dann Josy Aregger von der Hinteregg doch noch. Schon bald kam sie in Redefluss, wir mussten sie fast bremsen. Da kam auch noch die Geschichte mit dem Schoppenfläschli mit verdünntem braunen Inhalt zur Sprache. Josy hat sich gefreut, uns zu begegnen. (Nachtrag: heute April 2018, habe ich die Todesanzeige von Josy Aregger gelesen) Unser Programm nahm seinen Verlauf. Wir spazierten also zum Schattsitli. Dort genossen wir erstmals den feinen Apéro, von Beni, das ist meine Schwester, organisiert. Danke. Es war eine Idylle, wie aus dem Bilderbuch. Alles war noch wie vor 50Jahren.( Wirklich) Emotionale  Erinnerungen wurden geweckt. Das Plumps-Clo war noch da, aber mit neuer Brille. Tatsächlich hatte es Chriesisteinsäckli im Ofenloch, das Ofenbänkli davor, unser Kochherd von damals, sauber geputzt, stand in der Küche. Auf diesem Herd kochten die Jungs, die wir vorher im Fontannen-Pintli trafen, Kaffee " Mit". Wir haben das genossen, wie die uns mit Kaffee bedienten. Dafür liessen wir den Rest des Apéros dort. Es ist hier noch zu erwähnen, dass dieser Herd, wohlbemerkt mit Holz eingefeuert werden musste, dereinst zu den teuren Modelle auf dem Markt gehörte. Wir gingen die knarrende Treppe hoch zu den Schlägen, sprich Zimmern, wo ganz alte Betten standen, natürlich nicht bezogen. Ich weiss nicht, ob wir diese dazumal dort gelassen hatten. Im leeren Kuh und -Schweinestall standen ein paar alte Gartenstühle.
Meine Brüder erzählten viele Anekdoten, rund um die Zeit, als wir im Schattsitli wohnten. Wir fragten uns, wie das möglich war, (damals waren wir 8 Kinder) auf so engsten Platzverhältnissen einigermassen zu wohnen, vergessen etwas zum Essen zu haben für Alle. Das Essen war sehr einfach, weil wir wenig Geld dafür zur Verfügung hatten. Wir betrieben auch immer einen Garten für das Gemüse. Über den Salat wurde jeweils  ein wenig Zucker gestreut, so assen wir ihn eher. Es gab immer wieder Wurstsalat, weil Vater den gern mochte.


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Der Vater liess auch etwa ein Schwein schlachten. Wir mussten sogar unsern "Göttibatzen" jeweils abgeben. Meistens gab es einen Fünliber. Es fällt uns heute leichter zu verstehen, dass die Eltern froh waren, dass ab und zu, zwei drei Mäuler in der Fremde waren. Trotz Allem war das Heimweh gross. Doch wir sind heute alle gross und noch gesund und uns geht es gut.
So ging die Reise oder der Fussmarsch weiter zu unserem Zielort Romoos. Im Restaurant Kreuz genossen wir unser verdientes Nachtessen. Dort haben wir auch übernachtet. Das Restaurant wurde leider zu dieser Zeit umgebaut, daher war es nirgends sauber.Wir hatten zuvor bei der Rekognoszierung leider die Zimmer nicht besichtigt. Es war schlichtweg  unsauber. Der Kurzbesuch von unserem ehemaligen Lehrer Josef Lustenberger, hatte nicht alle erfreut und er hat ja uns auch nicht mehr recht erkannt. Fred und Hans führten "die zwei Vagabunden" auf, was sehr gut ankam. Später gingen wir noch gezwungenermassen an die Chilbi in Romoos. Da geht jeder hin, sogar die Wirtin hat uns allein gelassen. So gab es im Kreuz nicht mal mehr einen Schlummertrunk. Am Sonntag fanden dann doch noch Einige, nach zweimaligem Anlauf, den Leutschenboden, den Geburtsort von den 5  Ersten von uns. Das war, behaupte ich zu sagen, für Alle ein gelungenes Treffen.
Organisation Beni und Lydia mit Hans und Fred.

Nachtrag:
Mein Bruder Peter hat mir im Sommer 2015 gesagt, dass dort nun eine Veränderung gab, auf unserem ehemaligen Heimetli. Ich werde noch einmal dort hingehen, um es vor Ort anzuschauen, wenn das überhaupt noch möglich ist.

Wir waren eigentlich glücklich, es lief immer Etwas, denn wir wuchsen langsam zu einer Grossfamilie an. So waren wir im Jahre 1956, als Peter geboren war, 8 Kinder. Also da waren der Toni mit Jahrgang1946, der Hans 1948, Franz 1949, ich Lydia 1950, meine Schwester Heidi 1951, Pius wurde 1952 geboren, Bernadette 1955 und eben mein Bruder Peter.
Schulzeit
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2.  Schulzeit



Mein Schuleintritt war der 1. April 1957. Der Schulort war Eggberg, in der Gemeinde Romoos. Es war eine Aussen-Gesamtschule von der ersten bis zur fünften Klasse. Unser Lehrer hiess, wie schon erwähnt, Lustenberger Josef. So gingen von der gleichen Familie mehrere Geschwister in die gleiche Schule. Da gab es etwa eine "Pezerei" Ich ging sehr gerne zur Schule. Ich besuchte dort nur die 1- und 2.Klasse. Ich erinnere mich ungern an den Schulweg, weil uns fast jeden Tag ältere Schüler, die Emmeneggers und Rööslis abpassten und uns mit Ruten geschlagen haben. In der Schule getrauten wir Nichts zu sagen, zu Hause hat es geheissen, wir könnten uns selber wehren. Wir mussten oft gebrauchte Kleider austragen. Schon vom Aussehen her gab es Anlass zur Hänselei. Vor dem Haus hatte es eine kleine Anhöhe, von dort aus warf jeweils der Samichlaus seine Gaben, durchs offene Stubenfenster. Das hat recht gepoltert. Und immer kam jedes Jahr mein Götti, der "Rööslibartli" nach kurzer Zeit zu Besuch. Hat der den Samichlaus je gesehen?

ERSTKOMMUNION

1958 durfte ich die 1.heilige Kommunion in unserer Pfarrkirche in Romoos empfangen. Es war damals üblich ein" Kommunionsgspändli" zu haben. Ich hatte die Lehrerstochter Monika Lustenberger zu geteilt bekommen. Das war für mich und unsere Familie eine Sensation, dass ich am weissen Sonntag beim Lehrer Lustenberger, "er war ja mein Lehrer"zu Mittag essen durfte. Zu diesem Lehrer gibt es eine Verbindung nach Dietwil. Es wohnen Verwandte von ihm da in Dietwil.  


(1) Hochzeit




Ich habe heute noch Kontakt zu Monika. Sie hat auch ein paar Jahre Religionsunterricht gegeben im Bündnerland. Wir haben anlässlich unseres 65.Geburtstag miteinander einen Ausflug nach Romoos gemacht. Sie hat mir noch ein Photo  gegeben von uns Beiden im Kommunionskleid. Das hat mich gefreut. Monika hat mir auch noch erzählt, dass ich von meinen weissen Schuhen am Kommunionstag den Absatz verloren hätte. Das waren sicher billige, oder schon gebrauchte Schuhe gewesen, ich weiss das nicht mehr. Sie hat mir noch ein paar Verse geschrieben. Dazu meine Antwort hier. 

Dini Värsli gfallet mier, ich danke vo Härze dier.
Wenn sie so luschtig chömed dahär, sött mer meine Unti sig nid schwär.
I de Schuelstube fühl ich mich, es grosses Komplimänt  a dich.
Du regsch mi zum Dichte a, ich maches dier grad na.
Genau so öppis chunnt uf mini Siite, won i wott schriiebe bi Zyte.
Amene schöne Tag vor churzem, simmer( der Fred und ich) zRomoos go umefurze.
ZHolzwäge i de Kappälle go bäte gsi, de no im Restorant verbi.
A de Sunne gsässe, e Wurst gässe, derbi fast Zyt vergässe. Über Hinteregg, Wolhuse , Steinhuserbärg wieder hei, das isch es Erläbnis gsi für üs Zwei.
Es wär schön, wenn mier üs wieder emal gsänd. Jetz het das Dichte es Änd.
Blieb frisch und fro, wie mier äbeso.


SCHULZEIT 3.KLASSE  HEIMWEH

Die dritte Klasse besuchte ich dann in Werthenstein, das war das Schuljahr 1959/60.
Weil ich, wie auch zwei ältere Brüder, von zu Hause fort musste. Somit war wieder ein Maul weniger am Tisch. Ich kam zu meiner lieben Tante Theres Renggli. Ihr Mann, ein Sohn, der Hans und meine Cousine Marie waren auch noch da in der Familie. Ich habe leider keine Erinnerungen mehr an die Schulzeit in Werthenstein. Ich weiss nur noch, dass ich mit dem Velo, von der Dietenei bis ins Dorf zur Schule fahren durfte. Und der Lehrer hiess Lehrer Schaller. Er war nett. Es könnte eventuell sein, dass eben dieser Lehrer Schaller später einmal, mein Aushilfelehrer war für kurze Zeit in der Twerenegg.
Wir hatten es sehr oft lustig, vor allem mit dem Cousin Hans, der immer etwas ausheckte. Wir spielten viel Verstecken. Im Schuppen oder sonst wo waren gute Verstecke. Es kamen manchmal auch noch andere Kinder zum Spielen. Wir gingen öfters zum Wasserfall, der ganz in der Nähe ist. Wie das Wasser so hinunterfliesst hat mich fasziniert. Ansonsten half ich der Tante. Oben war noch eine andere Wohnung, Ich erinnere mich, dass  die Mieter Schnyder hiessen. Mir ging es ja gut, die Tante war lieb, aber ich litt sehr unter Heimweh. Da machte sich mein Herpes-Virus ganz besonders stark bemerkbar. Ich leide heute noch darunter, aber damals waren die Aphten sehr schlimm. Ich konnte sogar nicht mehr richtig essen. Immer wider hat man mir gesagt, dass der Vater zu Besuch kommen würde, aber es hat selten geklappt. Entweder war der alte VW kaputt oder es war sonst Etwas. Vielleicht meinten meine Eltern, dass ich gleich mit heimkommen würde. Heimweh tut weh. So weiss ich heute, wie sich das anfühlt.

Ein paar  Kinder hatten jeweils im Lager, vom FC Dietwil, das ich 7 Jahre lang mit- betreute, auch Heimweh. Sie durften dann in die Küche kommen und uns etwas helfen.
Es entwickelte sich ein Gespräch und sie wurden so abgelenkt, dann gab es noch eine "Heimwehtablette"
Meine Cousine Marie rauchte und ich probierte es auch aus. Mir wurde jeweils schlecht und ich bekam ganz gelbe Finger, so bemerkte es meine Tante. Natürlich wurde dieses Vorkommnis sofort nach Hause gemeldet. Marie war so 16/17 Jahre alt.
Wenn die Musikprobe aus war, kletterte sie jeweils aus dem Zimmerfenster, über eine Holzbeige nach unten zu den Musikanten, die auf dem Nachhauseweg waren. Wohlbemerkt im Nachthemd. Nach einem Jahr durfte ich dann wieder nach Hause.

( Ende Jahr 2016 fuhr ich wieder, wie so oft, an der Dietenei in Wehrtenstein vorbei. Oh Schreck, sie war einfach weg, bodeneben platt gemacht)    


Zwei meiner Brüder mussten leider für längere Zeit fremd platziert aushalten. Bald darauf zügelte unsere Familie wieder einmal mehr, und zwar nach Twerenegg, Rossmoos heisst unser kleines Heimetli. Es liegt ganz nah am Wald. Auch hier war es sehr einfach, es hatte einen grösseren Stall, und  ziemlich viel Land dazu. Ich weiss nicht, ob wir auch mehr Vieh hatten dort. Ich glaube schon, dass das Liegenschäftli grösser war als das vorher. Es war wieder nur ein Aussenclo vorhanden.Twerenegg liegt zwischen Menznau und Menzberg. Wir schreiben das Jahr 1960. Damals hatten wir noch keinen Fernseher. Wir durften ab und zu bei den Glanzmanns, unsern Nachbarn, fernsehen gehen. Die hatten einen grossen Kasten in der Stube stehen. Das war dann Etwas für uns. Später so in den Ende 60iger Jahren, kauften die Brüder und die Eltern einen kleinen Fernseher. Der fand auf dem Buffet seinen Platz. Spiele hatten wir sehr wenige. Wir waren viel draussen. Oder mussten uns den Hausaufgaben widmen. Bücher kannten wir nur von der Schulbibliothek. 
Ich ging in  die vierte Klasse zu Lehrer Stöckli. Adolf Stöckli von der Twerenegg. Wir wurden dort anfangs nicht sofort gut aufgenommen in den Klassen. Ich fand die Schule gut und besuchte sie gerne. Im Schulhaus selber befand sich ein Gemischtwarenladen. Er wurde von der Familie Vogel betrieben. Ein Sohn, der Erwin, ging mit uns zur Schule. Dort kaufte ich jeweils Süssigkeiten und verteilte sie an die Mitschüler. So ergatterte ich etwas Liebe und Angenommen sein. Das Geld stammte vom Verkauf der Bälle, die ich daheim entwendete. Das war so, unsere Eltern schrieben irgendwie Briefe an verschiedene Institutionen. So haben wir einmal von einem gewissen Herrn Weber aus dem Aargau, eine grosse Anzahl Spielsachen erhalten, darunter waren so viele kleine Bälle, die bei den Kindern gut ankamen.
Ich besuchte dort die Schule bis zur sechsten Klasse. Da gab es einmal ein Aushilfslehrer mit dem Namen Schaller. Ich meine mich zu erinnern, dass er von Werthenstein kam. Wir durften nie eine "Schulfoto" kaufen, weil es zu teuer war. Ja das verstehe ich heute, denn wir waren doch Mehrere, die eine Foto haben wollten. Beim Skitag durften wir auch nur den Schlitten mitnehmen, denn wir hatten nur ein paar Ski für Alle. Auf das Zähneputzen wurde doch nicht besonders geachtet. Zahnarztbesuche waren auch ein Fremdwort für uns. Heute rächt sich das bei mir und meinen Zähnen und am Geldbeutel.


SCHULREISE AUF DEN NAPF


Mit der Schule machten wir einst einen Ausflug auf den Napf. Wir hatten es kurzweilig, der Weg dünkte uns nicht weit. Dort bahnten sich die ersten leisen Freundschaften an. Mein Schulsatz hiess Zihlmann Andres. Also dieser Vorname hat es in sich. Unser ehemaliger Nachbar hiess Andreas, mein Schwager hat den Namen André, unser Pfarreileiter, mit dem ich ein gutes Verhältnis habe nennt sich Andres. Also zurück zur Napfschulreise. Einige blieben immer etwas zurück auf dem Weg. Ich war auch dabei. Ich weiss nicht mehr so genau, was wir machten. Wir kamen auch an einer Scheune vorbei, da blieben wir eine Weile, nachher sind wir wieder zu den Andern aufgeschlossen. Unlängst hatten wir Twerenegger -Schüler, Klassentreffen von den Jahrgängen 1949/50/51,52 und 53 in  Menzberg. Es ist das Jahr 2016. Es war eine glatte Zusammenkunft. Unser ehemaliger Lahrer Stöckli war auch dabei. Er ist noch fit und zählt 81 Jahre. Also war er 21, als er mit dem Schule geben angefangen hatte.  Ich habe Andres Zihlmann gesagt, dass ich ein Buch schreibe, und er darinnen als Schulsatz erwähnt werde.

Auf dem Heimetli mussten Vater und Mutter hart arbeiten, um auf einen grünen Zweig zu kommen. Auch meine Geschwister mussten mithelfen. Ich durfte jeweils zu Hause kochen und andere Hausarbeiten verrichten, und das Zobig aufs Feld bringen. So wurde ich von der harten Arbeit verschont. Einmal wurde mein Bruder von einem Wespen- oder Bienenschwarm  attackiert. Der Peter lief öfters hinter dem Vater nach beim Mähen. So ist es auf der Wiese passiert. Er musste zum Doktor nach Menznau. Mein Bruder erholte sich nur allmählich. Er war auch das Kind, das einmal einen sehr starken Keuchhusten hatte. Er bekam dann fast keine Luft mehr. Diese Krankheit hat ihn auch wieder sehr lange begleitet. Er war doch erst so 5 oder 6 Jahre alt. So war er immer etwas schwächlich.

Wenn ich schon bei den "Krankheiten" bin, muss ich noch erzählen, dass ich einmal ins Güllenloch gefallen bin. Wie ja schon erwähnt, war da ein WC, das direkt in die Jauchegrube führte. Also da wollte ich nach der Verrichtung wieder aus dem Häuschen gehen, und schon landete ich in der Gülle. Ich vermute, dass ich gelesen habe auf dem Clo und nicht bemerkt, oder vergessen hatte, dass der Vater und ein Bruder ja die Grube öffnen mussten, um die Jauche hochzupumpen um sie aufs Feld zuschütten. Ich fing an zu rudern, weil ich Panik hatte. Ich habe die Gase eingeatmet und mir wurde schlecht. Ich weiss nicht mehr genau, wie sie mich dann rausgeholt haben.

Ansonsten war es oft auch gemütlich, vor allem an einem Sonntag, wenn Besuch kam. denn dann gab es immer etwas "Besseres" zum essen. Die Erwachsenen machten jeweils einen gemütlichen Jass. Wir hockten dann auf dem Kachelofen und haben auch gejasst und die Gespräche der Grossen belauscht.


Unsere Firmung war in Menznau. Meine Schwester und ich wurden miteinander gefirmt. Ich war in der 5.Klasse und Heidi in der 4. Ich weiss noch, dass uns die Firmgotte von Heidi, Frau Höltschi aus Altwis, aus bunten Stoffsäckchen, wie man sie damals für Futtermittel verwendete, schöne Kleidli genäht hatte. Die Feier selber empfand ich festlich. Apropos Paten, oder Patinnen, unsere Eltern hatten für dieses "Amt" immer etwas  wohlhabende Leute für uns ausgesucht. Lehrer, Bäcker, Gemeindeschreiber, reichere Bauersleute...





SCHULZEIT   SORGEN 

Wie schon erwähnt, stand unser Haus sehr nah am Wald. Bei einem Gewitter krachte es jeweils gewaltig. Meine Mutter lief auch oft mit einem grossen Messer in den Wald. Das machte mir sehr grosse Angst. Ich habe heute noch Horror vor einem grossen Messer. Sehr wahrscheinlich machte sie das, wegen Vater, wenn sie sich gestritten hatten. Aber was sie uns Kindern, vor allem mir, damit antat, hatte sie sicher nicht überdacht. Ja es gab in der Zeit auch viele Männerbesuche. Bei uns wurde eine Drainage gemacht. So hatte es Arbeiter gegeben, die zum Znüni ins Haus kamen. Es wird heute auch gemunkelt, dass der Bruder, der um diese Zeit,geboren wurde, nicht den gleichen Vater hätte, wie wir. Ja er sieht wirklich auch etwas anders aus.  Meine Schwester sagte mir, sie hätte damals ein Gespräch angehört, zwischen unserem Vater und einem Mann. Es ging unter Anderem auch um Geld. Ja so viele Mäuler zu stopfen brauchte viel Geld. Inzwischen waren es 9, sagen wir 7 ohne die Eltern selber. Zwei waren ja im Moment immer noch fremdplatziert.
1963 konnte ich als Einzige von der Familie Bucher, in die Sek. nach Menznau gehen, denn ich hatte gute Noten in der Primarschule. Der Durchschnitt in der 5/6 Klasse war 5,5.

Ich hatte etwa eine halbe Stunde zum Laufen bis zur Schule. So waren wir froh, wenn uns jemand mitnahm im Auto, vor allem auf dem Heimweg, denn es ging ziemlich steil bergan. Es gab da einen W.N.der hatte mich oft auf dem Traktor mitgenommen. Er hatte aber andere Absichten. Erstens griff er mir unter den Rock und so. Zweitens fuhr er mich direkt nach Hause, anstatt mich bei der Strassenverzeigung abzuladen. So verweilte er noch bei uns, bei der Mutter, ich aber verzog mich in mein Zimmer. Es wurde immer schlimmer, ich mochte nicht mehr gerne zur Schule gehen. Ich wollte auch nicht mehr aufsteigen, beim Traktor. Das warf wiederum Fragen auf zu Hause, welche ich nicht beantwortete. Meine Zeugnisnoten sausten in den Keller, das Resultat von der ganzen Sache war "Steigt nicht"



ZUEGELTE


So geht die Zeit weiter und es kommt 1964 noch ein Mädchen, die Margrith dazu. Damals hatten wir eine Haushalthilfe, eine sogenannte Gemeindeschwester. Sie hiess Kuoni Alice. Sie war nett und lieb. (Vor ca 10 Jahren lernte ich ihre Schwester Rita kennen. Sie ist mit einem Kegelkollegen von Fred, meinem Mann, verheiratet. Ich habe Rita unlängst gesehen und fragte sie nach Alice. Sie wohne in Italien, sei verheiratet.)
Später wollten mich meine Eltern und meine älteren Brüder mit ihrem Bruder Seppi, der Bauer war, verkuppeln.  

Ich glaube, wir hatten mit Stöckli,so hiess der Vermieter vom Heimetli Rossmoos, einen 5 Jahrespachtvertrag. Stöckli besass mehrere Grundstücke. Unser Vater litt zu der Zeit an Rückenschmerzen und von den älteren Brüdern mochte keiner "Bauern" Also stand wieder eine Zügelte an. Es war nicht weit vom andern Ort weg. Unser neuer Wohnort hiess Schülen. Das ist zwischen Willisau und Menzberg. Dort wohnten wir ganz nah bei der Kapelle Schülen. Damals gingen wir gerne in die Maiandacht. So konnten wir noch etwas unternehmen oder uns mit den Andern verabreden. Wir waren eine religiöse Familie. Wir mussten oft den Rosenkranz beten, vor allem bei Gewitter. Es war ein kleines Haus mit Aussenclo und Heisswasserboiler. Es waren nur zwei richtige Zimmer vorhanden im Untergeschoss, und die Stube und die Küche. Nebenan war ein grösserer Raum, der dann unterteilt wurde in zwei kleinere Zimmer. Im oberen Stock befand sich eine Art Massenlager mit Türe. Aus diesem wurden zwei kleine Zimmer und ein Estrich gemacht. Es hatte dort bei der Treppe auch einen Vorraum. Zuweilen stand dort auch noch ein Bett. Lies Matratze auf selbst gezimmerten Beinen. In dieser Zeit musste mein Bruder Pius weg, zu einem Bauern nach Kottwil. Unser Vater bekam eine neue Stelle, bei Gut Schlosserei in Willisau. 



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Schülenhüseli

Ich konnte weiterhin die Sekundarschule in Menznau besuchen. Es war ja nur noch ein halbes Jahr. Die andern kleineren Geschwister besuchten die Schule in Schülen. Meine Schwester Heidi musste nach Willisau in die Oberstufe. Toni der Älteste von uns ging in die Lehre als Automechaniker. Hans und Franz waren immer noch fremd platziert und eben der Pius musste gerade fort gehen. Es ist das Jahr 1965. Ich kann mich noch gut erinnern, dass ich ausgerechnet am ersten Schultag, als ich vom neuen zu Hause aus, zur Schule gehen musste, ich zum ersten Mal die Periode bekam. Ich war noch nicht darauf vorbereitet und musste mit Mutters Stoffbinden vorlieb nehmen. Ich hatte Bauchschmerzen und später kam noch Migräne dazu. Ich war aber überglücklich, dass ich nicht mehr den alten Schulweg laufen musste. Die Distanz war etwas weiter, von Schülen nach Menznau. Ich beendete meine Schulzeit anfangs April 1965.

Lehrjahre
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3.  Lehrjahre




Am 19. April beginnt schon das bäuerliche Haushaltlehrjahr in Kottwil, bei der Familie Gut-Notz Seewagen Kottwil. Das war also meine nächste Station in meinem Leben. Vom 19.April 65 bis 31 Oktober 1966.
Die Familie Gut hatte drei Söhne, Zwei waren etwas älter. Einer ging in die "Stifti", der Andere besuchte noch die Schule. Da war noch der Nachzügler, der kleine Albertli. Der hatte oft so Krampfanfälle. Ich war froh, wenn die Chefin da war, wenn es passierte, Also in dieser Familie verbrachte ich die Zeit, als bäuerliche Haushaltslehrtochter. Margrith Gut-Notz war eine nette Chefin. Sie ist im September 2011 verstorben. Ihr Mann schon früher. Sie besuchte oft ihre Schwestern, die ganz in der Nähe wohnten. Ihr Mann aber stellte mir nach. Er kam immer in die Küche, wenn sie nicht da war. Ich musste ihm das Znüni bereit machen und ihm Gesellschaft leisten. Und dazu auch noch, die mir aufgetragenen Aufgaben verrichten. Wohlbemerkt in der Küche, wo der Chef sich aufhielt. Zb .Gemüse rüsten, Wähen backen oder so.. Ich drückte mich immer so gut es ging, denn der "Alte" griff nach mir und betatschte mich immer wieder. So bekam ich oft Schelte, wenn die Chefin heimkam und nicht alle Arbeiten erledigt waren. Dort im kleinen Büro erhielt ich den Lohn von 90.-Franken im Monat vom Chef. Ab und zu gab er mir ein paar Strumpfhosen dazu. (Schweigeprämie)

Nach dem freien Wochenende, einmal im Monat, hatte ich immer Mühe zum wieder von zu Hause weg zu gehen. Ich war doch erst 15.Jahre alt und es belastete mich ja schon wieder  Etwas, das ich Niemandem sagen konnte. Meine hauswirtschaftliche Fortbildungsschule, wie sie damals genannt wurde, absolvierte ich in Ettiswil. Als Abschluss erhielt ich ein Zeugnis und einen Kursausweis für die 300 Unterrichtsstunden. Ich weiss noch, dass Kleintierhaltung als Fach dazugehörte. Leider hatten meine Lehrmeister keine Hühner oder sonstige Tiere, die man dazu zählen konnte. Und promt wurde ich an der Schlussprüfung, welche ich in Sursee ablegen musste, zu diesem Fach abgefragt. Ich habe nicht so viel dazu gewusst, ich hatte ja praktisch keine Erfahrung. Ich habe mich verbogen und gewunden. Am Schluss flossen dann noch Tränen und ich plapperte aus, dass meine Lehrmeister, die "Guts" keine Hühnerhaltung betreiben. So war ich die letzte Lehrtochter, die Frau Gut-Notz haben durfte. Für das bäuerliche Lehrjahr war die Kleintierhaltung eine geforderte Auflage. Es hat trotzdem noch zu 1,7 gereicht in den 10 Fächern.

Inzwischen war noch unser Nesthäckchen Tomas 1966 geboren. Ab dann bekam meine Mutter die Pille. Es war eine Monatsdrehscheibe, welche sie mir gezeigt hat.

Auf Anraten des Berufsberaters, den wir in Wolhusen aufsuchten, wurde für mich eine Lehrstelle in der Verkaufsbranche gesucht. Am 1.November 1966 trat ich die Stelle als Verkäuferlehrtochter in der Drogerie Keist, in Neuenkirch an. Ich besuchte die kaufmännische Berufsschule, Handelsschule des kaufmännischen Vereins in Luzern. Das kleine KV, wie man so gepflegt sagt. Hans und Hilde Keist hiessen mein Chef und meine Chefin. Bei den Keist war es nicht schlecht. Dort war noch eine andere Lehrtochter, Marlis Beck von Sursee. Ich habe zu ihr heute leider keinen Kontakt mehr. Sie hat schon früh einen Jungen geboren. Sie war überhaupt eine ganz spezielle Person. Sie hat mir einst noch eine Hochzeitsanzeige geschickt. Wir hatten es immer lustig, wenn wir zusammen waren. Wir hatten dort bei den Keist ein Zimmer. Marlis ging so viel wie möglich nach Hause, nach Sursee. Da war auch noch der Jost Peter von Buttisholz in diesem Geschäft. Der war schon bald am Ende der Lehre. Eine Weile lang gab es noch den Josef Burri, ein ausgelernter Angestellter. Ich meinte er hätte später in Ebikon eine Drogerie geführt.

Im Haushalt war Klara Kammermann, genannt Klärli angestellt. Durch sie lernte ich auch schon bald Fred, kennen. Der Chef erteilte uns jeweils im hinteren Raum Warenkunde. Unter Anderem erklärte er uns die verschiedenen Präservative eingehend. Damals machten wir uns darüber lustig untereinander. Es war halt eine Drogerie mit Lebensmittel-Abteilung. Der Chef, der Hans hat uns aber gesagt, man sollte ihn rufen, wenn jemand so was haben möchte. Wir Zwei, Marlis und ich, waren ja nur in der Lebensmittelbrache Lehrtöchter mit der 2 jährigen Ausbildung. Die Ausbildung in der Drogerieabteilung dauerte 3 oder 4Jahre.
Zu Hause ging es so recht schlecht. Immer wenn ich frei hatte und nach Hause ging, litt die Mutter an Migräne. Heute kann ich das sehr gut verstehen, wie sich das anfühlt, denn ich habe sie vererbt bekommen. Meistens war es um die Periode herum am Schlimmsten. Man mag nichts erleiden, verträgt keine Helligkeit, hat starke Kopfschmerzen, Migräne bis zum Erbrechen. Damals verstand ich das nicht, denn ich musste immer mit anpacken  obwohl ich frei hatte.
So da waren wir eines Abends wieder mal im Bett und wir plauderten etwas länger. Ich glaube unser Bruder, der Franz, der ja fremdplatziert war, besuchte uns wieder einmal. Da hatte er viele Fragen und wir doch auch. Auf einmal wird die "Schlagtüre" aufgerissen und ein Lederriemen sauste auf unsere Decken herunter. In blinder Wut wurde zugeschlagen. Nur der erste Raum kam dran. Das waren nicht die einzigen Schläge die wir eingefangen haben. Das kann ich nie vergessen, wie man als Eltern so was machen kann. Wohlbemerkt, ich war damals schon 17 Jahre alt. Ich spüre diese Schläge heute noch, und habe heute immer noch meine Mühe mit Gürteln.



LEHRZEIT 
und die leere Kaffeedose

Also meine  Lehre gefiel mir und ich durfte auch noch einen Kurs besuchen in La Mouette, am Genfersee. Bei der Familie Keist in Neuenkirch war ich recht gut aufgehoben. So lernte ich im Jahre 1968, Fred meinen jetzigen Mann kennen. Klärli, die Haushalthilfe der Keist wohnte in Neuenkirch. Sie hatte damals Toni Marti als Freund. Dieser Toni wiederum war
damals der beste Freund von Fred. Sie sind vom Alter her ein paar Jahre auseinander. Wie es der Zufall so will, war ich an freien Nachmittag bei Klärli zu Hause  Ich half ihr in der Küche und beim Obst auflesen. Am Abend war eben Toni angekündet. Er nahm seinen Freund Fred mit. So fing die ganze Sache an. Natürlich hat er mir gefallen. Die hatten einen Ausflug geplant nach Menzberg. So telefonierte ich schnell nach Hause, dass ja Kaffee da sei, im Falle, dass wir noch bei uns einkehren wollten. Unser Haus lag ja am Weg, nach Menzberg. Leider fand meine Bitte kein Gehör, und wir mussten uns mit Tee zufrieden geben. Für mich war das eine Blamage. Aber mit der Liebe hat es gleichwohl geklappt. Später war es dann mit Toni und Klärli aus. Fred und ich trafen uns oft beim Tüfenweiher in Neuenkirch. Dort war es immer sehr romantisch. Wir waren vor Jahren dort nochmals spazieren. Der See war im Winter zugefroren, es gab damals auch einen Eishockey-Club Neuenkirch.
Von meinen Eltern wurde Fred nie richtig akzeptiert. Man redete sogar von einem Aargauer. Wie wenn er Ausländer wäre. Meine Geschwister hingegen, hatten viel Spass mit ihm, beim Fussballspielen und so weiter. Die Eltern wiederum sagten, sie würden ihre Schuhe abnutzen, oder gar kaputt machen. Meine Schwester Margrit hat diese ganze Sache mit Fred als krass empfunden, vom Verhalten der Eltern her. Ja er, oder wir Beide hatten es nicht ganz leicht. So begann unsere gemeinsame Zeit, ich war 18 und Fred 19 Jahre alt. Bei ihm zu Hause in Dietwil wurde ich in der Familie und von seinen Freunden gut aufgenommen und akzeptiert. Fred kam öfters in die Schülen hinauf mit seinem Florett, oder Toni Marti ging nach Hause nach Zell, und holte ihn später wieder ab. Meine zweite Ausbildung habe ich dann am 11.Juli 1968 mit 1,5 abgeschlossen. Ich habe ein Zeugnis vom Lehrbetrieb erhalten. Darin steht, von wann bis wann ich im Lehrbetrieb war. Weiter steht, dass der Chef Herr Keist, mit meinen Leistungen sehr zufrieden war. Sie war eine fleissige, strebsame und aufgeweckte Lehrtochter, ich kann sie jedermann bestens empfehlen, heisst es weiter. Am 15.November war mein letzter Arbeitstag bei der Drogerie Keist in Neuenkirch.
Berufsleben
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4.  Berufsleben



So nun konnte ich ins Berufsleben einsteigen. Am 5.Januar 1969 trat ich meine erste Stelle als gelernte Verkäuferin an, bei Wespi - Lustenberger und Co, Molkerei und Lebensmittel, im Einkaufszentrum in Würzenbach Luzern. Das war ein sogenannter Familienbetrieb. Zwei Brüder teilten sich das Geschäft. Einer hatte die Molkerei mit Milchlieferdienst in die Hotels und Haushalte unter sich. Damals war Wespi -Lustenberger ein grosser Begriff. Die Firma bediente auch viele Hotels in der Stadt. Der Schwiegervater und seine Frau waren auch noch da. Die Familie Wespi hatte drei Kinder. Drei Knaben, zwei etwas ältere und da war noch der kleine behinderte Ph. Ich hatte bei den Wespis mein Zimmer. Sie beschäftigten eine Haushaltshilfe, ich weiss nur noch, dass sie Margrith Odermatt hiess. Ph.brauchte sehr viel Hilfe.
Im Geschäft, das eine sehr grosse und gepflegte Gemüse und Früchteabteilung hatte, war ich, Bruna, so hiess die Leiterin, unterstellt. Sie war nett aber sie nahm es sehr genau. Ins Geschäft kam immer eine ältere Dame, eine Frau Doktor, die wir auch so anreden mussten. Sie kaufte jeweils mit einem Korb  mit doppeltem Boden ein. So habe ich miterlebt, besser gesagt beobachtet, dass sie dann an der Kasse nur die Ware vom oberen Teil des Korbes zahlte. Wir haben sie weiter beobachtet. Eines Tages wurde sie ertappt und sie musste ins Büro vom Chef gehen. Das war eine heikle Sache, denn sie war ja die Frau Doktor. Sie stahl meistens Butter oder solche Sachen. Sie war krank, Kleptomanin heisst so was. Später hat sie uns gesagt, sie wäre froh, dass sie überführt worden sei. Sie hat eine Therapie gemacht.


Einmal als Ferienzeit war, wollte die Frau vom Chef, allein mit den Kindern wegfahren. So wurde ich gefragt, ob ich vielleicht während dieser Zeit ein wenig zur Wohnung schauen würde. Ich habe zugesagt. Da war mein Chef der Thomas Wespi, ca um die 40 Jahre alt und ich das das 19 jährige Mädchen vom Lande. Er schlüpfte zu mir ins Bett.Wir kuschelten, er fummelte, wir knutschten undso.. Ich fühlte mich nicht mehr wohl, als die Chefin wieder zu Hause war. Ich war ja auch schon mit Fred zusammen. So habe ich den Entschluss gefasst, dass ich die Stelle wechseln möchte, obwohl mir die Arbeit sehr gut gefallen hatte. Ich erhielt folgendes Zeugnis:


Fräulein Lydia Bucher ist bei uns am 5.Januar 1969 eingetreten und verlässt uns auf eigenen Wunsch auf Ende Februar 1970. Wir sind mit Lydia Bucher sehr zufrieden und lassen sie nur ungern ziehen. Ihr besonderer Arbeitskreis war die Gemüseabteilung, welche sie sehr gut betreut hat. Lydia Bucher ist ehrlich und immer freundlich mit der Kundschaft. Wir wünschen ihr viel Glück auf ihrem weiteren Lebensweg: Unterzeichnet
Wespi-Lustenberger Molkerei und Lebensmittel Einkaufszentrum Würzenbach.
Gottekinder
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5.  Gottekinder




Meine nächste Unterkunft war im Kienbrüeggli Luzern. Ich suchte eine neue Stelle und trat am 2.März 1970 bei der Vereinigten Molkerei AG, Milch, Lebensmittel Tiefkühlprodukte, als Filialleiterin in der Filiale Kellerstrasse ein. Dort lernte ich Martha Zibung, die auch in dieser Filiale arbeitete, kennen. Heute heisst sie Hug, wohnt in Zürich Katzenbach. Sie hat drei erwachsene Kinder und Enkelkinder. Ich wurde für ihre Tochter Claudia, heute 2018 ist sie 37Jahre alt, als Gotte ausgesucht. Claudia hat heute selber zwei Kinder. Apropos Gottekinder. Ich durfte auch bei meiner Schwester ihrem Patrick als Gotte amtieren. Ich habe zu Patrick immer noch einen guten Draht. Leider leidet er schon seit vielen Jahren an einer schweren, chronischen Krankheit. Sogenannte Fisteln im Unterleib, öffnen sich immer wieder und entzünden sich. Er hat schon unzählige Operationen hinter sich. Wir haben viel um ihn gebangt. Es ging ihm zeitweise sehr schlecht. Dann habe ich noch ein Patenkind im Tessin, Marléne Bucher. Sie ist eben Mutter von ihrer  zweiten Tochter geworden. Am 12. März 2018. Wir gehen die Familie Bucher/Zampa nächstens besuchen im Tessin.Ich bin auch noch Firmpatin meiner Schwester Margrit. Von diesem Fest habe ich gar keine Erinnerung mehr. Wir haben über Internet Verbindung zu einander, aber wir sehen uns auch, so an den Geburtstagen. So ein- oder zweimal im Jahr. Auch Mirjam Z. hatte mich ausgesucht ihre Firmgotte zu sein. Heute heisst sie M. F. Mirjam ist die Tochter von meinem Schwager U. Z. Wir haben so sporadisch Kontakt, wie es sich gerade ergibt. Jedes Gottekind hat mit 20 und zur Hochzeit einen grösseren Batzen erhalten.



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Schicksalschlag
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6.  Schicksalschlag


Dann kam der grosse Schicksalsschlag. Unsere Mutter wurde mit starken Bauchschmerzen ins Spital Wolhusen eingeliefert. Auf Verdacht auf Blinddarm. Ihr wurden aber dann die Gallensteine enfernt. Nach der Operation hatte sie eine Embolie, wie die Ärzte uns später mitgeteilt hatten. So starb unsere Mutter dann mit 49 Jahren. Ein Bruder und ich wollten sie am selben Nachmittag noch besuchen. Wir warteten auf dem Gang, weil uns die Krankenschwester das gesagt hatte. Später hörten wir die Mutter noch etwas rufen. Ich habe es aber nicht verstanden. Sie schickten uns Zwei dann wieder nach Hause. Ich war damals 20 Jahre alt und mein Bruder 18. Kaum zu Hause angekommen rief uns das Spital Sursee an, unsere Mutter sei gestorben. Mich ärgerte es noch lange, dass sie uns nicht zu ihr gelassen hatten. Für uns Alle war das natürlich ein Schock. Vor allem war Vater  hilflos ohne die Mutter. Sie hat ja fast immer Alles geregelt, wie das so ist bei Müttern. Hier schreibe ich die Todesanzeige hin.


In tiefer Trauer machen wir ihnen die schmerzliche Mitteilung, dass es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, von diesem zeitlichen ins ewige Leben abzuberufen meine liebe Gattin, unsere gute Mutter, Schwester, Schwägerin, Tante und Cousine


LINA BUCHER –KRUEGEL


Schülen- Neuheim

Sie starb heute nachmittags um 4Uhr, nach kurzer, schwerer Krankheit, im Bezirksspital Sursee, wohlversehen mit den heiligen Sterbesakramenten, im Alter von 49 Jahren. Ihr Leben war Liebe und Aufopferung für die Familie. Wir bitten Sie, der lieben Verstorbenen im Gebete zu gedenken und ihr ein gutes Andenken zu bewahren.


Daiwil, 17. November 1970


In christlicher Trauer:  Anton Bucher-Krügel, Gatte

Kinder: Anton, Hans, Franz, Lydia, Heidi, Pius, Bernadette, Peter, Walter, Margrith und Thomas und Anverwandte.

Beerdigung/ Dreissigster je in Willisau. Sterbegebet in der Kapelle Schülen


Vater war etwas unbeholfen und ich noch jung, aber die von der Druckerei haben uns Vorschläge gemacht, wie man diese Anzeige etwa verfassen könnte. Heute würde ich niemals mehr schreiben, dass es Gott gefallen hat. Das kann ich schlicht weg nicht glauben. Eine Mutter, im noch blühenden Alter stirbt von 11 Kindern weg. Das Jüngste war vier Jahre alt. Nein sie hatte, glaube ich heute, auch keinen grossen Lebenswille mehr.

Hier mein Glaubenszeugnis  Verfasst anlässlich einer Bibel-Gruppenstunde 2009. Wir sind 6 Frauen, die in einer Bibelgruppe sind. Wir nennen es" Leben teilen" Wir treffen uns einmal im Monat bei Jemanden von der Gruppe zum Beten, singen, Bibel lesen und  zum Gedankenaustausch. Anschliessend kommt noch der gemütliche Teil. Wir unternehmen auch ausserhalb der Stunden etwas Kleineres. Kino, Wandern, Versöhnungsweg Eschenbach...….und so weiter. 


MEIN GLAUBE


Warum ich an Gott glaube????  

Ich glaube an Gott, weil es zwischen Himmel und Erde so viel Unglaubliches gibt, für das ich keine Worte finde.Ich glaube an Gott, weil er für mich wie ein Gesprächspartner ist, ein Freund ein Du .Ich kann ihm Alles anvertrauen, Ihm alles sagen, zu jeder Zeit. Er hört mir zu, ich werde ruhig, bescheiden und demütig.

Ich glaube an Gott, weil ich weiss, dass er mit mir einen Plan vorhat, ich probiere diesen zu erfüllen, gerade da, wo ich stehe.Ich glaube an Gott, weil ich schon so oft seine Hilfe erfahren durfte. Er gibt mir Halt, Mut und Kraft in jeder Lage des Lebens.

Ich glaube an Gott, durch meine Ausbildung als Katechetin. Ich kann im Unterricht  den Kindern nur gut weitergeben (verkaufen) was ich auch selber glaube. Gott, Jesus stärkt uns, zeigt uns seine grosse Liebe, zB. bei den Sakramenten. Also in verschiedenen Lebenssituationen.

Noch einen Grund möchte ich anfügen: ich bin in einer christlichen Familie aufgewachsen und auch so erzogen worden. Ich bin als Kind immer gerne zur Kirche gegangen. Als aber meine Mutter mit 49 Jahren starb, und 11 Kinder da waren, da hatte ich schon Zweifel und Mühe, das einfach so hinzunehmen. Aber heute weiss ich, dass es mehrere Gründe dafür gibt. Einer davon ist, dass ich daran gereift bin. Also mehr und mehr geht mir auch in der Messfeier ein Licht auf. Ich erkenne viel mehr Zusammenhänge. Ich habe schon oft erlebt, dass ich geglaubt habe, so und so ist etwas!  Aber es gibt immer wieder Situationen in meinem Leben, wo mir plötzlich eine andere Antwort gezeigt wird. Zum Bsp., wenn man ein vorgefasstes Gebet ganz langsam, und richtig betont ausspricht, bekommt es auf einmal eine andere Bedeutung.

Ich glaube an Gott, weil es noch viel mehr Gründe gibt.  Dietwil, Januar  2009



So stand wieder eine Veränderung in meinem Leben bevor. Mit diesem Zeugnis ging mein Lebenslauf weiter.

ZEUGNIS                                       für Fräulein Lydia Bucher von Daiwil 13.3.50

Fräulein Bucher war vom 2.März 1970 bis 19.November 1970 in unserem Betrieb als selbständige Filialleiterin tätig. Fräulein Bucher verstand es ausgezeichnet ein Lebensmittelgeschäft zu führen. Ihre Freundlichkeit und Treue dem Geschäft  und der Kundschaft gegenüber erwarb sie das Zutrauen aller .Wir haben Fräulein Bucher als ehrliche, zuverlässige und verantwortungsbewusste Verkäuferin kennengelernt.

Fräulein Bucher verlässt die Stelle infolge Todesfall in der Familie.

Für die Zukunft wünschen wir Ihr alles Gute 

Vereinigte Molkerei AG  Luzern             G.Schmidli      


UNSERE FAMILIE nach dem Tod von Mutter 


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 Auf dem Photo fehlen Heidi und Franz

gelerntes anwenden
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7.  gelerntes anwenden



HAUSHALTHILFE ANWENDEN
                                                                                                                           

Also da standen wir hilflos vor einem Scherbenhaufen, ohne Mutter die doch immer alles zu regeln schien. Sie wurde bei uns im Hause beim Gang neben der Stube aufgebahrt. Da kamen die Nachbarn vorbei zum Gebet und zum Imbiss. Ja erstmals stand die Beerdigung an. Ich funktionierte einfach. Es musste so Vieles  erledigt werden. Wir mussten damals jeden Tag zur Kirche gehen nach Wllisau. Ich weiss noch, dass ich etliche weisse Hemden waschen und bügeln musste für meine  Brüder. Bei der Beerdigung selber klappte ich beinahe zusammen. Dann musste noch die „ Leidpost“ bearbeitet werden. Es kam auch noch einiges Geld zusammen.
Nun hiess es, den Haushalt machen für die grosse Familie. Ich weiss nicht mehr genau, wer alles da war, zu dem Zeitpunkt. Auf jeden Fall waren es  Einige. Ich glaube so 11 Mäuler (mit Vater) 
Jeder musste sein Kostgeld beisteuern. Ich habe ein kleines Milchbüchlein angeschafft und die Beträge darin eingetragen. Es gab oft Diskussionen wer was, wann bezahlt hat. So wollten sie mich linken. Aber ich konnte doch nicht immer aufschieben und zugleich für Alle kochen, waschen, einkaufen, flicken. Auch die Posteinzahlungen musste ich machen, weil Vater darin  keine Erfahrung hatte, weil das bis jetzt die Mutter gemacht hat. Da gab es auch öfters Meinungsverschiedenheiten mit Vater.

Damals kannte ich Fred ja schon. Er kam oft in die Schülen hinauf. An einem Wochenende übernachtete er meistens bei uns. Wir schliefen im Ehebett, mit Vater zusammen. Das war für uns und auch für Vater peinlich. Aber es blieb keine andere Opposition offen. Die zwei jüngsten Geschwister Thomas und Margrith  4 und 6 Jahre alt, hatten gleich nebenan ihr kleines Schlafgemach. So konnte ich gleich nach ihnen schauen, wenn  etwas war. Ja das war wirklich ein kleines "Zimmerli", das die Kleinen hatten. Es konnten gerade zwei kleine Betten hineingestellt werden. Heute braucht man so etwas, als Abstellkammer. Ich habe ihnen viel vorgelesen, Dominik Dachs und so. Vater blieb immer öfters länger fort und kam etwas besäuselt heim. Der Tod unserer Mutter war ein sehr einschneidendes Erlebnis. Durch das Fehlen der Mutter, war das Verhältnis untereinander auch nicht mehr so gut. Allmählich hat das Band der Familie einen Riss erhalten. Nur durch die Mithilfe von uns Kindern und vor allem der Schwiegersöhne, die langsam auftauchten, ging das Leben irgendwie weiter. Ich habe lange das Grab von Mutter, welches in Willisau war, gepflegt und später auch das von Vater in Ettiswil.

Für Peter musste eine Lehrstelle gesucht werden. Ich half ihm dabei. Er kam zur Firma Gallati in Luzern/ Sanitär und Heizungen. Was ich interessant finde, dass dort im Büro  eine Fräulein H. W. als Sekretärin arbeitete. Diese wohnt in Dietwil, dort habe ich sie kennengelernt. So kam es, dass wir merkten, dass sie etwas mit meinem Bruder, (im weitesten Sinn) zu tun hatte. Ich schätze sie sehr, sie hilft bei uns in der Pfarrei gelegentlich als Sakristanin aus. Peter schloss trotz Schwierigkeiten seine Ausbildung  ab.

Heute habe ich eine sehr interessante Aussage gelesen von einem 23 Jährigen jungen Mann. Dominik Müller heisst er und leidet an Autismus. Er hat sogar ein Buch geschrieben. „Ich bin, wie ich bin“ Also seine Aussage „Gott ist sehr humorvoll, sonst könnte er die  Menschen nicht ertragen“ Diesen Text muss ich einfach an dieser Stelle einflechten, ansonsten geht so was wieder vergessen.

Und hier noch ein Zitat, das hierher passt. Gott hat sich im Herzen eines jeden Menschen
einen Platz reserviert, aus dem er sich nicht so leicht vertreiben lässt. Anton Kern


So geht mein Leben weiter. Es gab da noch einen hübschen Feldweibel, der ein paar Mal nach Schülen kam. Aber ich war ja schon mit Fred liiert. Mein Bruder nahm mich einmal mit in den Ausgang, so sagte man früher, wenn man fort ging. Also der Jonni Bitzi war dabei, im Auto hat er mich angefasst und betatscht und er wollte Sex. Ich habe mich gewehrt so gut es ging. Der war ja auch einige Jahre älter als ich. Es war für mich einfach unangenehm. Mein Bruder und ich redeten nie darüber. Er ging an diesem Abend einfach  ins Haus und liess mich allein im Auto zurück. Dieser Jonni ist schon früh gestorben.
Verlobung und Heirat
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8.  Verlobung und Heirat

Fred und ich haben uns dann 1971 in der Schülen bei uns zu Hause verlobt. Da waren meine Geschwister, der Freund von Fred, Marti Toni und noch ein paar Freunde, die Schwiegereltern mit Walti, dem Bruder von Fred, und ein paar Nachbarn von der  Schülen dabei. Anfangs 1972 machte dann meine Schwester Heidi die Ablösung für mich und schaute daheim zum Rechten. Ich selber wollte noch ein wenig Geld verdienen, denn Fred und ich planten zu heiraten. Am 3.Januar 1972 trat ich bei Amrein-Rogger, Spezialgeschäft für Hotellieferungen, Lebensmittel, Weine, Spirituosen, Dörrobst, in der Filiale Spitalstrasse, Luzern, meine Stelle als Filialleiterin an. Mein Lohn betrug damals 750.- Fr pro Monat Umsatzprovision. Mindestens aber 1000.- nachher Aufbesserung, je nach Leistung so hiess es im Vertrag. Ich konnte bei Amrein-Rogger zugleich ein Zimmer mieten in der Obergrundstrasse, wo das Hauptgeschäft war. Die Miete kostete 180.-Fr. Hier hat es mir gut gefallen. Es waren noch eine Lehrtochter und eine Ausgelernte von Inwil im Geschäft. Es gab viel Arbeit, Harassen schleppen und so. Die meisten Kunden waren nett. Ich hatte auch einen sehr kurzen Arbeitsweg, vom Maihof bis zur Spitalstrasse.
Fred besuchte mich oft im Maihof. Ich hatte ein Zimmer mit Kochgelegenheit. So konnten wir uns auch mal etwas brauen. Ich blieb oft in der Stadt, oder wir gingen zu den Eltern von Fred, zu den Zimermanns, nach Hause nach Dietwil. Da waren noch seine Geschwister. Fred war im FC Dietwil, aktiv und auch Juniorentrainer. Später amtete er manche Jahre als Schiedsrichter. Bei seinen Kollegen und in seiner Familie wurde ich sehr gut aufgenommen. Da war öfters Etwas los. Fred spielt heute noch in der MG Dietwil. Zuerst Euphonium, dann Bass. Das seit mehr als 50 Jahren. Immer seltener zeigten wir uns bei mir zu Hause. So verging die Zeit. Am 28.April 1973 heirateten wir in der Maihofkirche in Luzern. Meine Geschwister, Kollegen von Fred, Geschwister von Fred und seine Eltern, mein Götti mit Partnerin waren dabei. Aber mein Vater fand es nicht für nötig dabei zu sein. Das Essen bestellten wir in der Wirtschaft Schlacht bei Sempach. Schade dass es den ganzen Tag geregnet hat. Die Hochzeitsfotos konnten demzufolge erst am Abend, im Saal geknipst werden. Mein Vater kam nicht an die Hochzeit. Er war verschnupft, sprich, es lag ihm Nichts daran, dabei zu sein, wenn wir heirateten. Unser neues zu Hause war Letzistrasse 8 in Zug. Wir wollten gerne in Dietwil eine Wohnung mieten. Wir hatten schon die Zusage und im letzten Moment wurde uns abgesagt. Damals spielte die Parteizugehörigkeit eine Rolle. Das war dann soweit gut so, denn Fred arbeitete ja in der "damaligen" LANDIS und GYR in Zug. Er konnte dann zu Fuss zur Arbeit gehen. So wurde mein Zimmer im Maihof wieder frei. Ich arbeitete noch weiter von Zug aus bei der Firma Amrein-Rogger. Ich wurde dann aber in die Filiale Obergrund versetzt. Das Geschäft lag bei der Pauluskirche. Ich weiss nicht mehr so genau, aber ich glaube ich habe meine Arbeitszeit ein wenig verkürzt. So ging ich mit Zug und Bus zur Arbeit von Zug aus. Zu Hause, in der Schülen, ging es so recht schlecht.

ZUEGELTE 4. 5 6 von den Buchers    

Es stand wieder einmal eine Zügelte bevor. Die Familie Bucher zügelte nach Gettnau, in ein kleines alleinstehendes Häuschen, mit grosser Treppe im Aussenbereich zum Eingang. Da musste 1973 meine Schwester Bernadette nach Hause kommen und den Haushalt schmeissen. 1973 hatte ich einen Unfall auf dem Fussballplatz, bei einem Training für das "Grümpel-Turnier". Es war eine schwere Knieverletzung. Das war 5 Wochen nach unserer Hochzeit. Darauf heiratete mein ältester Bruder Toni, im Juni, und ich konnte nicht dabei sein, wegen dem Spitalaufenthalt.
Also Bernadette war am Längsten zu Hause, zwar bis 1975. Dann hat Vater hatte eine neue Lebensgefährtin gefunden, in der Person von Mathilde Obrist von Etzgen AG. Wo er sie kennen lernte entzieht sich meinen Kenntnissen. Sie gaben sich am  24. Mai in Einsiedeln das Jawort. Sie war damals seit 4 Jahren verwitwet. So zügelte der Vater mit ihr und den noch kleineren Geschwistern nach Willisau. Das waren Margrit und Thomas, die waren 9 und 11 Jahre alt. Dazu noch Walter, der zählte 13 Jahre. Peter hatte sein Zimmer in Luzern. Dann wurde noch einmal umgezogen, nur ein paar Strassen weiter innerhalb Willisau. Wir Älteren waren nicht mehr willkommen bei der Stiefmutter. Mathilde hatte selber drei oder vier erwachsene Kinder. Ab und zu wurde Toni, der Älteste  eingeladen.  Vater und Mathilde hatten etliche Ausflüge mit dem Auto gemacht, oder sie gingen wandern. Vater ging sowieso immer gerne fort. Später mit der Pensionierung baute er noch ein kleines Häuschen am Hang in Alberswil, dort hiess es Chalet Bergmatte. Das war dann seine letzte "Zügelte"  Hier ein paar Erinnerungen von "Nesthäckchen" Thomas, von Walti, und von meiner jüngsten Schwester Margrit.
Erinnerungen
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9.  Erinnerungen

 

Thomas, unser Jüngster, hat mir erzählt, dass er beim Tod unserer Mutter gar nicht alles so richtig realisiert und verstanden hätte. Wir Schwestern wären für ihn wie eine Ersatz-
mutter gewesen.
Für Mathilde hätte er Nichts empfunden, weil sie nie wie eine Mutter zu ihm gewesen sei. So wie er sich das heute vorstelle. Eine richtige Beziehung habe zu Beiden, also zum Vater und zur Stiefmutter  nicht bestanden. Er meinte, dennoch hätte er, es bei ihnen am "Schönsten" gehabt, von den Kindern.     

Kindheitserinnerungen von Walti, Originaltext 

Es fühlt sich so an, als ob mein Vater und ich kaum miteinander gesprochen hätten. Ich habe nur das Foto von uns Kleinsten mit ihm am Stubentisch in der Schülen im Kopf. Die Gefühle zu ihm kamen erst viel später. Die Erinnerung an meine Mutter ist die, dass sie mit mir jeweils über ein paar Tage am Morgen früh mit mir und einem Waschlappen ins hohe Gras ging und mit dem Tau auf den Grashalmen den Lappen benetzte und damit versuchte, mir meine „Laubflecken“ aus dem Gesicht zu waschen. Damals empfand ich es als eine zärtliche Geste. Sonst ist mir von ihr nichts in meinem Bewusstsein. Nicht ihr Tod, nichts davor, nichts danach. In meinem Unterbewusstsein spielt Mutter aber eine sehr grosse Rolle. In der Schülen spielte ich immer draussen. Ich spielte im hohen Gras mit Nachbars Mädchen. Ich rannte durch den kleinen Birkenwald unterhalb unseres Hauses. Ich hatte Kontakt mit Schmetterlingen und vielen anderen Flug- und Kriechtieren. Ich erlebte richtige Sommergewitter und schneebedeckte Landschaften. Und da war noch dieser Brunnen. Es kommt mir so vor, als ob ich ganze Tage bei ihm verbracht hätte. Ich glaube, er hatte ein Seele. Es war einfach wunderschön, in dieser Gegend aufzuwachsen. Ich habe es immer geliebt, wenn meine älteren Geschwister kleine oder grössere Feste gefeiert haben. Da war immer etwas los und alle waren ausgelassen. Da war noch diese ominöse „Gotte“. Ich weiss bis heute nicht, warum ich sie nie getroffen habe. Sie hatte mich sicher gerne. Aber sie hatte nicht meinen Modegeschmack. Ich bekam von ihr zu jedem Geburtstag oder zu jeder Weihnacht ein Paket mit einem hässlichen Hemd. Vielleicht gab es ja gar keine „Gotte“ und meine lieben Geschwister haben mir diese Geschenke gemacht. In diesem Fall würde ich mich für das „hässliche“ herzlich entschuldigen. Und ja, von einem „Götti“ weiss ich grad gar nichts. Vielleicht gibt es keinen. In der Schule war ich gut, obwohl ich oft vor der Türe stand, weil ich den Unterricht störte. Und dann sind wir nach Gettnau umgezogen. Dort kam ich in eine Dorfgemeinschaft. Ich war der Neue. Dann gab es Turnunterricht und Skilager. Wir gingen mit der Aushilfslehrerin ins Freibad nach Nebikon. Das alles war für mich total neu. Ich musste mich schnell zurecht finden. Den Turnunterricht mochte ich nicht. Ich hatte Angst vorm Rekturnen und den Kletterstangen. Das Laufen mochte ich. In Gettnau gab es damals jährlich einen Crosslauf. Die Läuferriege Gettnau suchte in meiner Klasse nach Schülern, die mitmachten. Ich habe mich gemeldet. Wir trainierten ein- bis zweimal wöchtentlich mit einem Trainer. Ich bin fas gestorben. Das war streng, aber auch eine super Erfahrung. Am Renntag bin ich so super gelaufen, sodass mich im Ziel ein Offizieller fragte, ob ich nicht der Läuferriege beitreten wolle. Das hat mich richtig stolz gemacht. Ich fühlte mich willkommen. Ich habe nein gesagt. Warum weiss ich nicht. Und dann fuhr ich mit meiner Klasse ins Skilager. Ich weiss nicht, woher ich die Ausrüstung hatte. Die Skis konnte ich über die Schule ausleihen. Aber den Rest? Es erscheint mir heute wie ein Wunder. Am ersten Morgen wurde ich von meinen Klassenkameraden getrennt. Da ich nicht mal wusste, wie ich die Skis anziehen sollte, haben die Lehrer mich zu den ganz kleinen Anfängern eingeteilt. Es machte mir nichts aus. Ich freute mich so, dabei zu sein. Und ich lernte fleissig, im Stemmbogen zu fahren, im Hang zu drehen und natürlich richtig aufzustehen. Meine Klassenkameraden waren nett. Sie haben mich überhaupt nicht ausgelacht. Am Abend war ich wieder einer von ihnen. Das Lagerleben war so richtig toll. In Gettnau zu spielen war auch phantastisch. Es gab da jede Menge Maschinen, Lastwagen, Ziegelformen, Förderbänder und der riesige Brennofen. Es gab immer wieder Abfälle von ungebrannten Ziegelsteine. Das war eine wunderbare Knetmasse. Mit Bernadette und Hans unternahmen wir einmal einen Ausflug zur Kastelen. Sie ist höchstens 3 Kilometer von der Ziegelei entfernt. Für mich war das ein riesen Ausflug und Abenteuer. Vater war nie zu Hause. Zweimal waren da einfach Frauen da. Ich wusste nicht, was die wollten und wer sie waren. Sollten das meine neuen Mütter sein? Sie waren dann auch wieder weg. Wie und warum wusste ich auch nicht. Dann zogen wir nach Willisau. Ich war inzwischen ein Teenager. Und da war sie: Meine neue „Mutter“. Sie ist aus dem Nichts aufgetaucht. Ohne eine Erklärung, ohne eine Begrüssung. Sie war einfach da und hielt mit Vater Händchen. Für mich war das das Ende meiner unbeschwerten Kindheit. Viele Jahre später kam Bernadette auf mich zu und sagte, dass Vater mich sehen wolle. Da sassen die beiden, mein Vater und meine Stiefmutter, vis-à-vis am Tisch. Ich werde niemals ihre traurigen Augen vergessen. Sie hätten nichts sagen müssen. Ich spürte, dass sie mich um Verzeihung bitten wollten. Meine Stiefmutter hat sich mit gebrochener Stimme bei mir entschuldigt. Mein Vater hatte feuchte Augen. Er war den Tränen nahe. Es war eine wunderschöne Begegnung. Ich konnte Ihnen sofort verzeihen und hegte keinen Groll mehr. Es war irgendwie stimmig. Kurz darauf starben beide.




VORWORT zu MARGRIT


Ich denke meine Schwester Margrit hat es am wenigsten gut verkraftet, dass Mutter verstorben ist. Ich glaube die ganzen Umstände gehen ihr auch heute noch nah.


ERINNERUNGEN von MARGRIT Originaltext

Ich war über 50, als eine Fachperson den Tod meiner Mutter als Trauma bezeichnete. In meinem Innern hatte ich das selber schon lange gewusst, es aber von einer Fachperson zu hören, war für mich wie eine Befreiung.  Als traumatisierend bezeichne ich unsere ganze Familiengeschichte. Durch den Tod der Mutter wurde das wohl noch etwas schwieriger, aber ob das Leben mit der Mutter auf der Bindungsebene positiver oder anders verlaufen wäre, glaube ich nicht. Liebe und Fürsorge sind für ein Kind in den ersten Lebensjahren sehr wichtig und das hatte, wie es scheint, wohl auch von Seiten der Mutter gefehlt.

Meine Erinnerungen sind so, dass ich mit meinen Schwestern, Lydia und Bernadette im Spital auf dem Gang stehe und Schwestern welche uns keinen Zutritt mehr geben zum Zimmer der Mutter. Ich sehe uns auch, dann wieder zu Hause auf den Bescheid warten, wie es Mutter geht. .......  auch weiss ich, dass ich danach meine Mutter nicht mehr gesehen habe. Ich habe sie nie aufgebahrt gesehen. Was ich weiss, ist dass ich nicht an der Beerdigung teilnehmen durfte, weil ich zu jung war. Viele Jahre später habe ich dann erst gemerkt, dass ich nie richtig getrauert hatte.

Da beim Tod der Mutter noch 3 Minderjährige Kinder da waren – meine zwei Brüder und ich – musste eine Lösung für die Betreuung gesucht werden. Mein Vater bestimmte, dass meine älteren Schwestern diese Aufgabe übernehmen sollten. Natürlich war keine der Schwestern über diese Aufgabe erfreut, was ich gut verstehen kann. So wurde ich von 1970 bis 1975 von meinen drei Schwestern Lydia, Heidi und Bernadette betreut und erzogen. Leider habe ich wenige Erinnerungen an diese Zeit.

Die meisten Erinnerungen sind von den Jahren 1973 – 1975, wo auch ein Umzug nach Gettnau in die Ziegelei Gettnau stattfand. Dort lebten wir in einer sehr spartanischen Wohnung, also ohne fliessend heisses Wasser.

Von da, hatte ich lange eine Verbrennungsnarbe 2. Grades am rechten Bein. Weil ich das kochend heisse Wasser umschütten wollte und meine Brille beschlug.

Da gibt es auch Erinnerungen und Videofilmaufnahmen von Fussball spielen und bräteln im Wald oder im Garten. So wie es ausschaut, war das eine Zeit wo ich mich frei entwickeln konnte ohne viele Grenzen. Diese kamen, in meiner Erinnerung, vor allem von Seiten des Pfarrers, den mein langer Weg zur Messe am Sonntag wenig interessierte und meine aufkommenden Frage, wieso meine Mutter sterben musste, mit dem Satz „das war eine Prüfung“, beendete.

1975 endete dann das „freie“ Leben, weil mein Vater nach längerer Suche – was im nach hinein gesehen auch lustige Szenen beinhaltete – seine 2. Frau gefunden hatte und diese auch heiratete. Somit waren meine Schwestern endlich entbunden uns drei Nachzügler aufzuziehen.

Mit der Heirat war ein weiterer Umzug und ein Schulwechsel nach Willisau angesagt. Ich war inzwischen 12  Jahre alt und völlig überfordert mit der Situation. Die Stiefmutter Mathilde war es wohl auch. Deshalb hat sie wohl die ganze Zeit an der Wohnung rum geputzt und wenig soziale Kontakte gehabt. Als ich meine erste Periode bekam und nicht wusste wie ich das machen kann, dass alles sauber ist, sagte sie zu mir „aussen fix und innen nix“. Ansonsten habe ich an sie wenig Erinnerungen, ausser, dass sie das Sprachrohr für den Vater war, wenn sie etwas verbieten musste.  Und das war vieles. Keine Briefe an die Schwestern schreiben, mein Zimmer nur betreten zum schlafen, ansonsten ist es abgeschlossen, nicht im Wohnzimmer aufhalten, kein Fernsehen schauen, niemanden nach Hause mitbringen, ruhig sein, sauber sein, die Kleider der Töchter nachtragen, nicht faul sein, nicht lesen, sondern helfen, was aber auch nie gut genug war. In der Schule half ich dann in der Bibliothek am Samstagmorgen und so nahm ich Bücher nach Hause die ich bis zum Montag durchgelesen hatte. Irgendwie schaffte ich es, trotz der Missbilligung der Stiefmutter, stundenlang an meinen Bücher zu hängen. An den Wochenenden waren wir viel alleine und ich erinnere mich an eine lustige Szene, wo ich mit dem älteren Bruder, weil wir nichts anderes hatten, mit Küchenbrettli auf dem Küchentisch Ping Pong spielten. Der ältere Bruder zog nach Abschluss der Schuljahre aus, und so stand ein weiterer Umzug an. Diesmal musste ich aber die Schule nicht wechseln. Da diese Wohnung wohl moderner, aber viel kleiner war, wurde es für mich noch schwieriger in dieser Enge zu leben. Obwohl ich gute Schulnoten hatte, schaffte ich es dann doch nicht in die Sekundarschule und das 3. Oberstufenschuljahr, welches damals noch freiwillig war, verbot mir mein Vater, trotz Einsprache des Lehrers, der sogar persönlich bei uns erschienen war.

So kam ich 1979 in das Schulheim Don Bosco für mein Haushaltslehrjahr. Da mich das Haushalten überhaupt nicht interessierte, hätte ich diese Ausbildung niemals selber gewählt. Leider habe ich die Freiheit die mit dem Auszug verbunden war, nie richtig realisiert. Ich hatte immer das Gefühl mich durchkämpfen zu müssen, es ging nie wirklich leicht, aber auch deshalb weil ich alles zu schwer nahm, genügen wollte und auf der Suche nach Zugehörigkeit, Fürsorge und Geborgenheit war. Auch habe ich mich nie wirklich gegen die Regeln des Vaters gestellt, wieso weiss ich bis heute noch nicht.

Eine Beziehung bestand weder zum Vater noch zur Stiefmutter. Nach meinem Auszug habe ich meinen Vater sehr lange nicht mehr gesehen. Ich habe ihn auch nicht an meine Heirat eingeladen. Kurz vor seinem Tod hat er mir das erste Mal in meinem Leben in die Augen geschaut und hat mich um Verzeihung gebeten. So konnte ich ihm nach über 30 Jahren verzeihen.









Brief von Vater an Lydia

Wir haben uns immer wieder schriftlich ausgetauscht, Margrit und Thomas haben mir ihre  Sorgen anvertraut. Ich habe von meinen Geschwistern gehört, dass sie keine Freunde einladen durfte. Und wenn es einmal doch so war, dass Jemand kam, wurden die Zimmer abgeschlossen. Dann kam eines Tages dieser Brief, voller Anschuldigungen.
Juni 1977.


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Was denkt sich Vater nur, dass er so was schreibt. Meinungsverschiedenheiten kommen vor. Ich machte mir immer wieder Gedanken. Aber ich weiss, dass Mutter an einer Embolie gestorben ist. Ich weiss aber auch, dass sie keinen grossen Lebenswillen mehr gehabt hatte. Später folgten noch einige Briefe mit Beschuldigungen, mit denen ich nicht im geringsten Etwas zu tun hatte. Von wegen Fotos gestohlen und nicht zum Grab geschaut. Wohlbemerkt ich hatte jahrelang das Grab gratis gemacht.

    





Todesfälle und deren Verarbeitung 

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meine Familie
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10.  meine Familie

MEINE Familie
  
Ich selber wurde 1975 schwanger. Ich hatte im dritten Monat Blutungen, weil sich etwas zugetragen hatte, das mich erschreckte. Ich musste sofort zum Frauenarzt. Er gab mir eine Spritze. Ich hatte Angst mit dem Kind könnte etwas nicht in Ordnung sein. So verlies ich dann die Firma Amrein- Rogger am 16.August 1975.



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GEBURT DES 1.KINDES



Am 3.Februar 1976 kam dann Daniel auf die Welt. Zitat:" ALLES WAS DIE SEELE DURCHEINANDER RÜTTELT IST GLÜCK. Arthur Schnitzler. So ein Kind ist doch ein Wunder. Wir sind sehr glücklich, Daniel zu haben. Ausser seinem HDS und seiner Allergien, war er gesund. Er war das allererste Grosskind auf der Seite von Zimmermann. Er wurde in Zug getauft, vom Pfarrer Zürcher. Seine Taufpaten sind mein Bruder Franz und die Schwester von Fred, Edith Buchmann. Leider litt er an der Dreimonatskolik, sagte man damals. Er hatte immer Bauchkrämpfe und schreite fast von einem Schoppen zum Andern. Man musste ihn herumtragen, dass er sich ein wenig beruhigte. Einmal fiel er aus dem Bettchen und brach sich den Arm. Da war er ca zwei Jahre alt. Später hatten  alle viel Freude an dem Kind, vor allem die Mädchen von Hubers, welche im gleichen Haus wohnten. An der Letzistrasse 8 Zug. Das Mädchen, von einer Kollegin, die in der Nähe wohnte, kam oft zu uns, weil ich zu ihr schaute. Das war Barbara. Auch der Kleine von einer andern Familie, die im gleichen Haus wohnte, wurde zu uns gebracht zum Hüten. Dafür erhielt ich ein wenig Sackgeld. Der ältere Bruder kam dann nach der Schule zu uns, um seine Hausaufgaben zu machen, und um die Zeit zu überbrücken, bis die Mutter von der Arbeit kam. Bei uns ging auch der Kollege von Fred, Ruedi ein und aus. Er kam einige Zeit zu uns  Mittagessen. Einmal waren wir bei den Nachbarn, die  gegenüber wohnten, eingeladen. Der Weg dorthin führte nur über einen Rasen, Plötzlich läutete es an der Türe der Nachbarn. Jemand kam uns berichten, dass unser Kind auf der Wiese wäre und weine. So war der Abend gelaufen. Wir wohnten im Parterre und der Hinterausgang, den wir offen gelassen hatten, führte direkt auf den Rasen. Das war für mich ein grosser Schreck. Wer weiss, was Alles passieren hätte können. Es lohnt sich also nicht, die Kinder ohne Aufsicht zu lassen, für ein kleines bisschen Abwechslung. Mit den Nachbarn haben wir uns näher angefreundet. Es ergab sich eins ums Andere. Sie hatten drei Knaben im Schulalter. Fred wurde von einem Sohn Firmpate. Heute hat er keinen Kontakt mehr zu ihm.  


GEBURT VON PASCAL

Im Frühling 1978 trat dann erneut ein kleines Geheimnis in unser Leben. Ich erwartete das zweite Kind. Gleichzeitig stand das Zügeln ins Elternhaus, nach Dietwil vor uns. Ab August 78 wohnten wir dann an der Küferstrasse 2 (damals hiess die Strasse noch Hinterdorfstrasse" in Dietwil. Am Morgen am 10. Januar 1979 bricht bei mir das Fruchtwasser, weil um 7 Uhr das Telefon schellte und ich etwas rassig aus dem Bett hüpfte. Meine Schwiegermutter war am Telefon. Die wiederum ging diese Nacht bei meiner Schwägerin hüten, weil  meine Schwägerin auch ihr zweites Kind erwartete. Sofort rief ich Fred an, der ja in Zug arbeitete. Er holte mich und brachte mich dann ins Spital. Es dauerte aber noch eine Weile bis Pascal das Licht der Welt erblickte. Also sein Cousin Ivan ist dann schon etwas früher, am gleichen Tag geboren. Wir hatten eine schöne Doppeltaufe in der Kirche Dietwil. Urs, der Bruder von Fred, ist der Taufpate von Pascal. Die eine Schwester von Fred, wohnt in Kanada Vancouver. Sie haben wir als Firmpatin ausgewählt. Aber leider war es ihr nicht möglich den Tauftermin wahrzunehmen. So musste eine  Ersatzgotte gesucht werden. Wir einigten uns für die ehemalige Nachbarin in Zug. Später wurde aus dieser Freundschaft eine Feindschaft. Sie mischte sich in meine Erziehung ein, warf mir vor, dass ich die Kinder verwöhne. Einem kleinen Kind kann man doch nicht gut genug Zuneigung und Liebe schenken. Sie war oft bei uns zu Besuch. Ich hatte immer schon ein ungutes Gefühl. Ich habe ihr einmal gesagt, dass sie aufhören soll, Fred schöne Augen zu machen. Sie hat es  abgestritten. Sie hat mir dann die kalte Schulter gezeigt, und gesagt mit einer, die sowas behaupte, möchte sie Nichts  mehr zu tun haben. Später stellte sich heraus, dass Fred und sie ein Verhältnis hatten. Eines Abends, als ich noch fort gehen wollte, schaute ich in den Briefkasten. Da lag ein kleines kariertes "Fötzeli" Papier mit einer anonymen Mitteilung. Ich war natürlich am Boden zerstört. Diese Frau wurde angeblich am nächsten Tag ins Spital eingeliefert. Vielleicht um Fred zu erschrecken. Ich weiss nicht, wie lange das noch weiter gegangen ist. Einmal hatte ich mit meiner Rivalin noch eine Aussprache, aber das hat nicht viel gebracht. Es war verdammt schwer das Vertrauen wieder aufzubauen. Es kam dann die Zeit, dass mein Mann Fred, und sie einander auch nichts mehr zu sagen hatten und einander aus dem Weg gingen. Fred absolvierte 1979 noch den Ortschefkurs Zivilschutz in Lyss. So amtete er ein paar Jahre als
Orts-Chef in Dietwil.




UNSERE KLEINE FAMILIE


Das Ortschefgehalt brachte zusätzlich noch ein wenig Geld ein. Wir waren ja eine kleine Familie geworden. Wenn man Kinder hat, hat man schon etwas weniger Freiheit. Ich muss aber sagen, es lohnt sich bestimmt, sich selber etwas zurück zu nehmen. Daniel litt an HDAS. Man musste viel Geduld mit ihm haben. Wenn er aus der Schule heimkam, brauchte er erst mal Ruhe .Meistens flog der Thek in eine Ecke. Nach ein zwei Stunden wagten wir uns dann an die Hausaufgaben. Er hat auch gestottert. Daniel musste noch eine lange Allergie -Kur durchstehen. Er hatte verschiedene Allergien. Er leidet heute noch wegen den Pollen und so. Stottern ist ganz weg. HDAS hat sich auch fast ausgewachsen mit der Zeit. Im Kindergarten hatte er den andern Arm auch noch gebrochen. Er musste auch länger im Spital bleiben, weil er allergisch auf Merfen war. Sein Rücken war ganz rot und entzündet. Daniel bekam Gesellschaft, so gab es einen "Gibsverband" mit seinen Onkels.



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Im grossen und Ganzen sind die Kinder gut "herausgekommen" Wir haben heute noch ein sehr gutes Verhältnis, in der Familie, in der Verwandtschaft. Ich habe Viel mit den Kindern macht. Gebastelt, vorgelesen, erzählt, in die Natur gegangen. Fastnachtssachen kreiert. Viel gespielt, draussen und drinnen. An den regnerischen Sonntagen, spielten wir Monopoly mit dem PC. Um das Geld und alles einzutragen. Dabei hatten wir jeweils die Zeit vergessen. Fred machte selber einen grossen Billardtisch. Der stand bei uns auf dem Estrich. An den freien Schultagen hatten wir jeweils viele Kinder da, die Billard spielen wollten. Da musste ich gewappnet sein für ein "Zobig" Wir hatten auch einen grossen Tischtennis Tisch. An dem machten jeweils viele Kinder ein Rund Pingpong. Den Billardtisch haben wir dann später verschenkt. Eishockey spielen auf dem Hausplatz, war ein begehrtes Spiel, so wie auch Fussball. Einst ging eine grosse Scheibe vom Blumenfenster von der unteren Wohnung zu Bruch. Wir hatten auch ein grosses aufblasbares Bassin, worin sich mehrere Kinder tummelten. Ich habe immer bei den Hausaufgaben geholfen, soweit das ging. Daniel kam in die Sek. Pascal besuchte die   Bez. Da war es in der Oberstufe schwierig geworden zum Helfen, ausser man lernte mit. Ich wage zu behaupten, dass ich eine liebe, gute Mutter war. Ich wollte es besser machen, als meine Eltern. Ich versuchte gewaltfrei zu erziehen. Ich habe noch eine Tagebuch-
Eintragung gefunden, dass ich einmal nicht einschlafen konnte, wegen Gewissensbissen,
weil ich anscheinend Pascal doch einmal geschlagen hatte. Das tut mir heute noch leid. Im Tagebuch steht, bitte verzeih mir. Ich habe noch einen Tagebucheintrag gefunden, und zwar der Ausspruch vom Sohn Daniel, "Was gibt es Schöneres, als das Zuhause" Der andere Sohn, Pascal, hat einmal gesagt, "Mutter du hast ja so recht, aber es gurkt mich an, dass du recht hast" Daniel war einmal so wütend, er wollte ein Schimpfwort gegen mich richten und hat gesagt "du Mutter du"   
Hier ein Zitat von Polack "Willst du die Kinder verstehen, so steige wieder in ihre kleine Welt und lausche dem Pulsschlag ihres Herzens. Missachte das Kleine nicht, sondern studiere, hege pflege und lenke es, damit es zu Grossem und Guten erwachse"

Kinder, die man nicht liebt, werden Erwachsene, die nicht lieben. Pearl S.Buck


2001 bauten wir ein Gartenhaus. Alle packten mit an. Es gab eine Einweihungsparty. Dieses Häuschen haben wir mit einem Kühlschrank, einer Kaffeemaschine  und einem Biertender ausgestattet. Wir sitzen heute immer noch viel unten im Garten. Es gibt dort etwa ein Festli oder wir jassen.   
Wir begleiteten ein paar Jahre das FC Lager. Wir nahmen unsere Kinder schon mit, als Pascal erst 6 Jahre alt war. So entstand sein Übername "Turbo" Er holte die älteren Kinder jeweils ein bei der Wanderung. Diese Lager waren immer ein schönes Erlebnis, aber auch anstrengend. Es lag eine grosse Verantwortung auf unsern Schultern. Wir waren immer dankbar, wenn Alles gut gelaufen war, und die Eltern ihre Kinder wieder heil in Empfang nehmen durften.



In Sins in der Bez.-Schule lernte  Pascal einen Kollegen kennen. Der kam an den freien Nachmittagen oft zu uns. Zum Spielen oder Hausaufgaben machen. Was mir aufgefallen war, dass der Junge immer in den Kühlschrank schaute. Leider schied dieser Bursche später selber aus dem Leben. Hier habe ich einen Brief gefunden, den Pascal unser Sohn, damals an diesen Kollegen schrieb.



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Es gab eine eindrückliche Abschiedsfeier, welche wir mitgestaltet haben. Pascal durfte die Fürbitten lesen, welche wir zusammen vorbereitet hatten.

Daniel hat den Beruf des Bäckers gelernt. Er konnte die Ausbildung in Dietwil anfangen bei R.K. und beendete sie in Littau, weil sein Chef umzog.
Daniel war ungefähr 30 Jahre alt, als er auszog. Es waren nur ein paar Häuser weiter im selben Dorf. Er organisierte den Umzug, als wir in den Ferien waren. Pascal war, glaube ich so  24 Jahre alt, als er auszog. Er studierte nach seiner Auto-Mechaniker-Lehre, (begleitend mit der Berufsmatura) die er bei H.S. in Root absolvierte in Biel an der ETH. Wir halfen ihm beim zügeln. Bei der Heimfahrt wurde mir schlecht. Am ersten Abend hatte ich Heimweh, weil er nicht mehr da war. Später sagte mir Pascal, dass er auch Heimweh hatte. Wir hatten Beide die Tendenz es zu überspielen. Wir telefonierten am Anfang oft.   
Heute lebt Pascal in Grenchen SO. Er arbeitet im Bereich der Medizinaltechnick  für Knochenbruchbehandlung.Er ist fanatisch, (kann man schon so sagen) nach Uhren. Er ist stolzer Sammler. Er strebt an, in der Uhrenindustrie zu arbeiten.
Daniel hat viele "spezielle" Frauen kennengelernt. Aber eines Nachts kam eine SMS, die lautete "sie heisst Regula und kommt von Entlebuch" Diese SMS habe ich ganz lange nicht gelöscht. Diese Regula , meine Schwiegertochter, ist nett, lieb und einfach und doch irgendwie eine Lady. Im ganzen Auftreten und überhaupt. Ich mag sie. Also die Zwei sind verheiratet und wohnen in Rüstenschwil, Gemeinde Auw. Sie geniessen das Leben. Sie wollten bewusst keine Kinder. Sie unternehmen Viel miteinander, das hält die Ehe in Schwung.


Wer ist wohl dieser Chaosbub, der hier so schön geschrieben hat.???


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Pascal hat eine Kurzheirat hinter sich. Er hatte eine Frau, die war krank. Sie war mehrere Male in der Klinik. Er meinte immer, er könne sie heilen. Er hat alle nur erdenkliche Energie in das Projekt gesteckt, welches sie vereinbart hatten. Es hat also nach zehn Jahren Versuch nicht geklappt. Es war zwar eine schöne romantische Hochzeit im Walde, aber nach nur einem Jahr gab es ein Ende. Es bleiben bei mir noch ungeklärte Fragen. Aber Pascal kann, oder will sie nicht alle beantworten. Ich habe mich von Allem lösen können, auf Anraten von meiner Familie. Es gab viele schmerzliche Momente, vor allem auch in der Zeit vor der Heirat. Heute geniesst Pascal das Leben, im Beruf und privat, denke ich. Er kommt öfters zu Besuch nach Dietwil und erzählt mir von sich.
Weiterbildung
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11.  Weiterbildung




1984/85 besuchte ich in Sins den zweijährigen Glaubenskurs. Nach dem Abschluss wollte ich das "Gelernte und Gehörte" nicht einfach in die Schublade verstauen. Nein ich interessierte mich für eine Weiterführung. So habe ich mich zur Ausbildung der Katechetin in Baar beworben. Ich kam als Ausserkantonale zu einem Ausbildungsplatz. Ich konnte begründen, dass es mir und unserer Gemeinde Pfarrei wichtig war dass der Religionsunterricht mit den eigenen Leuten im Dorf erteilt werden sollte. Wir hatten damals einen älteren Kaplan und einen "alten" Pfarrer. Alle waren der Gemeinde und Pfarrei Baar sehr dankbar. Also starteten wir im Januar 1987 im Romero-Haus in Luzern An den Wochenenden nahm Fred die Kinder mit auf den Fussballplatz und an den Mittwochsausbildungstagen sorgte sich Grosi, welche ja im gleichen Haus wohnt, um die Buben. Diese Ausbildung machte mir sehr Freude. Sie dauerte von 1987 bis 1989. Es war anspruchsvoll. Ich durfte dann schon im Frühling 1987 ein Teilpensum unterrichten in Dietwil, in meiner Wohngemeinde. Das fand ich gut so. Man hatte schon einen kleinen Einblick in die Realität. Wir beendeten unseren zweieinhalbjährigen Kurs mit einem eindrücklichen Gottesdienst unter dem Motto Säen und Ernten. Der Bibeltext der "Sämann" stand im Mittelpunkt. Ja das Gleichnis vom Sämann kann mit der Arbeit einer Katechetin verbunden werden, Säen/-unterrichten und nicht wissen wo die Saat hinfällt und ob sie je aufgehen wird. Vom Dekanat Zug erhielt ich am 23.Juni 1989 mein  Fähigkeitszeugnis zum Religionsunterricht an der Primarschule zu erteilen.


() Zeitungsausschnitt



KIRCHLICHE ARBEIT

Hier noch meine anderen kirchlichen Daten: 1983-2003 Sunntigsfiire,
1984-85 Glaubenskurs in Sins, 1985-200 Liturgiegruppe, 1985-87 Ausbildung in Baar,
1987-2012 Katechetin, Familiengottesdienste, 1988-2004 Firmvorbereitung, 1994-2004 Sterbegebet, 2009,10,11,12 Sterbegebet, wenn nötig oder auf Anfrage. 12Mal Friedenslicht geholt in Zürich, 1994-2020 (vorgesehen) Karfreitagsmeditation  10 Uhr.


Als Katechetin besuchte ich viele Kurse und Weiterbildungen, meistens fanden sie in Aarau statt. Jedes Jahr gab es eine Jahrestagung der Katecheten/innen. Einmal durften wir sogar aufs Schiff auf dem Thunersee. Das Motto lautete, "sei Wasser und Land, sei Kompass und Wind" Das war ein sehr schönes Ereignis. In der Kirche in Spiez feierten wir einen eindrücklichen Gottesdienst. Ich habe auch noch einen 5tägigen Kurs in Quarten gemacht, mit Schwester Esther Kaufmann. Das hiess RPP. Religionspädagogische Praxis.
Also Unterricht mit Legematerial. Meistens geht man von aussen nach innen in die Mitte.
Vom Alltag, zu Jesus. Da haben auch die "Schlingelbuben" gern mitgemacht. Hier ein Beispiel dazu. 


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Menschen die mir am Herzen liegen
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12.  Menschen die mir am Herzen liegen

 


Mit meiner Kollegin L. H. besuchte ich 1990 in Schwarzenberg einen dreitägigen Kurs für Sunntigsfiire. Da haben wir Zwei, fast die ganze Nacht nicht geschlafen, nur geredet und geredet über Gott und die Welt. L. hat auch viel Ungemach durchgemacht. Sie ist heute sehr gläubig. Sie hat eine schwere Krankheit durchgestanden. Ich denke, der Glaube hat ihr geholfen. Sie hat mir einmal gesagt, sie sei nur durch die Krankheit, so demütig und dankbar geworden. Ich habe oft gebetet, und gefragt, wieviel Gott ihr noch zumuten wolle. Ich habe mit ihr gelitten und doch konnte ich nicht viel für sie tun, und ihr Nichts abnehmen. Das Auf und Ab, Sieg oder Schmerzen, traurig und froh, froh und traurig und geschwächt, alles musste sie selber tragen. Ich schätze sie sehr. Es gibt noch ein Menschen auf dieser Erde, den ich mag. Es ist B.E. Leider ist sie nicht mehr mit ihrem Mann zusammen. Ich schätze, achte und liebe sie. Es ist alles still und leise und einfach um sie, und doch so gross und gut. DANKE. Leider ist im Moment der Kontakt abgebrochen. Jetzt beim Schreiben habe ich auch noch viele Tagebucheintragungen gelesen über M.Sch. Ihr Sohn B. ist schon mit 12 Jahren gestorben, auf dem Fussballplatz. Auch sonst hatte sie mir viele Sorgen anvertraut mit Briefen oder in Gesprächen. Heute leidet ihr Mann an einer Krankheit. So muss sie wieder stark sein. Oft frage ich mich, wieviel gewisse Menschen tragen müssen? Wie oft es bei ihnen Karfreitag wird? Ich spüre auch immer wieder, dass das gläubige Menschen sind, die viel beten. Ich denke sonst könnte man so Vieles nicht überstehen. Im Juni 2013 lernte ich M. und  J. R kennen. Sie zügelten in meine Nachbarschaft. Da  war auch noch A.G, der Freund von J. Maria R. ist die Mutter von Jeanette. Kaum waren sie etwas eingelebt, wurde J. krank. Ich besuchte sie so oft es ging im Nachbarhaus. Da war meistens auch ihre Mutter Maria, die ich heute noch sehr schätze. Wir haben viel miteinander gelacht, aber in der ganzen Zeit der schweren Krankheit von J. gab es auch sehr traurige Momente. Sie konnte aber besser damit umgehen, als ich. Weil sie das Ganze schon einmal durchgemacht hatte kurz vorher, mit ihrem Mann. Zuletzt kam J. nach Affoltern in die  Paliativklinik. Ich habe sie dort noch besucht. Aber leider habe ich nicht viel geredet. Ich habe nur ihre Hand gehalten. Das war an einem Freitag. Ich wollte am Montag wiederkommen. Am Samstag, den 8.März ist J. verstorben.
Fred und ich gingen an die Beerdigung nach Zug. Es war ein spezieller Abschied. Da waren so viele Menschen, die etwas ausstrahlten, das für mich mit Liebe, Kunst und Gehobenheit zu tun hat. Später durfte ich in unserer Wohngemeinde eine Abschiedsfeier vorbereiten, und halten, mit dem Lebenspartner A. zusammen. Jeanette war beliebt und geschätzt in Dietwil, denn sie hat viel für den Frauenverein getan. Sie war auch gelernte Märchenerzählerin. Sie hatte in ihrer neuen Wohnung ein schönes Zimmer eingerichtet. Dort wollte sie Kinder und Erwachsene einladen zum zuhören, wenn sie Märchen erzählen würde. Leider, kam es nicht mehr zustande. Schade. Aber sie hat nun ihre Ruhe gefunden und muss nicht mehr leiden. Jetzt haben wir wieder eine nette Nachbarsfamilie bekommen.
Ich kenne eine nette Kollegin, die heisst M.R und wohnt in Ebikon. Sie ist in der Kirche tätig. Sie ist Lektorin , bringt den Menschen, die nicht mehr so mobil sind die Kommunion  Ich weiss nicht was sie sonst noch Alles im Verborgenen tut. Ich bewundere sie, sie ist so lieb und nett, und sehr gläubig.
Es gibt noch eine Frau, die ich sehr bewundere. Es ist meine Verwandte H.Z in M. Sie hat schon so viele Sachen erlebt und ist fast immer gut drauf. Sie sieht die Welt einfach positiv und nimmt ihr "Los" an. Sie sagt: "Man könne Nichts mehr ändern, an dem was passiert sei" Ihre Mutter starb mit 49 Jahren. Sie selber war erst 17 Jahre alt. Ihre jüngere Schwester verstarb eines Morgens gesund am Küchentisch. Sie war um die 50. Dann starb ihr Mann W. Das war der Bruder von Fred, mit 62 Jahren an Krebs. Für uns war es eine "schöne" Erfahrung. Wir durften in Aarau Abschied nehmen. Es war tröstlich, ihn so
friedlich daliegen zu sehen.Später schied ihr Bruder O.selber aus dem Leben. Und zuletzt verstarb noch ihre ältere Schwester auch an Krebs mit ca 66 Jahren. Ich bewundere H. sehr. Liebe H, ich danke dir für deine positive Lebenseinstellung. Du hast ja so recht, was geschehen ist, ist geschehen und hat auch seinen Sinn. Da ist noch Boris, der Neupriester. Er wohnte in seiner Jugendzeit in Dietwil. Nun hat er sich nach langer "Bedenkzeit", wenn ich das so sagen darf doch noch zum Priester weihen lassen. Es gab  hier in Dietwil im August 2018 eine Nachprimiz. Es war schön sich mit ihm zu unterhalten. Auch seine Predigt war nicht Ohne. So kommt wieder frischer Wind in die Kirche. Boris ist jetzt in Oberwil Kanton Zug als Vikar tätig. Er hat ganz viele weltliche Stationen durchlaufen. Vom Gemeindeleiter, zum Wirt, Bestatter und so weiter zum geweihten Pfarrer. So hat er grosse Ahnung von  verschiedenen Berufen. Er ist ein netter, geselliger "Mensch" DANKE dass es dich gibt Boris, und wir sind stolz, dass du zu Dietwil Wurzeln hast.     
zweite Schulzeit
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13.  zweite Schulzeit

 



Ich durfte als Katechetin ganz viele Kinder zur 1.Hl.Kommunion begleiten. In der Hoffnung, dass sie, sich durch diese kleine Scheibe Brot, vom Brot des Lebens verwandeln und stärken  lassen würden. Zum Gutsein, zur Liebe, zur Dankbarkeit, zur Demut, zum Frieden stiften, zum Teilen, zum Verzeihen und so weiter. Ich fand es sehr schön mit den Kindern und mit den jeweiligen Lehrern in der Schule Dietwil zu arbeiten. Es machte mir sehr viel Freude. Die Fühler, die Antennen der Kinder sind fein, zart und empfindlich, wie bei einem Schmetterling. Kinder sind so ehrlich und reden frisch von der Leber weg. Während meiner Arbeit, in den mehr als 25 Jahren habe ich in manche Wohnung "gesehen" Ich durfte auch ausserhalb dem Unterricht in der Schule mitwirken. Es gab da einmal ein Lehrer, der hiess R.B. Der machte Vieles anders, als wir es gewohnt waren. Er veranstaltete zum Beispiel Projektwochen. Unter Anderen auch die, zum Thema Schmetterling.
Das war ein sehr schönes, intensives, gemeinsames Unternehmen. Wir gingen dazu in den Wald, wo ich auch einen Posten einrichten durfte zum Thema. So entstand auch mein Titel zu diesem Lebenslauf, den ich eben schreibe. Tarralikitak, heisst Schmetterling in der Sprache der Inuit.   
Es gab da auch ein Zirkuswochenprojekt. Das war sehr intensiv und anstrengend, vor allem für die Kinder. Sie mussten viel proben, bis Alles sass. Ich wage aber zu behaupten, dass es ihnen viel Spass gemacht hatte. Am Ende der Woche gab es eine grosse Aufführung im Zirkuszelt, für das ganze Dorf.

Leider wurde dieses Projekt durch ein sehr tragisches Ereignis überschattet. Ein vierjähriges Mädchen Nadja ST. starb an Meningokokken-Infektion. Das ist eine schlimme Form von Hirnhautentzündung. Im Dorf löste das Ereignis grosse Verunsicherung, Betroffenheit und Angst aus. Die Schwester von N. besuchte zu der Zeit 2001 den Kindergarten. Die Schulpflege lud ganz kurzfristig zu einer Information ein, wo auch ein Arzt sprach und Fragen beantwortete. Diese Stimmung war kaum auszuhalten, dort in dem Raum, mit so vielen Interessierten. Angst und Sorgen mischten mit. Wir wurden aufgeklärt,dass keine Gefahr zur Ansteckung drohte.
Ich durfte dann noch zur Familie ST. nach Hause gehen, als Vertretung der Schule. Das war für mich, trotz des Umstandes, ein wunderbares Erlebnis. Die Kleine war so schön eingebettet, sie hatte ein schönes Kleidli an und Schuhe. Sie strahlte viel Ruhe und Frieden aus. Ich bin froh und dankbar für dieses Erlebnis. Später gab es in der Kirche eine wunderschöne, eindrückliche Abschiedsfeier, unter dem Thema Blume, welche aufgeblüht sei und eben viel zu früh Frost erlitten hatte. Wer wollte durfte eine Blume zum Sarg legen. Es war ein Blumenmeer geworden.
Heute am 28. April 2018 habe ich die Mutter von Nadia, F.ST. getroffen. Sie war auf dem Grab von N. Ich habe sie gefragt, ob ich etwas schreiben darf. Sie war sehr nett, und hat ja gesagt. Danke Franki.





Zur Schule gab es eine Schulzeitung, die hiess LESSI. Der Titel entstand aus Lehrer, Eltern, Schüler......  Einmal durfte ich mich den Lessi Fragen stellen   



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In der Schule gab es zwei Mädchen, die in meiner Nachbarschaft wohnten. S und I waren mir sehr zu getan. Ich hatte einen sehr guten Draht zu ihnen. Vor allem S hatte es mir angetan. Sie kamen oft zu mir nach Hause. Sie hatten ein grosses Problem. Ihre Eltern wollten sich scheiden. Das hatte sie sehr mitgenommen. Wir  redeten viel darüber. Im Religionsunterricht nahmen wir gerade den guten Hirten durch. Jesus ist wie ein guter Hirte. Er schaut zu uns. Aber S. hatte damals gesagt, Jesus sei auch nicht immer ein guter Hirte. Ja S. da musste ich dir recht geben, wie du das im Moment  anschaust. Aber Jesus ist kein Zauberer. Er denkt an uns, er hat uns gern. Aber die Entscheidungen liegen bei den Menschen. Wir haben uns auch versprochen, immer für einander dazu sein, auch wenn sie zügeln mussten. Vom neuen Wohnort aus, haben sie mich, oder ich sie, oft angerufen. Leider wurde das nicht gern gesehen und es wurde dann mit der Zeit nicht mehr toleriert. Ich habe etliche Tagebucheintragungen zu den zwei Kindern gemacht. Die waren ja damals erst 7 und 9 Jahre alt. S hat mir ein paar schöne Briefli geschrieben. Ich habe die Beiden gern gehabt, wie zwei eigene Kinder. Ich glaube sie haben es genossen. Ihr Vater wohnte ja weiterhin in Dietwil. Leider ist er daheim durch einen Unfall gestorben. Die Wohnung haben diese  zwei Schwestern geerbt. Leider steht sie heute oft leer. Ich sehe von meinem Fenster aus,direkt zur Wohnung. Der Kontakt bröckelte so langsam ab, so dass er heute gar  nicht mehr besteht. Schade. Ich verstehe es gut, denn das sind zwei junge, selbstständige Frauen geworden, die mich jetzt nicht mehr brauchen. Ich finde es aber schön, dass ich sie eine kleine Wegstrecke in ihrem Leben begleiten durfte. Ich hatte noch mehrere andere Begegnungen mit speziellen Schülern. Die Kinder hatten Vertrauen zu mir und erzählten mir "Vieles"  Aber wenn es die Eltern merkten, gab es oft Telefonanrufe.
Im Jahre 2003 gab es in der Schule immer wieder Knatsch. Es gab da ja noch immer den Lehrer R.B, der wollte etwas verändern, erneuern an der Schule Dietwil. Viele legten ihm Steine in den Weg. Der Gemeinderat und sogar mehrere vom  Schulteam. Es hätte halt etwas Mehrarbeit anfallen können, bei gewissen Projekten, und etwas mehr Budget verlangen. Mein Mann war damals auch im Gemeinderat. Sein Amtsantritt war der 3.Januar 2002. Da gab es oftmals grosse Spannungen zwischen uns. Er durfte Nichts sagen und ich habe ihm viel zugetragen, von unseren Sorgen. Es wurde dann Vieles wieder falsch ausgelegt. Ich wurde richtig gehend krank. Ich ertrug keine Lärm mehr, konnte nicht mehr schlafen. Ich bekam vom Arzt Medikamente für die Psyche. Allmählich legte sich die ganze Sache. Es gab danach auch Lehrerwechsel. Fred amtete bis 2009 im Gemeinderat. Er hatte viele Sachen gesehen und erlebt, was sich so innerhalb den Behörden, den Ämtern und den Mitbürgern abspielt.
Der Sonntag, 24.Juni 2012war ein Festtag. Verabschiedung von Lydia als 25 Jahre lang Katechetin. Die Kinder hatten mich überrascht mit Blumen. DANKE. Ich erhielt  eine Ehrenurkunde unterzeichnet von  Bischof Gmür. Die Kirchenpflege und  Andres, der Gemeindeleiter zeigten und sagten mir, dass sie meine Arbeit geschätzt haben. Es gab mir zu Ehren noch einen Apèro für die ganze Gemeinde. Nachher gingen wir nach Abtwil zu Mittag essen mit Daniel, Regula, Grosi und Fred. Es war schön.  
Zu diesem Anlass schrieb Markus Fischer im Namen der Kirchenpflege und der Gemeindeleiter Andreas Lienhard, folgenden Text. 

Liebe Lydia, 
nach 25 -jährigem Wirken als Katechetin trittst Du zurück. Viele Kinder hast du in dieser Zeit mit Hingabe, Einfühlsamkeit und Kompetenz, festlich zur 1.Hl. Kommunion und Firmung geführt. Nicht nur für deinen Einsatz als Katechetin, sondern auch für dein Mitwirken bei der Sonntigsfiir, Liturgie und Sterbegebet danken wir dir.
Wir wünschen Dir alles Gute, viel Freude und gute Gesundheit auf deinem weiteren Weg. 
unterzeichnet
Markus Fischer  Andres Lienhard 




DANK
von Lehrern


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schwarzer Donnerstag
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14.  schwarzer Donnerstag



Es ist der 18.Mai 1989. Ich erhalte einen anonymen Telefonanruf. Alice heisst die Angebetete, sie war eine Arbeitskollegin von Fred. Im Moment war Alles nur Dunkel um mich herum. Ich dachte ich käme nicht mehr aus diesem Dunkel heraus. Ich bin sehr verletzt und masslos enttäuscht. Warum, warum? Mein Mann Fred, konnte mir diese Frage auch nicht entschlüsseln. Ich musste mit einem Kind zum Arzt und habe die Zwei schon vorher selber gesehen, in einem Auto in unsere Gegenrichtung fahren. Natürlich gab es tausend Ausflüchte. 
Hier ein Zitat, aber ich weiss nicht von wem es ist.

LEBEN ist lachen und weinen, wehtun und verzeihen.

Die Schauspielerin 
Jeanne Moreau sagte einmal"Liebe ist wie Grapefruit. Mit der Zeit lernt man, ihren bitteren Beigeschmack zu schätzen"

Verlieben kann sich jeder Mensch mehr oder weniger intensiv. Das ist auch mir passiert.
Und zwar sehr intensiv. Aber die Frage ist doch, was macht man daraus. Soll man Alles aufs Spiel setzten, und am Schluss Alles verlieren?  Denn Liebe ist ein Spiel, ein sehr gefährliches sogar. Männer suchen doch nur das Abenteuer, den gewissen Kick, kommen aber dennoch wieder gerne zurück in das behagliche Nest, um verwöhnt zu werden. Wohl- bemerkt, in das "Nest" das die Frau und Mutter ihnen bereitet hat. Wir Ehefrauen brauchten auch vermehrt, etwas mehr Romantik und Aufmerksamkeit....Männer sind halt etwas anders gesteuert. Es gab noch mehrere Episoden, die seien hier jetzt nicht mehr erwähnt. Sie sind nur dem Tagebuch anvertraut. Das ganze Leben muss man immer wieder kämpfen, um die Liebe, um den Glauben, um das Gewicht......Hoffnung ist die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal ob es erfolgreich ist oder nicht. 

Ich hatte in dieser Zeit folgendes Gebet ins Internet gestellt, unter www.Autobahnkirche de.kath.ch.


Guter Gott
und Vater,
Begleite Alle, deren Flamme der Liebe am erlöschen ist. Sei du bei ihnen, denn du bist treu, auf dich ist Verlass. Ich danke dir.


Römerbrief 8,26 -30 "Wir wissen, dass Gott, bei denen, die ihn lieben, Alles zum Guten führt. 
Ich vergleiche die Liebe mit einer Rose. Sie ist wunderschön, prächtig, verschiedenfarbig, duftet wunderbar, sie ist zart und fein. Aber sie hat auch Dornen. Ist frostempfindlich, die Blätter, die Blüten können schnell welken, man kann die Blüten auch abzupfen, bis nur noch der Stiel bleibt.

Und trotzdem wollen wir unsern Weg, gemeinsam weitergehen. Es gibt Tage auf denen liegt der Glanz des Glücks. Aber es gibt auch Zeiten im Schatten. Wir gehen doch immer zusammen weiter. Mit Liebe und Zuversicht. Wir gehen unsern Weg in guten und in schlechten Zeiten. Ich liebe auch die Sendung im RTL "in guten und schlechten Zeiten" In diese Spalte passt gut, folgende Tagebucheintragung vom 4.Juni  1995. Bischof Hansjörg Vogel gibt seinen Rücktritt bekannt. Der Schütze AMOR macht auch vor heiligen Gemächern nicht Halt. Schade, ich habe so viel Hoffnung in ihn gesteckt.
Auch Diesen Spruch habe ich gelesen. Ich weiss aber die Quelle nicht.

"
Im Leben wirst du oft zusammengefaltet, du kannst dich wieder entfalten, aber zerknittert bleibst du"



Liebes Leben von Bruno Dörig 


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Urlaube
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15.  Urlaube
KURZ- und LANGURLAUB

Fred und ich machen einen Kurzurlaub nach Wien über die Weihnachtstage 1989.
Wir hatten es sehr schön. Wir konnten Verrostetes wieder etwas ölen. Heute noch einmal ein DANKE, an unsere Söhne Daniel und Pascal, für das wunderbare Geschenk. Es war schön und hat uns gut getan. Wien ist eine interessante Stadt, mit der Stefans-Kirche, den wunderbaren Parkanlagen, der Ringbahn, welche Fred und ich gerne benutz haben. Da gibt es auch mehrere Schlösser und andere grosse Gebäude. Einmal haben wir in luftiger Höhe zu Nacht gegessen. Da gab es einen Lift, mit dem wir direkt ins Restaurant kamen, welches sich drehte. So konnten wir die Stimmung rundum unter uns geniessen.





Text zum runden Geburtstag von mir verfasst und auch als Dankesschön versandt.

RUNDER GEBURTSTAG

Du wirst wach und die Sonne lacht
Liebe Post, dich glücklich macht
Jeder nett und freundlich grüsst
Lieber Besuch dir den Tag versüsst.
Ein Blick, ein Händedruck spüren
Lässt deine Seele berühren
Ein wunderbarer Blumengarten 
Mit Sorten von allen Arten
Geschenke ausgesucht liebevoll
dabei ein Buch mit Bildern voll
Bettmümpfeli und viele Bon
Später noch mehr davon.
Schon wieder SLüüti geht
und ein lieber Mensch da steht.
Gruss und Gratulation
Sogar per Telefon
Balsamierte Worte, treffende Sprüche
Farbiges Licht und noch etwas für die Küche 
Irgendwo jemand an dich denkt
So dir einen Augenblick schenkt.
Miteinander plaudern, essen
Dabei die Zeit vergessen.
Zum Wohl und Prost nochmal
Und gute Wünsche allemal.
Müde , aber mit Freude und Dank erfüllt
Du dich spät in die Decke hüllst.
Eine Zahl durch den Kopf schwirrt
Hat sich die gute, runde wohl verirrt?
Danke für jede grosse und kleine Geste zu meinem Geburtstagsfeste. 

Zum 60. Geburtstag bekam ich ein sehr schönes Geschenk von meinen Geschwistern und Verwandten. Wir durften nach Rom. Das war ja schon lange ein Wunsch von mir. Hinten herum war alles organisiert worden, so dass wir schnell fliegen mussten. Rom ist wirklich sehenswert. All die verschiedenen Kirchen und die anderen Gemächer dort, strahlen eine Ruhe aus. Der Petersplatz, und alles rundum ist eindrücklich. Vor allem auch die verschiedenen Statuen und so weiter sind imposant. Wir besuchten die Läden mit den Souveniers.  Aber es ist alles so teuer, und viel Kitsch  dabei. Wir wohnten etwas ausserhalb der Stadt. Da war es ruhig. Ansonsten kamen die Touristen in Strömen. Wir mussten aber einen ratternden, meist überfüllten  Bus benützen, wen wir in die  Stadt wollten. In einem solchen Bus, wurde Fred das Natel geklaut. Er liess es sofort sperren. Aber es ist blöd, denn man hat dann kaum noch ein Kommunikationsmittel. Es ist eben bequem mit den gespeicherten Nummern. Und dann passierte es noch, dass wir nicht am vereinbarten Termin nach Hause fliegen konnten. Das Flugzeug durfte nicht fliegen, wegen der Aschenwolke das Vulkans. Ich weiss den Namen im Moment nicht mehr. Zum Glück durften wir noch im gleichen Hotel bleiben für die Verlängerung von drei Tagen. Wir arrangierten uns mit unserer Reisegesellschaft Kuoni, die sehr kulant war und uns fast Alles vergüteten.
Früher, als die Kinder noch kleiner waren gingen wir immer im Winter in die Skiferien mit Verwandten auf der Seite von Fred. Später verbrachten wir Zwei allein die Ferien, im Wallis, im Berner Oberland, in Schonach.,Österreich, im Toggenbuurg. Wir waren immer 3,4 ja sogar 5 Jahre, am gleichen Ort.
Jetzt machen wir in Berwang im Tirol Modellflugferien. Das war ein grosser Wunsch von Fred, der sich nun erfüllt hat. Am Morgen ist Fliegen angesagt, am Nachmittag unternehmen wir zusammen etwas.
Versöhnung und Erbe
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16.  Versöhnung und Erbe


Wir hatten zum Vater und zur Stiefmutter M. lange, sozusagen fast keinen Kontakt mehr. Eines Tages ruft er Alle an, dass wir ihn besuchen kommen sollten. Er gab uns einige Informationen bezüglich, Haus und Erbe, wenn er sterben sollte. Das war ein paar Tage bevor er starb. Wenn auch keine Worte flossen, galt das für mich als Versöhnung. Seiner Aufforderung folgten Alle, wenn schon einige Groll hatten. Wir brachten damals einen Kuchen mit, aber der wurde vergessen anzuschneiden. So starb unser Vater "versöhnt" mit seinen Kindern, am Aschermittwoch am 18.Februar 2001. Mein jüngster Bruder Thomas, hat mir gesagt, dass er am gleichen Tag bei  ihnen zum Mittagessen eingeladen gewesen war. Vater wurde in Ettiswil beerdigt. Da gab es wieder ziemlich "Leidgeld" Wer das an sich genommen hat, weiss ich nicht. Wir kümmerten uns erstmals um M. Aber es stellte sich heraus, dass man sie nicht mehr alleine lassen konnte. So kam sie dann wegen einer Krankheit ins Spital Wolhusen, Dort erhielten wir die Diagnose schwere Demenz. ( Das erklärte auch den vergessenen Kuchen) M. hatte ja auch eigene Kinder, die übernahmen später die Pflege und brachten sie in ein Heim. Unser ältester Bruder der Toni, hatte die Aufgabe das Haus zu verkaufen. Es gab dann ein Erbenverzeichnis mit allen Auslagen und Abzügen. Mathilde wurde auch ein grosser Teil zugeschrieben laut Testament..So erhielten wir 11 Kinder auch noch ein wenig Geld von Vaters Erbe.

Text von Ueli Stadelmann


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Unfall
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17.  Unfall

Der Elternabend am 25.Januar 2005 mit den Erstkommunion Eltern war gar nicht gut gelaufen. Wir wollten umstellen und zwar so, dass die Kinder der dritten Klasse erstmals am hohen Donnerstag, die 1.Hl.Kommunion empfangen durften. Das gab grossen Wiederstand von der Seite der Eltern. Ihr Argument, weisser Sonntag sei weisser Sonntag, wie es immer war. Wir, die Pfarreileitung, also der Pfarrer und ich gingen von dem Gedanken aus, und es wurde uns auch so von "Oben" gesagt, dass wir wie Jesus damals, miteinander feiern und essen sollten. Heute hat sich das wieder geändert, die Kinder kommen am weissen Sonntag, oder ein zwei Wochen nachher zur 1.Hl. Kommunion. In dieser Nacht hatte ich also nicht gut geschlafen. Am Morgen sollte der Unterricht für Erstkommunionkinder weiter gehen. Ich wollte ihnen vom Elternabend erzählen, denn die Kinder hatten ja etwas gebastelt für die Eltern. So ging ich in Gedanken versunken aus dem Haus. Es hatte frisch geschneit in der Nacht. Ich tappe etwas vorsichtig auf das Trottoir bei uns vor dem Haus. Da sah ich den Hund von Frau Kneubühler, der gerade über die Strasse lief. Frau Kneubühler, meine ehemalige Nachbarin ist unlängst verstorben und der Hund wurde eingeschläfert. Er hatte noch zwei Tage bei seinem Frauchen, das schon  tot war gewacht. Ich habe sehr Respekt vor Hunden. Und platsch lag ich auf dem Boden. Es war unter dem Schnee etwas eisig und deshalb rutschte ich aus. Ich konnte mich nicht mehr bewegen und auch nicht aufstehen. Mein linkes Bein gehorchte mir nicht mehr. Es war wie abgetrennt vom Knie weg, nach unten. Ich hatte sehr grosse Schmerzen. Da kam zum Glück meine Schwiegermutter, die im gleichen Haus wohnt aus der Waschküche, und kümmerte sich ein wenig um mich. Frau Kneubühler holte dann ihren Jeep aus der Garage  Sie wollte mich in ihre Jeep verfrachten, was sich als sehr schwierig herausstellte. Zum Glück hielt ein Auto an und der junge Mann, der im Auto war, den ich kenne, er heisst R.Z. hat alles Nötige veranlasst. Er bestellte den Krankenwagen und gab Auskunft. Ich gab noch die Anweisung, dass jemand der Schule Bescheid sagen solle. Von da weg, kann ich mich nicht mehr erinnern. Ich hörte noch den Krankenwagen mit Sirene heranfahren. Heute höre ich schon von weit her, wenn einer durch die Strasse fährt. Dieser Ton ging mir durch Mark und Bein. Zum Glück kam professionelle Hilfe, so wusste ich dass ich nun in guten Händen war. Ich hatte sehr grosse Schmerzen. Sie brachten mich nach Muri ins Spital. Ich weiss nur noch, dass schon bald Fred, mein Mann, an meiner Seite war. Das hat gut getan, jemanden Vertrauter hier zuhaben. Ich musste noch lange warten, bis ich endlich operiert werden konnte, weil der Spezialarzt Dr.Steinrödler noch nicht da war. Was ich sehr angenehm empfand, waren die warmen Tücher, in die ich eingewickelt wurde, als wir auf dem Gang warten mussten. Es stellte sich heraus, dass das eine komplizierte OP werden könnte. Sie betäubten mich nur ins Rückenmark. Ich habe aber unruhige Beine, sogenanntes Restlegsless. Die OP dauerte länger, als eingeplant. So fingen meine Beine an, sich zu bewegen. Ich habe das ja selber auch bemerkt. So da lag ich zusammengeflickt auf dem Schragen, und das weitere Leben spielte sich im Spital Muri ab. Ich hatte sehr starke Schmerzen, so dass ich Morphium bekam. Ich konnte nicht selber ins Bett, oder aus dem Bett hinaus, vergessen zur Toilette gehen. Ich musste alles wieder langsam lernen. Mit den Stöcken gehen, Treppen steigen mit Stöcke....... Ich hatte schon Besuch, aber ich wollte wieder gerne nach Hause. Nach zwei Wochen wollten sie mich in die REHA nach Zurzach schicken. Es war aber kein Platz frei. So musste ich nochmals eine Woche im Spital bleiben. Zum Glück, war das so, denn ich konnte ja noch nichts selber machen. Ich musste geradewegs von Muri in die REHA. Dort bekam ich ein Privatzimmer, welches der damalige Kirchenpräsident M.F. für mich veranlasste. Ich war sehr froh, denn ich hatte immer noch sehr grosse Schmerzen. Ich musste mich einschränken, konnte nicht schlafen. Ich hatte viele Stunden Therapie. Die Therapie war sehr mühsam und anstrengend. Der Zeitplan war sehr straff. Man musste sich sehr beeilen, wenn man ihn genau einhalten wollte. Mit Stöcken von einem Ort zum Andern humpeln war für mich stressig. Einmal liess eine Therapeutin einfach mein Bein fallen. Ich schrie auf, weil das so weh tat. Ich konnte ja mein Bein noch nicht aus eigener Kraft heben. Ergotherapie fand ich schön, weil ich einen Schal färben durfte. Bei dieser Arbeit hat man sein Leiden etwas vergessen. Da sassen mehrere Patienten beisammen und plauderten miteinander. Aber am Schluss musste man alles bezahlen, was man angefertigt hatte. Ich hatte immer noch eine grosse Wunde am Knie und durfte somit erst ganz gegen Schluss ins Wasser gehen. Leider war das nur noch 2Mal der Fall. Das hätte mir aber gut getan. Im Wasser bist du frei. Spürst auch die Schmerzen weniger. So es kam der Tag, da ich von der REHA weggehen musste, weil die Zeit für die Krankenkassenbewilligung abgelaufen war. Aber ich war noch lange nicht fit genug. Nach Hause durfte ich nicht. Ich musste direkt wieder nach Muri ins Spital gehen. Ich musste nochmals operieren, weil irgendwie alles fälschlicherweise wieder  angewachsen war, aber diesmal unter Vollnarkose. Und nochmals eine Woche Aufenthalt im Spital. So war ich also 7 Wochen von zu Hause weg. Der Krankenwagen musste  vorfahren, du wirst eingeladen und kommst erst  nach 7 Wochen zurück. ( Andere müssen sehr viel länger bleiben, aber mir reichte diese Zeit schon) Zu hause konnte ich noch "Nichts" selber machen. Weder mein Bein heben, noch selber ins Bett steigen, noch in die Badewanne gehen und tausend andere Sachen gehen nicht mehr, die vor dem Unfall ganz selbstverständlich waren. Es begann eine richtige Tortur mit Therapien unter Schmerzen, ein ganzes Jahr lang. Man wird auch erfinderisch, wie man den Alltag langsam wieder meistern kann. ZB. im Sitzen, staubsaugen und so Sachen.  Nach einem Jahr sagten sie mir, ich sei nicht weiter therapierbar. Also ich kam nie mehr ganz richtig zum laufen, ohne zu hinken. Ich kann nicht mehr knien und habe Mühe mit Treppensteigen. Aber ich muss damit leben. Während dieser Zeit liess Fred das Badezimmer und die Küche umbauen. Für das bin ich dankbar. Vor dem Unfall habe ich fast jeden Tag Tagebuch geschrieben. Nach dem Unfall liess ich das für mehrere Monate bleiben. Ich hatte am Anfang auch wenig Erinnerungen. Diese kamen erst allmählich wieder zurück. Dieser Unfall ist etwas vom Schlimmeren, das ich erlebt habe, weil ich so grosse Schmerzen hatte. Heute habe ich Horror vor einer Operation. Ich hoffe, ich brauche so was nicht mehr. Ein Erlebnis hatte ich noch im Spital, das mich berührte. Ich habe zweimal erlebt, dass ein junges Mädel eingeliefert wurde, mit einer Alkoholüberdosis. Die kamen in mein Zimmer. Es war gerade Fastnachtszeit. Für die Mädchen war das am andern Morgen irgendwie peinlich. Sie mussten telefonieren, dass sie jemand abholen komme.
Ich hatte sonst auch noch einen Unfall. Ich wollte zum Augenarzt nach Baar. Ich lief  zum Bus und stolpere auf dem Gehsteig. Mich haute es auf den Boden. Ein Autofahrer mit einem weissen Auto hob mich auf und verfrachtet mich in sein Auto, bis zur Bushaltestelle.
Ich weiss es nicht mehr, aber ich hatte doch einen kleinen Schock. Ich hatte auf einmal grosse Schmerzen. Am Bahnhof angekommen fuhr ausnahmsweise der Zug nicht. Ich rief meinen Sohn Daniel an, der holte mich ab und brachte mich zum Arzt nach Baar. Beim Augenarzt machten sie mir einen Eisverband. Unterdessen machte Daniel bei meinem Hausarzt einen Termin. Alsdann kam die Diagnose,Arm gebrochen. Er musste eingegipst werden. Einmal lag ich auch wieder auf der Strasse, aber ausser blaue flecken und geschwollene Knie und Beine, ging es gut aus. Als Kind mussten mir die Mandeln entfernt werden. Ein anderes Mal hatte ich eine Schnittwunde nähen müssen am Vorderarm, weil ich mich an einer Flaschenscherbe geschnitten hatte.

Freizeit
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18.  Freizeit
Als Kind benutzte ich jede freie Minute um zu lesen. Wir hatten wenig Freizeit, weil wir immer in Haus und Hof oder Garten arbeiten mussten. 
Seit der Pensionierung haben wir nun viel Freizeit. Man kann seine Zeit einteilen, so wie man möchte. Fred frönt seinem Hobby, dem Modellfliegen. Ich lese viel. Lesen ist sehr wichtig für mich. Ich besitze viele Fach und Sachbücher, auch Romane und mehr. Ab und zu verschenke ich wieder Einige.  Mich interessiert auch Alles, was so mit dem Tod zu tun hat. Ich lese auch vieles über Schicksale. Oder ich bastle Armbändeli, und stricke für Rumänien. Es gibt da eine Kollegin, die macht jeweils 200 Weihnachts-Päckli. So stricke ich bis zu fast 100 Schals und Kappen und noch Pulswärmer im Jahr. Das mache ich seit 10 Jahren. Oder eben im Moment ist  Schreiben zu meinem Hobby geworden. 
Grosi und ich lösen auch viel Rätsel, oder wir jassen miteinander, oder gehen ins Montagkaffee, das bei uns im Dorf jeden Montag angeboten wird. Dann unternehmen Fred und ich etwa eine kleine Reise oder auch nur einen Tagesausflug. Finanziell geht es uns recht. Fred hat ja noch seinen Freizeitjob, als Aushilfe im Migro Center, als Hauswart. Fred ist noch im Kegelclub und in der MG Dietwil.
Ich hatte einmal, als ich in Neuenkirch in der Lehre war, eine Gitarre. Aber ich bin und war nicht so musikalisch. Ich habe ein paar Stunden genommen. Habe dann später die Gitarre verkauft und mir aus dem Erlös, ein rosarotes getupftes Kleid mit weissem Kragen gekauft. Das habe ich dann beim ersten Rendevous mit Fred getragen. Ich trage heute auch wieder vermehrt weisse Kragen. Wir leben gut, sogar fast luxuriös. Uns fehlt es an Nichts. Luxus ist, dass man jeden Tag aufstehen kann, sich am leben freuen darf und man gesund ist. Es gibt so viele Schicksale in der Umgebung, und  auf der Welt. So bin ich dankbar für das was ist und wie es ist. Oft ist auch viel los. Mir wird es manchmal fast zu Viel.  
Der Computer bedeutet mir sehr viel. Ich brauche ihn täglich. Zum Schreiben, recherchieren, zum Spielen und so weiter.




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Jugend heute
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19.  Jugend heute
Ich mag die jungen Menschen im Allgemeinen. Sie sind respektvoll. Es gibt immer wieder Ausnahmen, dass sich Einige daneben benehmen. Ich denke, die heutigen jungen Menschen meistern ihr Leben schon, wie es jede Generation tut. Sie sind mit mehr Elektronik, Technik, Fortschritt und vielen anderen Neuheiten aufgewachsen, als wir. Ich glaube sie sind nicht grösseren "Gefahren" ausgesetzt, als wir sie meistern mussten. Sie wachsen ja mit den Medien und der ganzen Vielfalt an "verlockenden"Angeboten auf.  Leider ist es uns vergönnt, Enkelkinder zu haben.
Aber im Hause sind immer Kinder von Verwandten. Ich liebe Kinder, besonders Schüler, die draussen spielen. In der Schule habe ich die Kinder auch sehr gerne gehabt, jedes auf seine Art. Am Ende meiner Tätigkeit in der Schule, habe ich am Anfang die Kinder sehr vermisst.  Oft hören wir auf dem Balkon auch etwa, Diskussionen über Spielregeln und so, welche die Kinder selber erfinden, oder sie abwandeln. Das finde ich sehr amüsant. Lustig ist auch zu hören, wenn die Kinder hochdeutsch sprechen. Die heutige Jugend hat unendliche viele Möglichkeiten und Wege um einen Beruf zu erlernen. Meistens lernen sie mehrere Sachen.
Sie können auch in ganz verschiedene Richtungen studieren. Wir haben von all Dem nicht viel gewusst, oder bei uns fehlte schlichtweg das Geld.
Die heutigen jungen Eltern arbeiten viel. Daher müssen sie die Kinder abgeben, zu den Grosseltern oder in den Hort. Ich weiss einfach nicht, ob sich das lohnt. Die Steuern fallen dann auch höher aus. Oder kann man heute viel mehr abziehen, auch für die Kinderbetreuung?  Ich denke nur, dass es stressig ist, alles unter einen Hut zu bringen. Oder gilt es für die Eltern als Ausgleich zum Alltag? Zum Glück, weiss man nicht, was die Zukunft noch bringt, an Gutem oder weniger Gutem.
Meine Schwiegermutter klagt eigentlich fast jeden Tag über irgendwelche Veränderung zu früher. Aber der Altersunterschied zwischen uns Zweien beträgt ja ganze dreissig Jahre.
Gutes Leben im Alter
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20.  Gutes Leben im Alter

Das Älterwerden hat mich schon länger beschäftigt. Wir haben noch unsere Schwiegermutter im Hause. Sie ist 98 Jahre alt, aber noch sehr gut beieinander, wie man so sagt. Sie macht noch selber den Haushalt. Wir haben aber auch ein gutes Verhältnis. Wir haben auch viel Besuch, so läuft bei uns immer Etwas.
Mit dem Haare färben, beziehungsweise nicht mehr färben, habe ich mich schwer getan. Nun habe ich es akzeptiert und es ist gut so. Meinen Haaren tut es gut, wie sie jetzt sind. Ich habe viel weniger Schuppenflechten. 
Fred, mein Mann ist noch mobil. Ich selber fahre schon mehrere Jahre nicht mehr Auto. Ich habe wenig Einschränkungen, bis auf meine Knieverletzung, welche nicht mehr heilbar ist.
Nun habe ich Freude, dass ich mein Leben dokumentiert habe. Ich wollte das schon immer gerne tun. Ich finde die Erinnerungen wichtig.
Uns geht es im Moment gut. Gesundheitlich leicht angeschlagen, finanziell kommen wir über die Runden. Geistig sind wir noch fit.
Wir besitzen ein altes Haus, das Elternhaus von Fred. Es wurde vor 5o Jahren mit sozialem Wohnungsbau erstellt. Mit viel Eigenleistung von der ganzen Familie Zimmermann. Es ist ein einfacher Bau. Wir kauften es dem Schwiegervater ab, um den Geschwistern Vorerbe auszubezahlen. So haben wir nun halt eine grössere Hypothek. Das Haus und die grosse Umgebung mit Garten geben immer viel Arbeit. Vor drei Jahren, also 2015 haben wir das ganze Haus, aussen malen lassen und das Dach wurde neu gemacht. Auch innen wurde das Treppenhaus gestrichen. Im Hause lebt noch die Schwiegermutter alleine. Wer weiss wie lange sie noch lebt. Danach gibt es so oder so, eine Veränderung.
Ausblick
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21.  Ausblick
In letzter Zeit denke ich immer wieder über den Tod nach. Vielleicht weil" Grosi" schon so alt ist. Sie ist ja 98 Jahre alt. Man muss schon mit ihrem Tod rechnen, obwohl sie im Moment noch gesund ist. Ich habe aber ihren Lebenslauf schon etwas bearbeitet, die Anzeige bereits aufgesetzt. Es geht ja dann Alles schnell. So bin ich froh, wenn schon Vorarbeit geleistet ist.
Auch meine, unsere Zeit verkürzt sich. Ich möchte auch so lange wie möglich zu Hause bleiben, wie "Grosi", wenn es geht. Aber das weiss man ja nie. Ansonsten gehe ich halt ins Altersheim, oder mein Mann, wenn es nicht mehr anders geht. Am Schluss, wenn ich eine schwere, unheilbare Krankheit hätte, möchte ich in die Palliative gehen. Der Nachlass  ist noch nicht geregelt. Wir haben noch kein Testament verfasst. Mit Exit haben wir keinen Kontakt. Das ist nicht so meine, unsere Einstellung mit Exit aus dem Leben zu scheiden. Ich, wir, haben keine grossen Wünsche mehr.  Ausser , dass wir noch lange im Haus bleiben können, und wir gesund bleiben.
Ich möchte nicht nochmals in der heutigen Zeit erst 20 Jahre alt sein. Ich habe gelebt und es war schön, auf dieser Erde. Ich glaube die Jungen von heute haben es weder besser, noch  schlechter.
Ratschläge möchte ich nur einen geben. " Passt in der Partnerschaft aufeinander auf, so dass Keiner zu kurz kommt" Auch die Kinder nicht. Und bitte gewaltfrei erziehen"

Ich wünsche mir, dass durch mein Leben etwas, Liebe und Güte in die Welt gekommen ist.
Nachgedanken
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22.  Nachgedanken
Ich habe diesen Titel gewählt, weil wir ja einst das Schulprojekt SCHMETTERLING hatten. Das Schreiben hat mir grossen Spass gemacht. Es war amüsant, über mein Leben nach zu denken und es auf Papier zu bringen. Mich befriedigt, was ich geschrieben habe. Ich habe immer wieder Texte einfliessen lassen, die ich gelesen habe und die mich berührten.
Ich erlebte mein Leben wirklich ein Zweites Mal, ich bin sehr zu frieden.

DAS GLÜCK suchen, es ist ja da, es braucht keine weite Reise. Es ist im eigenen Haus, vor der eigenen Türe. Blumen, Freude, Gesundheit, Stille, Dankbarkeit, Geborgenheit, Zu hause ankommen, das ist Glück. 

Ich schreibe mein Leben für meine Geschwister, meine Söhne, für meinen Mann, für jene die mich im Leben begleitet haben, oder einfach für jeden der sich dafür interessiert.
Ich habe etwa ein halbes Jahr daran geschrieben. Der Raster von" meet my life" war mir sehr hilfreich. 

DANK
Ich bin meinen Geschwistern dankbar, für die Erinnerungen, die sie in Ihrer Sichtweise dargestellt haben. Ich danke allen, die ich angefragt habe, um die Einwilligung ein paar Worte über sie zu schreiben.

Ich danke meinem Sohn Pascal,
der mir geholfen hat beim Einscannen, und mich auch etwas beraten hat. 

Danke
an meet my life. Ich habe eine Preisverleihung gesehen im Fernsehen. Dann bin ich auf ihre Seite aufmerksam geworden. Nur so kam ich zum "Schreiben". Also konkret schreiben. Danke lieber Herr Boli, für die Unterstützung und die Hilfe bei Problemen.


ZITAT
Verfasser unbekannt. Elisabeth Schweizer hat es mir geschrieben.

Es kommt eine Zeit im Leben, da bleibt einem nichts anderes übrig,
als seinen eigenen Weg zu gehen.
Eine Zeit, in der man die Träume verwirklichen muss.
Eine Zeit, in der man endlich für die eigenen Überzeugungen eintreten muss.

Gerade in der grössten Verzweiflung hast du die Chance,
dein wahres Selbst zu finden.
Genauso wie Träume lebendig werden, wenn du am wenigsten damit rechnest,
wird es mit den Antworten auf jene Fragen sein, die du nicht lösen kannst.
Folge deinem Instinkt, wie dem Pfad der Weisheit,
und lass die Hoffnung deine Ängste vertreiben

Einige Dinge werden immer stärker sein, als Zeit und Raum,
wichtiger als Sprache und Lebensart. Zum Beispiel zu lernen , du selbst zu sein. 



ANHANG 

Mein Sternzeichen
 Fisch

Schillernde Oberfläche -- geheimnisvolle Tiefe


Die Fische-- Frau verkörpert den Typ Märchenprinzessin, sie ist gefühlvoll, sanft und zurückhaltend. Sie verfügt über einen besonderen Charm, denn sie kann einerseits reserviert und rätselhaft sein und andererseits locken. Die Fische -- Frau ist sehr weichherzig und mitfühlend, mitunter neigt sie dazu, sich für andere aufzuopfern. Es sind nicht so sehr, die materiellen Dinge, die sie interessieren, sondern das Leben an sich.
Nicht selten erfahren Fische-Geborene ihre Gefühle als Chaos. Freude und Trauer , Glück und Jammer umspülen sie wie wechselnde Strömungen des Wassers. Alles spüren sie, und von den Empfindungen lassen sie sich leiten. Je tiefer sie tauchen, um so schwieriger wird es ihnen , die widersprüchlichen Gefühle zu unterscheiden. Hier im Chaos der Gefühle finden sie ihre religiöse Orientierung. Manchmal wird ihnen Unklarheit in den Gefühlen vorgeworfen. Mann/Frau kann doch nicht so ohne Absicht lieben, nur "weil es das Leben ist" Da gibt es doch Hintergedanken. Niemand macht das so klar wie die Fische-Geborenen. Ganz einfach so, aus Liebe zum Leben und zum Lebendigen. Auch wenn diese Liebe als ein chaotisches diffuses Gefühl erfahren wird.  
Teile aus einem Text von Willy Bünter


Noch Etwas   aus dem Heft   Lydia Nr.1/ 2005 

Sie sind ganz herzlich eingeladen zu einer besonderen Geburtstagsfeier.

Ehrengast: Jesus Christus

Datum: Jeden Tag. Traditionell am 24.Dezember, aber er ist immer da. Datum flexibel

Uhrzeit; Wann immer es ihnen passt. Kommen sie aber bitte nicht zu spät.

Ort: In ihrem Herzen lernen sie ihn kennen. Sie werden hören, wenn er anklopft.

Kleidung: Kommen sie so, wie sie sind. Vielleicht wäscht er ihnen die Füsse.

Eintrittskarte: Der Eintritt ist frei.  Er hat bereits für Alle bezahlt.

Erfrischungen; Neuer Wein, Brot, ein ausgefallenes Getränk, das sich "lebendiges Wasser" nennt. Nachher gibt es ein Abendessen.

Geschenktipps; Dein Leben. Er gehört zu den Leuten, die schon Alles haben.

Unterhaltung: Freude, Frieden, Wahrheit, Licht, Leben, Liebe, wahres Glück, Gemeinschaft, Vergebung, Wunder, Heilung, Kraft, Zufriedenheit und Vieles mehr.

Um Antwort wird gebeten: Sehr wichtig, denn er muss wissen, ob sie kommen, um für sie einen Platz am Tisch zu reservieren. 



NACHTRAG zu Nachtrag

Es ist sehr schade, dass meine Biographie schon zu Ende geschrieben ist. Es war so leicht.
Es hat mich jeden Tag gefreut, daran zu arbeiten. Vielleicht schreibe ich später wieder etwas Anderes. 
 
Wie soll mit deinem literarischen Nachlass verfahren werden? Oder mit deinem Nachlass überhaupt?
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22.  Nachgedanken

Wie soll mit deinem literarischen Nachlass verfahren werden? Oder mit deinem Nachlass überhaupt?

Ich habe diesen Titel gewählt, weil wir ja einst das Schulprojekt SCHMETTERLING hatten.
Ich habe das Aufzeichnen meiner Erinnerungen als teilweise amüsant und sehr gut erlebt. Es macht Spass, nochmals über das Leben nachzudenken, und es aufs Papier zu übertragen. Ich mache es für meine Geschwister, meinen Mann und unsere zwei Kinder und für Alle, die mich im Leben begleitet haben und wen es gerade interessiert. Ich habe regelmässig geschrieben innert einem halben Jahr. Der Raster von Meet my life war mir eine Hilfe. Danke. Ich danke auch meinen Geschwistern, die ihre Sicht der Erinnerung dargestellt haben. Ich habe immer wieder Texte einfliessen lassen, die ich gelesen habe und die mich berührten. Ich erlebte mein Leben wirklich ein zweites Mal. Ich bin rückblickend mit meinem Leben zufrieden.Ich wünschte, dass durch mich ein wenig mehr Liebe und Güte in die Welt kam.
Mein literarischer Nachlass soll aufbewahrt bleiben, für Jene, die sich dafür interessieren.
UNSERE FÖRDERER
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