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Von Heinrich Portmann
Der Ritter von Wiggen
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Vollendete Autobiographien: 102
 
Heinrich Portmann
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Vorwort
1.
Erste Erinnerungen und Kindheit
2.
Meine Eltern
2.1.
Meine Mutter
2.1.
QX Was fällt dir als erstes ein, wenn du an deine Mutter denkst?
2.1.
Gibt es ein bestimmtes Bild früheren Glückes, das dir im Zusammenhang mit der Mutter in den Sinn kommt?
2.1.
QX Woher stammt deine Mutter? Was weisst du über ihr Leben? Wie hat sie den Krieg erlebt?
2.1.
QX Wie würdest du sie beschreiben?
2.1.
QX Wie hast du sie als Mutter empfunden?
2.1.
QX Was waren ihre herausragenden Eigenschaften?
2.1.
QX Was habt ihr alles zusammen unternommen?
2.1.
QX Hast du dich an deine Mutter gewandt, wenn dir etwas auf dem Herzen lag? Woran erinnerst du dich speziell?
2.1.
QX Welches war der Beruf deiner Mutter, bevor sie heiratete? Hat sie diesen Beruf auch nach der Heirat ausgeübt?
2.1.
QX Hatte sie Hobbies oder Leidenschaften? Was konnte sie besonders gut? Was machte sie besonders gern?
2.1.
QX Wie haben sich die Eltern kennen gelernt?
2.1.
QX Wie kleidete sie sich? War ihr das wichtig?
2.2.
Mein Vater
2.2.
QX Was fällt dir als erstes ein, wenn du an deinen Vater denkst?
2.2.
QX Gibt es ein bestimmtes Bild früheren Glückes, das dir im Zusammenhang mit dem Vater in den Sinn kommt?
2.2.
QX Woher stammt dein Vater Was weisst du über sein Leben? Wie hat er den Krieg erlebt?
2.2.
QX Glockenaufzug Wiggen
2.2.
QX Wie würdest du ihn beschreiben?
2.2.
Wie hast du ihn als Vater empfunden?
2.2.
QX Was waren seine herausragenden Eigenschaften?
2.2.
QX Was habt ihr alles zusammen unternommen?
2.2.
Hast du dich an deinen Vater gewandt, wenn dir etwas auf dem Herzen lag? Woran erinnerst du dich speziell?
2.2.
Welches war der Beruf deines Vaters bevor er heiratete? Hat er später seinen Beruf gewechselt?
2.2.
QX Hat er dich an seinen Arbeitsplatz mitgenommen? Wie war das?
2.2.
QX Hatte er Hobbies oder Leidenschaften?
2.2.
Hat dir/euch der Vater erzählt, wie er die Mutter erobert hat?
2.2.
QX Wie kleidete er sich? War ihm das wichtig?
2.3.
Die Ehe meiner Eltern
2.3.
Die Ehe meiner Eltern
2.3.
Die Ehe meiner Eltern
2.3.
Die Ehe meiner Eltern
2.3.
Die Ehe meiner Eltern
2.3.
Die Ehe meiner Eltern
2.3.
Die Ehe meiner Eltern
2.3.
Die Ehe meiner Eltern
2.3.
Die Ehe meiner Eltern
2.3.
Die Ehe meiner Eltern
2.3.
Die Ehe meiner Eltern
2.3.
Die Ehe meiner Eltern
2.3.
Die Ehe meiner Eltern
2.3.
Die Ehe meiner Eltern
2.3.
Die Ehe meiner Eltern
2.3.
Die Ehe meiner Eltern
2.3.
Die Ehe meiner Eltern
2.3.
Die Ehe meiner Eltern
2.3.
Die Ehe meiner Eltern
3.
Meine Grosseltern
3.1.
Mein Grossvater väterlicherseits
3.1.
QX 2 Grossvater
3.1.
QX Was sind deine Erinnerungen an diesen Grossvater?
3.1.
Was weisst du noch über das Leben und die Lebensumstände deines Grossvaters? Wie war das z.B. im Krieg/in den Kriegen?
3.1.
Was habt ihr zusammen unternommen?
3.1.
QX Was für Selbstzeugnisse oder Objekte über deinen Grossvater existieren noch? Was bedeuten sie dir?
3.1.
Was war seine berufliche Tätigkeit?)
3.1.
Erinnerst du dich an seinen Tod?
3.1.
Wie hat er im Alter gelebt?
3.1.
QX Erinnerst du dich an Personen, die im Leben deines Grossvaters eine wichtige Rolle, positiv oder negativ, gespielt haben?
3.2.
Meine Grossmutter väterlicherseits
3.2.
QX Was sind deine Erinnerungen an diese Grossmutter?
3.2.
QX Was weisst du noch über das Leben und die Lebensumstände deiner Grossmutter?
3.2.
QX Was habt ihr zusammen unternommen?
3.2.
Was für Selbstzeugnisse oder Objekte über deine Grossmutter existieren noch? Was bedeuten sie dir?
3.2.
Was war ihre berufliche Tätigkeit?
3.2.
Erinnerst du dich an ihren Tod?
3.2.
QX Wie hat sie im Alter gelebt?
3.2.
Erinnerst du dich an Personen, die im Leben deiner Grossmutter eine wichtige Rolle, positiv oder negativ, gespielt haben?
3.3.
Mein Grossvater mütterlicherseits
3.3.
QX Was sind deine Erinnerungen an diesen Grossvater?
3.3.
Was habt ihr zusammen unternommen?
3.3.
QX Was für Selbstzeugnisse oder Objekte über deinen Grossvater existieren noch? Was bedeuten sie dir?
3.3.
QX Was war seine berufliche Tätigkeit gewesen?
3.3.
Erinnerst du dich an seinen Tod?
3.3.
QX Wie hat er im Alter gelebt?
3.3.
Erinnerst du dich an Personen, die im Leben deines Grossvaters eine wichtige Rolle, positiv oder negativ, gespielt haben?
3.4.
Meine Grossmutter mütterlicherseits
3.4.
Meine Grossmutter mütterlicherseits
3.4.
Meine Grossmutter mütterlicherseits
3.4.
Meine Grossmutter mütterlicherseits
3.4.
Meine Grossmutter mütterlicherseits
3.4.
Meine Grossmutter mütterlicherseits
3.4.
Meine Grossmutter mütterlicherseits
3.4.
Meine Grossmutter mütterlicherseits
3.4.
Meine Grossmutter mütterlicherseits
3.4.
Meine Grossmutter mütterlicherseits
4.
Krankheiten und Unfälle
5.
Wohnen
6.
Primarschulzeit
6.1.
Grundschule Unterstufe
6.1.
Grundschule Unterstufe
6.1.
Grundschule Unterstufe
6.1.
Grundschule Unterstufe
6.1.
Grundschule Unterstufe
6.1.
Grundschule Unterstufe
6.1.
Grundschule Unterstufe
6.1.
Grundschule Unterstufe
6.1.
Grundschule Unterstufe
6.1.
Grundschule Unterstufe
6.1.
Grundschule Unterstufe
6.1.
Grundschule Unterstufe
6.1.
Grundschule Unterstufe
6.2.
Grundschule Oberstufe
6.2.
Grundschule Oberstufe
6.2.
Grundschule Oberstufe
6.2.
Grundschule Oberstufe
6.2.
Grundschule Oberstufe
6.2.
Grundschule Oberstufe
6.2.
Grundschule Oberstufe
6.2.
Grundschule Oberstufe
6.2.
Grundschule Oberstufe
6.2.
Grundschule Oberstufe
6.2.
Grundschule Oberstufe
6.2.
Grundschule Oberstufe
7.
Sekundarschule
8.
Meine Freizeit
8.1.
Lesen
8.1.
Lesen
8.1.
Lesen
8.1.
Lesen
8.1.
Lesen
8.1.
Lesen
8.1.
Lesen
9.
Beziehungen in der Jugend
9.1.
Beziehungen als Teenager
9.1.
Beziehungen als Teenager
9.1.
Beziehungen als Teenager
9.1.
Beziehungen als Teenager
9.1.
Beziehungen als Teenager
9.2.
Beziehungen als Volljähriger bzw. Volljährige
9.2.
Beziehungen als Volljähriger bzw. Volljährige
10.
Meine besten Freunde bzw. Freundinnen
11.
Lehr- und Wanderjahre
12.
Armee
13.
Welschlandjahr
14.
15.
Arbeiten
15.1.
Beruf oder Berufung?
15.1.
Beruf oder Berufung?
15.1.
Beruf oder Berufung?
15.1.
Beruf oder Berufung?
15.1.
Beruf oder Berufung?
16.
SCV Dienst
16.1.
Papst Paul VI
16.2.
Castel Gandolfo
16.3.
Papst Johannes Paul I
16.4.
Papst Johannes Paul II
16.4.
QX Fahrzeuge ImVatikan
16.5.
Papst Benedikt XVI
16.5.
QX Kündigung bei der Schweizergarde
16.5.
QX Was sind deine wertvollsten Erfahrungen und Lehren?
16.5.
QX Welche Erfahrungen hast du mit den Menschen gemacht? Wie wurdest du als Ausländer aufgenommen? Ergaben sich Freundschaften?
16.5.
QX Inwiefern hat deine Zeit im Ausland deinen späteren Berufsweg beeinflusst?
16.6.
Bundesrat Flavio Cotti
16.7.
Bundesrätin Ruth Dreifuss
16.8.
Bundesrat Pascal Couchepin
16.9.
Bundesrat Didier Burkhalter
16.10.
Bundesrat Alain Berset
16.11.
Berufliches auf und ab
16.11.
Welche Auf- und Abwärtsbewegungen gab es in deiner beruflichen Laufbahn?
16.11.
Vielleicht musstest du auch einmal wieder von vorne anfangen? Wie war das genau?
16.11.
Wie reagierte deine Umfeld auf solche Aufs und Abs? Speziell deine Lebenspartner(in)?
16.11.
Warst du einmal wirklich verzweifelt? Wie gingst du damit um und hast das überwunden?
16.11.
Hast du deine Berufsziele erreicht? Welche? Welche nicht?
16.11.
Welche Chancen hast du nicht genutzt?
16.11.
Gibt es etwas, das du beruflich bereust?
16.11.
Worauf bist du besonders stolz? Gibt es eine Leistung, die dich überleben wird?
16.11.
Wo stand dir das Glück zur Seite? Oder war es etwas Anderes?
16.11.
Gab es rückblickend entscheidende Weichenstellungen?
16.11.
Worauf bist du rückblickend in deinem Berufsleben weniger stolz?
16.11.
Hattest du auch Pech?
16.11.
Hat dir jemand übel mitgespielt? Hast du das verkraftet? Wie?
16.11.
In welchen Schritten ging es lohnmässig aufwärts?
16.11.
QX Hast du jemals über deine Verhältnisse gelebt?
16.11.
Wie stark hat dich Geld in deinen beruflichen Entscheiden beeinflusst?
16.11.
Hast du finanziell das Maximum erreicht?
16.11.
Falls du pensioniert bist, was vermisst du am meisten? Kannst du deine Kenntnisse noch brauchen?
16.11.
Was hat dir die Arbeit alles in allem gegeben?
16.11.
Von wem oder was bist du am meisten enttäuscht worden?
16.12.
Arbeit, Familie und Freizeit
16.12.
Hast du bewusst versucht, Arbeit und Zeit für Familie und Freizeit zu trennen? Wie hast du das geschafft – oder eben nicht?
16.12.
Kam dein privates Umfeld wegen deiner Arbeit zu kurz?
16.12.
QX Gab es Perioden in deinem Berufsleben, in denen du unter Stress gelitten hast?
16.12.
QX Wofür und wie hast du deine Freiräume und Freizeit genutzt?
16.12.
QX Was haben dir deine Freizeitbeschäftigungen in beruflicher Hinsicht gebracht?
16.13.
Arbeitskollegen ? Vorgesetzte ? Vorbilder?
16.13.
Arbeitskollegen ? Vorgesetzte ? Vorbilder?
16.13.
Arbeitskollegen ? Vorgesetzte ? Vorbilder?
16.13.
Arbeitskollegen ? Vorgesetzte ? Vorbilder?
17.
Eheleben
18.
Kinder
19.
Lebensfreude
20.
Gutes Leben im Alter
21.
Ausblick
22.
Religiosität
23.
Mein letzter Wunsch nach meinem Leben!
23.1.
Hier gewünschten Monat eingeben.
23.1.
Hier gewünschten Monat eingeben.
23.1.
Hier gewünschten Monat eingeben.
Vorwort
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  Vorwort
  • Das Wort "Ritter" war und ist in Wiggen, im Entlebuch, nie ein besonderer Begriff.
Das Reiten auf Pferden kannte man von der Kavallerie, hin und wieder gab es in der Gegend eine Springkonkurrenz. 
In Wiggen gab es auch nie ein Schloss oder eine Burg.
Ein einziger bekannte Hinweis der im Entferntesten das Vorhandensein des Rittertums dokumentieren könnte,  ist der Wachtturm in der Turmhalde.
Meine Person erhielt den Titel "Ritter" von Papst Johannes Paul II am 6. Mai 1986. Nach 16 Jahren in der Schweizergarde als Wachtmeister im Range eines Leutnants wurde mir dieser Titel durch den Sostituto Giovanni Benelli, dem späteren Kardinal von Florenz, überreicht.
Auf diesem Weg kam Wiggen demnach zu seinem ersten und vermutlich einzigen Ritter.
Dies ist jedoch weder in meiner Verwandtschaft noch im Ort selber bekannt.
Diese, meine  Ritterurkunde, wurde beglaubigt durch Kardinal Staatssekretär Agostino Casaroli.

 

 







 
 

 

 

 

 

 

Was weisst du über deine Geburt?
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  Vorwort

Was weisst du über deine Geburt?
Ich wurde in der Nacht vom 14. August 1947 als Sohn eines armen Korbflechters in Wiggen, Obacherfärch geboren. Ich kann aber nicht behaupten, das "Licht der Welt" erblickt zu haben, da es in unserem dunklen Haus nur  Petrollicht gab.
Mein Vater war während meiner Geburt mit Wasser kochen in der Küche beschäftigt, denn es gab bei uns weder Badezimmer noch Dusche, geschweige denn warmes Wasser vom Hahn.
Den geflochtenen Stubenwagen für mich hatte mein Vater selbst gekorbt.
Die Hebamme Bächler Anni musste den Weg von Marbach hin  zu uns, soweit es ging, mit dem Fahrrad bewältigen. Wie auskam hatte sie sich noch auf dem Weg noch lange mit Felders im Roosfären aufgehalten und die Geburt musste warten!
Von dieser Hebamme gibt noch andere Geschichten:
Sie war kinderlos und hätte gerne selber ein Kind gehabt. So sei sie beispielsweise  mit ausgestopftem Bauch herumgelaufen und gab sich als schwanger aus wollte, so erzählte man sich, von einer Frau aus Basel, welche Zwillinge hatte, einen davon abkaufen. Es soll soweit auch gut gegangen sein, bis Hugo Fischer, der Arzt von Escholzmatt dahinter kam. Er sagte, nach seinen Feststellungen könne Frau Bächler keine Kinder kriegen und so wurde der Handel rückgängig gemacht.

Io OK




In was für eine Zeit wurdest du geboren?
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  Vorwort

In was für eine Zeit wurdest du geboren?
Meine Geburt 1947 fiel in die Nachkriegszeit, die Zeit nach dem 2. Weltkrieg.
Im Geburtsjahr, breitete sich eine Hitzewelle über ganz Europa aus.
In diesem Sommer wurden die Uhren  vom 11. Mai bis zum 29 Juni sogar ausnahmsweise um 2 Stunden vorgestellt.
Aus dieser schwierigen Zeit gibt es auch einige positive Aspekte.
So sollte man nicht vergessen, dass 1947 einer der besten Weinjahrgänge ist!   
Ausserdem wurde 1947 die AHV durch das Ja des Volkes ins Leben gerufen. Auch die Gründung des Staats Pakistan fällt in mein Geburtsjahr.


I  OK

Erste Erinnerungen und Kindheit
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1.  Erste Erinnerungen und Kindheit
 
Der Winter 1955 hatte es in sich! Es war nicht nur eisig kalt, sondern es fiel  auch sehr viel Schnee. Ich kann mich noch gut erinnern, dass ich den Weg zur Schule nur schaffte, weil mein Vater mich begleitete und mir mit einer Schneeschaufel den Weg bahnte.

Wie fast alle Kinder muss ich ein paar Jugendsünden eingestehen:

- Farbige Kreiden gab es bei uns zu Hause keine und so habe ich aus der Schule heimlich ein paar Stumpen mitgehen lassen, was meine Eltern auf keinen Fall merken durften. Vorsichtigerweise vergrub ich die Stumpen daher kurzerhand unter einem Mäusehaufen auf dem Feld.  Die Maus, vielleicht war es eine "Schärmaus", machte über Nacht meine Schlauheit zu nichte und beförderte die farbigen Kreiden ans Licht.
Oh Schreck! Auf dem Weg zur Nachbarin entdeckte meine Mutter anderntags die geklauten Trophäen und ich musste sie am nächsten Tag zurück in die Schule bringen. Mein Lehrer stellte mich vor allen Schulkameraden bloss und bestrafte mich zusätzlich.

- Zu Weihnachten bekam ich mal ein gelbes, hölzernes Postauto. Dieses war für mich eine Riesenfreude, da meine Eltern sehr arm waren und eigentlich kein Geld hatten, um so etwas zu kaufen. Es reichte höchstens mal für selbstgebackene Süssigkeiten wie "Chräpfli" oder "Kneublätze". Heute bin ich mir sicher, dass ich dieses Postauto unserem damaligen Hausarzt, Hugo Fischer, verdanke, der meinen Eltern und mir gut gesinnt war.

Die Geburt meiner 2. Schwester Rita war am 19. Februar 1955. Mit ihr verbrachte ich meine Jugendzeit.

I OK
Was ist deine erste eigene Erinnerung an dein Leben?
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1.  Erste Erinnerungen und Kindheit

Was ist deine erste eigene Erinnerung an dein Leben?
Ich erinnere mich hauptsächlich an Geräusche, unter anderen an das Ziegengemecker, das Miauen der Katze, das Krähen des Hahns und das Rauschen des Bachs.
Nachts hörte man auch den Ruf des Uhus aus dem nahen Wald.  
Donnergrollen und das Zucken von Blitzen bei  Sommergewittern ist mir auch noch in Erinnerung geblieben.
IOK



Welche andern frühen Ereignisse hast du nicht vergessen?
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1.  Erste Erinnerungen und Kindheit

Welche andern frühen Ereignisse hast du nicht vergessen?
Im Sommer gab es hin und wieder ein starkes Gewitter mit heftigen Blitz- und Donnerschlägen.
Die Blitze hatten es in sich, da wir ja nur Petrolbeleuchtung und Kerzen hatten.
Ich erinnere mich, dass meine Eltern um sich zu Schützen Den Rosenkranz beteten und in allen Räumen Weihwasser verspreiten. Es kam auch vor, dass man  gesegnete Stechpalmen verbrannte. Die Stechpalmenzweige wurden am Palmsonntag in der Kirche vom Pfarrer gesegnet.
























































Was hat man dir von deiner Taufe erzählt?
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1.  Erste Erinnerungen und Kindheit

Was hat man dir von deiner Taufe erzählt?

Da ich bei meiner Geburt, in einer heissen Donnerstagnacht, nicht allzu lebhaft war, hat man mich möglichst bald, nämlich am darauffolgenden Sonntag, in der Pfarrkirche Wiggen auf den Namen Heinrich Josef getauft.

Mein Vorname Heinrich war sicher eine Eingebung Gottes und der Name Josef war der Name meines Vaters. Dieser Name zieht  traditionellerweise schon seit Generationen durch unsere Familie. Ich bin voll und ganz mit der Namensgebung zufrieden.
An eigentliche Übernamen erinnere ich mich nicht.
Meine Eltern riefen mich immer "Heiri". Von den Nachbarn werde ich heute noch "Heiru" oder auch "Heinu" genannt.
Je nach Gegend, wo ich jeweils gerade lebte und arbeitete, änderte ich meinen Vornamen passend.
So wurde in Fribourg aus dem Heiri der "Henry" und in Italien der "Enrico". Diese Variante bevorzuge ich bis heute.

Wie es früher üblich war, wurde ich auf einem "Pferdebockwägeli" zur Kirche gefahren. Meine Tante Rosa Stalder durfte mich während der Fahrt zur Kirche und  der Taufe auf dem Arm halten. 
Meine Taufpaten waren mein Grossvater, Alois Stalder und meine Grossmutter väterlicherseits, Rosa Steffen-Portmann. Das Taufessen kochte meine Grossmutter Ida Stalder im Bauernhof Grossfeld in Wiggen, wo die Familie meiner Grosseltern wohnte.


(1) Der Götti und die Gotte, hinten in der Mitte die Hebanne
Vorne Götti und Gotte, hinten die Hebamme Anni Bächler,  
mein Taufpate und Grossvater Alois. Er hat mich später, bei seiner zweiten Hochzeit am 3. Mai 1967, als Trauzeugen eingesetzt.

OK



Welche Rolle spielten in deinem Leben deine Patin und dein Pate für dich?
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1.  Erste Erinnerungen und Kindheit

Welche Rolle spielten in deinem Leben deine Patin und dein Pate für dich?
Meine Paten schenkten mir zu jedem Neujahr den obligaten Fünfliber und wenn ich Glück hatte eine Tafel Schokolade.
Von meinem Firmgötti, Onkel Alois Stalder, dem Sohn meines Grossvaters, wurde ich am Firmtag ins Restaurant Rosengarten in Wiggen zum Mittagessen eingeladen. Hier wurde mir mein Lieblingsmenü, Pastetli mit Pommes Frites und zum Dessert Meringue mir Schlagrahm serviert.
Auch von Firmgöttis Seite war der jährlich Fünfliber obligatorisch.
Nicht vergessen möchte ich meine Firmuhr der Marke Bührer,  welche  ich heute noch besitze, die aber leider nach ca. 10 Jahren den Geist aufgab.

Io OK



Wie gross war dein erstes Zuhause? Erinnerst du dich an die einzelnen Räume?
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1.  Erste Erinnerungen und Kindheit

Wie gross war dein erstes Zuhause? Erinnerst du dich an die einzelnen Räume?


()

 

Unser Wohnhaus hatte mein Vater am 6.Mai 1947 gekauft und es nach und nach, den finanziellen Möglichkeiten entsprechend, selbst erneuert.
Das alte Schindeldach zum Beispiel wurde durch Eternit ersetzt.
Da mein Elternhaus ein altes, kleines Häuschen war, gab es noch keine Elektrizität. Petroleumlampen oder Kerzenlicht mussten selbst bei den Geburten reichen. Geheizt wurde nur die  kleine Wohnstube mittels einem Steinofen. In der Küche diente ein Holzherd als Energiequelle. 
Bettflaschen waren im Winter unerlässlich.
Ans Häuschen angebaut waren ein kleiner Ziegenstall und  Vaters Werkstatt. Darin befand sich ein grosser Wassertrog, wo der Vater die Weiden für seine Korberarbeiten  einlegte.
Das Ganze war unterkellert. 
Im Gesamten waren es 3 Keller mit Erdböden. Den kleinsten Keller hinten rechts, der kein Fenster nur ein Lüftungsloch hatte, kannte ich am besten. Bei grösseren Strafen wurde ich schon mal eine Stunde dort eingesperrt. Schreien war für mich obligatorisch, um die Mäuse und Ratten fernzuhalten.

OK



Wie sah dein Zimmer aus? Hattest du ein eigenes?
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1.  Erste Erinnerungen und Kindheit

Wie sah dein Zimmer aus? Hattest du ein eigenes?
In der Wohnstube über dem Steinsitzofen gab es ein rundes Loch mit einem Holzdeckel. Durch dieses Loch gelangte man in ein kleines Zimmer darüber. Da es winzig war, gehörte es mir allein. Das mal die Katze eine Maus durchs Zimmer jagte war nicht selten!
Nebenan war ein weiteres kleines Zimmer, welches die Mutter zum Kräuter und trocknen benützte. Um es zu erreichen musste sie jedoch keine Kletterpartien durch den Lochaufgang machen, denn es gab auch  einen Zugang von der Heubühne her. Auf dem selben  Boden  befand sich nämlich auch der Heustock für unsere Tiere.
Da es im Winter jeweils sehr kalt wurde und es auch keine Fensterladen gab, setzte man rechtzeitig  die Vorfenster ein. Ich erinnere mich auch, dass zur besseren Isolation oft Kissen zwischen die beiden Fensterfronten gequetscht wurden.
Des Nachts ersparte man sich den Weg auf das "Plummpsklo", da es dort kein Licht gab und es eisig kalt war. Nachttöpfe mussten als  Ersatz reichen. Der Inhalt derselben  war morgens fast immer gefroren.

Io OK



Gab es ein Fenster, aus dem du besonders gern rausgeschaut hast? Was sahst du?
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1.  Erste Erinnerungen und Kindheit

Gab es ein Fenster, aus dem du besonders gern rausgeschaut hast? Was sahst du?
Da ich mich tagsüber nicht im Schlafzimmer aufhielt, gab es auch keinen Grund um aus dem Fenster hinaus zu gucken!
Im Winter war dies sowieso unmöglich, da die Fenster von Eisblumen bedeckt und zugefroren waren.

Io OK



    
Weisst du noch, wie die Küche ausgesehen hat?
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1.  Erste Erinnerungen und Kindheit

Weisst du noch, wie die Küche ausgesehen hat?
Die Küche wurde von meinem Vater selbst erneuert und der Steinboden durch Klinkern ersetzt, die noch heute teils sichtbar sind.
Der Holzherd wurde zum Kochen, Heizen und zum Backen benützt. Im Rauch des offenen Kamins hing hin und wieder eine Wurst oder etwas Speck. Diese seltenen Leckerbissen  erhielt der Vater ab und zu von einem Bauern, der eine Notschlachtung machten musste.
Es gab keinen Waschtrog, sondern nur ein oder zwei Becken und einen Blechkessel mit Frischwasser vom Bach. Auch unser Trinkwasser holten wir aus dem Bach.
In der Mauer neben dem Feuerherd gab es ein Loch in der Wand. Dort befand sich eine Petrolstandlampe. Neben dieser lag auch immer eine Schachtel Zündhölzer.

Io OK



Wie war es draussen? Gab es einen Hof oder einen Garten?
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1.  Erste Erinnerungen und Kindheit

Wie war es draussen? Gab es einen Hof oder einen Garten?
Das Haus stand auf einem Hügel. 2/3 dieses Hügels wurden vom Rotbach umflossen. Links, der Kellermauer entlang, ging eine Betontreppe hoch, welche heute noch besteht.
Meine Eltern legten grossen Wert auf den Garten, denn da sie wenig Geld hatten, wurde möglichst viel Gemüse angebaut. Es gab auch paar Apfelbäume. Ich sehe heute noch die schönen Rhabarbern und den "Röselichol". Es war ein richtig schöner Bauerngarten wo im Sommer auch Dahlien und andere Blumen blühten. Meine Mutter legte auch grosen Wert auf die Pfefferminze und weitere Kreuter, aus diesern machte sie Sommer und Winter Tee.
Neben dem Garten war ein Hühnerstall mit einem kleinen Färch. Ich kann mich noch an den Hahn erinnern, der die Bewachung des Hauseingangs übernahm wen der Hund nicht da war. 

Io OK





Wohnte noch jemand bei euch?
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1.  Erste Erinnerungen und Kindheit

Wohnte noch jemand bei euch?
Ich erinnere mich noch, dass ich als kleines Kind ein Mal zusammen mit einer Cousine im selben Gitterbettchen schlief, im Schlafzimmer meiner Eltern hinter der Tür.
Das Gebäude war sehr offen und Fledermäuse flogen ein und aus wie sie wollten.

Io OK
Erinnerst du dich an deine Spiele? Was oder womit spieltest du/spieltet ihr besonders gern im Haus oder im Freien?
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1.  Erste Erinnerungen und Kindheit

Erinnerst du dich an deine Spiele? Was oder womit spieltest du/spieltet ihr besonders gern im Haus oder im Freien?
Das Jassen hat mir der Vater früh beigebracht. Mit der Mutter spielte ich Schwarzpeter. Ich kannte auch das Mühlespiel.
Pfeil und Bogen war meine Ausrüstung um "Indianerlis" zu spielen. Auch eine Steinschleuder wusste ich zu gebrauchen.

Io OK
Was für Bücher gab es in deiner Familie? Durftest du sie anschauen?
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1.  Erste Erinnerungen und Kindheit

Was für Bücher gab es in deiner Familie? Durftest du sie anschauen?
Jedes Familienmitglied hatte ein eigenes Messbüchlein, das  "Laudate".
In Mutters Küche gab es verschiedene Kochbücher.
Ein gebrauchtes Globibuch lag auch herum und in den Lebensmittelgeschäften  gab es zudem jeden Monat gratis das Junior Heftchen.

Io OK

Erinnerst du dich an Märchen, Gutenachtgeschichten, die man dir erzählt hat? Oder Kinderlieder, die man dir vorgesungen hat?
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1.  Erste Erinnerungen und Kindheit

Erinnerst du dich an Märchen, Gutenachtgeschichten, die man dir erzählt hat? Oder Kinderlieder, die man dir vorgesungen hat?

 Man sang oder summte "Det ännä am Bärgli, det steht ä wissi Geiss".
 "Heile heile Säg" war uns auch bekannt.
Die Märchen "Hänsel und Gretel" , Schneewittchen und die 7 Zwerge", "Rotchäppli"

OK



Welches waren deine damaligen Medien? Telefon? Radio, TV, Bücher, Comics, Computer, Spielkonsolen, etc.? Gab es Vorschriften deiner Eltern?
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1.  Erste Erinnerungen und Kindheit

Welches waren deine damaligen Medien? Telefon? Radio, TV, Bücher, Comics, Computer, Spielkonsolen, etc.? Gab es Vorschriften deiner Eltern?
Wir besassen ein Paillard Radio mit Batterie.
Ich sehe es immer noch in der Wohnstube stehen, die Batterien waren fast grösser als das Radio.
Ein Telefon gab es bei uns nicht.
Vom Polizisten Galliker habe ich mal eine alte Pfeife bekommen, mit der ich die Nachbarn ärgerte.

Io OK

Erinnerst du dich an die Geburt von Geschwistern? Was hattest du dabei für Gefühle?
Seite 18
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1.  Erste Erinnerungen und Kindheit

Erinnerst du dich an die Geburt von Geschwistern? Was hattest du dabei für Gefühle?
Ich bin der Erstgeborene von 4 Kindern.
Meine jüngere Schwester Marie - Theres, geboren  zu Hause am 15.August 1950, verstarb schon früh mit 1,5 Jahren , am 10. März 1952. Diphtherie war damals eine tödliche Krankheit. Noch immer macht mich die Erinnerung an ihren Tod traurig. Ich habe meine erste Spielgefährtin so früh verloren und durfte bei ihrer Beerdigung nicht einmal teilnehmen. Es tat und tut mir weh, dass ich mich nicht von ihr verabschieden konnte. Ihr Grab auf dem Friedhof in Wiggen besuchte ich immer wieder und legte jeweils ein paar Blumen nieder. Ich erinnere mich noch genau, dass sie keinen Grabstein hatte sondern nur ein Holzkreuz hatte.
 



(1) Meine kleine Schwester Marie - Theres. Ineressant ist die Holzkiste wo sie drin steht: Es ist eine Teigwarenkiste. Siehe die Beschrieftung: "Fideli".
Schwester Marie - Theres.
Interessant ist die Holzkiste wo sie drin steht: Es ist eine Teigwarenkiste aus der Kistenfabrik in Schüpfheim. (Siehe die Beschrieftung "Fideli")


Meine zweite Schwester, Rita - Verena wurde am 18.Februar 1955 ebenfalls zu Haus geboren.
Ritas Geburt ist mir noch bestens in Erinnerung. In der Geburtsnacht hatte man mich zu den Grosseltern in die Rothenfluh ausquartiert. Als ich am Morgen vor der Schule zu Hause vorbei kam, hat man mir das frisch geborene Schwesterchen gezeigt und ich ging überglücklich zur Schule. Als mich der Lehrer fragte, wieso ich so glücklich strahle und nicht mehr ruhig sitzen könne, hab ich vom grossen Ereignis erzählt. Ich durfte sogar eine Stunde früher nach Hause.

Margrit  ist die Letztgeborene  und kam am  22.Juni  1964 im Regionalspital Langnau zur Welt. Zu der Zeit arbeitete ich in Zürich auf der Post.

I OK


Wer passte auf dich auf, wenn deine Eltern nicht konnten? Gab es Kinderkrippen, Kinderhorte, o. ä.?
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1.  Erste Erinnerungen und Kindheit

Wer passte auf dich auf, wenn deine Eltern nicht konnten? Gab es Kinderkrippen, Kinderhorte, o. ä.?
Ich war viel bei meinen Grosseltern Mutterseits auf dem Bauernhof oder auf der Alp Hurbelen wo ich half die "Gusti" und Schafe betreuen.

OK
Wovor hattest du am meisten Angst?
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1.  Erste Erinnerungen und Kindheit

Wovor hattest du am meisten Angst?
Schlangen, der "Bölimann" und  Hunde machten mir Angst.

OK
Erinnerst du dich an die Jahreszeiten?
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1.  Erste Erinnerungen und Kindheit

Erinnerst du dich an die Jahreszeiten?
Im Winter hatte es viel Schnee und es war rüdig kalt, der Bach war jeweils zugefroren.

Im Herbst wurden die Kühe der Nachbarn auf die Weide gelassen und man hörte die Glocken und Treicheln Tag und Nacht bimmeln. Wir sammelten Laub als Streue für die Ziegen.

Im Frühling machte mir der Vater immer Maienpfeifen aus Erlenzweigen. Ich sammelte mit der Mutter "Säublumen" und Tannspitzli aus welchen sie dann einen Honigsirup oder Konfitüre machte.
Im Frühling habe ich immer viel Sack Geld gemacht. Am besten waren Regentage. Ich sammelte "Hüslischnecken" .Wenn ich so 5 bis 10 Kilo hatte, brachte ich sie zum Bahnhof Wiggen wo ich paar Franken dafür bekam.

I OK

Welche Rolle spielten Sonntage und Feiertage wie Weihnachten, Sankt Nikolaus, Ostern und Geburtstage in deinem Kinderleben?
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1.  Erste Erinnerungen und Kindheit

Welche Rolle spielten Sonntage und Feiertage wie Weihnachten, Sankt Nikolaus, Ostern und Geburtstage in deinem Kinderleben?
Wir waren eine katholische Familie.
Vor und nach dem Essen wurde immer das Vaterunser gebetet und am Absens der Rosenkranz. Die Sonntagspflicht wurde hochgehalten. Schon als kleiner Junge marschierte ich immer mit den Eltern eine halbe Stunde zur Messe nach Wiggen.
Den Kirchgang habe ich später noch ausgebaut, ich wurde Ministrant, ohne meine Eltern zu fragen. Leider vertrug ich den Weihrauch nicht so gut und musste mich oft unfreiwillig vom Altar entfernen. Der Rest Wein in der Sakristei war etwas wie Medizin. Später arbeitete ich sogar als Sakristan.

Ein besonderes kirchliches Ereignis möchte ich nicht auslassen:
Als die Marienkirche in Wiggen 1956 neue Glocken erhielt, wurden sie am 27. Juli mit einem Seil von Hand unter Anleitung von Pfarrer Oskar Koch von den Schülern hochgezogenen. Meine Kraft wurde auch benötigt. Am Donnerstag 26. Juli weite der Bischof von Streng die fünf Glocken.

An Weihnachten kam mal ein richtiges Christkind, ganz in Weiss gekleidet, zu uns nach Hause und brachte mit Glöckchen Geklingel ein kleines Bäumchen und kleinere Geschenke. Es war ein Nachbar- Mädchen im Erstkommunion- Kleidchen.

Der Sankt Nikaus hat auch nie gefehlt und ich musste immer ein Gedicht aufsagen. Ein paar Nüsse und ein Lebkuchen waren mir dafür sicher. Ich erinnere mich daran, dass ich
"Samichlaus du liäbä Ma, gäu i muäss ke Ruätä ha!"
aufgesagt habe.

Die Ostereier kochte meine Mutter mit Eiern von unsern Hühnern und versteckte die mit Zwiebelschalen gefärbten. Ein kleiner Schokoladenhase mit ein paar Schokoeiern fehlte nie.

Io OK
Wie haben eure Mahlzeiten ausgesehen?
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1.  Erste Erinnerungen und Kindheit

Wie haben eure Mahlzeiten ausgesehen?
Das Frühstück mit Brot, Ankä und selbst gemachter Konfitüre war klar.
An die leicht bittere Ziegenmilch von unseren eigenen Tieren hat man sich auch gewöhnt.

Zum Start am Mittag gab es immer eine Suppe. Brot fehlte nie. Sehr oft assen wir aber auch Haferflocken auf alle Arten und Rösti, welche es jeden Tag zum Frühstück gab. Da der Vater an der Bachverbauung arbeitete, gab es oft Forellen. Nicht selten stand zudem Katzen- oder Hundefleisch auf dem Menuplan. Oft habe ich zugesehen, wie der Vater die Katzen tötete.
Kaninchen hatten wir selber, jedoch brachte der gute Hund "Negerli" auch  mal einen Hasen vom Wald.
Euterfleich, was sehr billig zu kaufen war, kam auch ab und zu auf den Tisch, und kann man immer noch hin und wieder auf meinem Speisezettel finden.
Grick aus Herz und Lunge kannten wir auch, Servelats gab es roh und gekocht.
Meine Mutter ging immer im Herbst in die Heidelbeeren und brachte auch ab und zu Eierschwämme und Steinpilze mit nach Hause.
Zum Dessert genossen wir sehr oft Apfelschnitze oder Apfelmus, da wir selbst Bäume hatten.
Birchermüsli liebte ich sehr.
Am meisten aber liebte ich Schweinsfüessli, Ohren und Sauschwanz.
 
Meine Mutter machte auch wunderbaren Rhabarberkuchen, Birnenweggen und nicht zu vergesse sind ihre delikaten "Chräpfli" und "Chneublätzen".

Io OK

Was für Kleider hast du getragen?
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1.  Erste Erinnerungen und Kindheit

Was für Kleider hast du getragen?
Im Winter musste ich immer gestrickte Unterhosen tragen, welche rüüdig gebissen haben. Sie wurden nämlich von  meiner Mutter selber aus Wolle unserer Schafe gestrickt.  Mutter hat diese Wolle auch selber gesponnen, wobei ich ihr oft zugesehen habe. (Bildmaterial?)
Im Winter trug ich Holzschuhe. Gummistiefel gab es nicht, und im Sommer lief man barfuss.

Io OK

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(2) Von Hand aus Schafwolle gestrickt und für einen Jungen
Von Hand aus Schafwolle gestrickt und für einen Jungen

 

Wer und wie waren deine Spielkameraden?
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1.  Erste Erinnerungen und Kindheit

Wer und wie waren deine Spielkameraden?

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Dies ist der für mich berühmte Stein, der -wie ich- ins Alter gekommen und über die Jahre mit viel Material überwachsen worden ist!

Mit meinen Nachbarjungs und Mädchen spielte ich wenig, da sie zu weit weg wohnten. Wenn überhaupt, dann gingen wir zusammen zum Mühlistein. Obwohl dieser nichts mit einer Mühle zu tun hat nennen ihn alle "Mühlistein". (immer noch!)
Und wenn er mal bei Hochwasser mitten im Bach lag?
Selbst dann  kletterten wir an ihm hoch und waren stolz, dass wir dies schaffen konnten.

Jeder hatte seine Plätzchen wo er verweilen  und etwas Süsses knabbern konnte, wenn es denn etwas gab. Oft waren es allerdings nur Haselnüsse oder einige Beeren.
Es kam auch vor, das wir zu zweit unsere Lieblingsplätze aufsuchten.

Io OK

Im Winter war ich viel mit meinen Spielkameraden zusammen. Fast jeder hatte einen eigenen Davoser-schlitten. So gingen wir auf Waldwegen oder sogar Strassen schlitteln. Ich hatte keine Skihosen, für mich gab es Waden-bindend auch keine Ski. Mit ein paar Fassbinder hab ich experimentiert. In der Ebene konnte man etwas laufen, aber am Abhang mehr umfallen. Oft machten wir im Winter Schneeballschlachten. Auch  gingen  wir durch den gefroren Rotbach "ziben" rutschen.
Wer waren die Nachbarn? Kanntest du/kanntet ihr sie gut?
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1.  Erste Erinnerungen und Kindheit

Wer waren die Nachbarn? Kanntest du/kanntet ihr sie gut?
Die Nachbarn waren allesamt Bauern.
Die Familie Kunz hatte 5 Kinder, mit denen ich zur Schule ging. Peter war sogar mein Kommunionsgspänli. Am Tag der Erstkommunion ging man im Anzug zusammen zur  Kirche.
Ein weiterer Nachbar war Franz Haas vom Knübeli. Mir war bewusst, dass er Jäger war. Ich sehe ihn noch heute mit der Flinte rumlaufen.
Frau Jenni, war eine ältere Frau die oft meine Eltern besuchte. Nachdem sie über das Brüggli lief hat sie immer mit sich selbst gesprochen. Das hat auch unser Hahn festgestellt und hat sie fast immer angegriffen. Ich höre das Geschrei und Gegacker immer noch.

Io OK
Wer war für dich die einflussreichste Person?
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1.  Erste Erinnerungen und Kindheit

Wer war für dich die einflussreichste Person?
Der Briefträger "Chachler Gödu", Gottfried Krummenacher der uns die Post brachte und meine spätere Berufswahl beeinflusste, war einer der prägendsten Personen in meinem Leben. Auch unser Hausarzt Hugo Fischer, der mich nach meinem Welschlandaufenthalt bei der Sesselbahn in Marbach anstellte gehört zu diesen Personen. Nicht vergessen will ich den Polizisten Josef Galliker, der zuerst Schweizergardist war und der mich motivierte, diesen Weg einzuschlagen.

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Doktor Fischer

OK
Was für Kontakte hattet ihr mit euren Verwandten? Gab es unter diesen solche, die dir damals oder auch später besonders nahe standen?
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1.  Erste Erinnerungen und Kindheit

Was für Kontakte hattet ihr mit euren Verwandten? Gab es unter diesen solche, die dir damals oder auch später besonders nahe standen?
Mit unsern Verwandten hatten wir guten Kontakt, besonders mit meinen Onkeln und Tanten.
Ihr Schul -und Kirchwege ging bei uns vorbei.
Die Grossmutter Vatersseits Besuchten wir fast nie. Sie wohnte auch weiter weg und Reisen konnten wir mit unseren Finanzielen Lage nicht mehr als nötig. Der Stiefvater, Stör Schuhmacher war ein Alkoholiker.

Io  OK









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Bis hier bitte!

Was gut ist mit OK bestätigen.

Grazie di Gand Cuore
Meine Eltern
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2.  Meine Eltern



()
Marie Stalder  geb. 7.9.1922  im Buschachen in Marbach  gest. 22.1.2001  
von der Rothenfluh in Wiggen



()
Josef Portmann  geb.  2.3 1917   Escholzmatt                               1. 10.1993



Am 5. Oktober 1946 heirateten sie in der Wallfahrtskirche Werthenstein . Der Ehe entsprossen ein Sohn und drei Töchter.
Meine Mutter
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2.1.  Meine Eltern – Meine Mutter.
Meine Mutter ist am 7.September 1922  im Buschachen-Schärlig in Marbach als zweitältestes Kind der Eltern Ida und Alois Stalder- Schöpfer geboren.
Am 9. September wurde sie in der Pfarrkirche Marbach von Pfarrer Felder getauft. 
2 Jahre später zog ihre Familie auf die Rothenfluh in Wiggen. Die Primarschule besuchte sie im Eischachen.
Regelmässig besuchte sie den Religionsunterricht und die Heilige Messe in Escholzmatt, immer zu Fuss, was zu dieser Zeit selbstverständlich war.
Von den 2 letzten Schuljahren wurde meine Mutter dispensiert, da ihre Mutter Zwillinge erwartete und auf die Hilfe der Tochter in der immer grösser werdenden Familie angewiesen war.
Hauswirtschaft und Handarbeitsschule musste sie als Mädchen aber trotzdem absolvieren.
Sie war sehr stolz auf ihre in dieser Zeit selber genähte Entlebuchertracht.
Aus finanziellen Nöten musste sie aber die schöne Tracht ihrer Schwester verkaufen, durfte sie aber bei Bedarf immer ausleihen.
Ihr erstes Geld verdiente sie  6 jährig mit "Grotzen" setzen auf der Beichlen. Von morgens 07.00 bis abends 17.00 Uhr arbeitete sie so bei einem Stundenlohn von 80 Rappen. Das Geld musste sie zu Unterstützung der Familie abgeben.
Ihre ersten Kochkenntnisse holte sie bei der Familie Glanzmann im Marbacher Restaurant Sternen. Dort arbeitete sie 4 Jahre Teilzeit und 1 Jahr voll als Hausangestellte.
Gerne hätte sie in Sarnen den Pflegeberuf erlernt, was leider aus finanziellen Gründen nicht möglich war. Deshalb half sie bei der Pflege und Nachtwache in der Familie Röösli, "Zigarrenfabrik",  in der Riedgass in Escholzmatt mit.

Am 7. Oktober 1946 heirateten sie in der Wallfahrtskirche Werthenstein meinen Vater. Die beiden lebten bescheiden im Kleinfeldli in Wiggen. Anfangs 1947 konnten sie ein baufälliges Hüsli im Obacher kaufen, welches vom Vater selber renoviert wurde.

Meine Mutter wurde am 22. November 2001- 100 Meter vor ihrem Haus um 18.00 Uhr in Wiggen auf dem Heimweg von der Post, wo sie eine Einzahlung für eine Rechnung der Swisscom von 98.75 Fr. für ein Fixnetabo machte von einem Schützenpanzer Tipp Mowag Piranha mit der Fahrzeugnummer M1 73008 überfahren. Meine Mutter lief, wie es üblich war auf der linken Strassenseite gegen den Verkehr. Um diese Zeit war es schon etwas Dunkel und der Schützenpanzer hatte auch das Minimum an Licht, da es ja ein Militäfahrzeug war. Sie wurde nach der Anfahrt 5 bis 6 Meter weit ins Land hinaus geschmissen. Der Aufprall war so stark, dass sie nach dem Wurf von der Strasse auf der Stelle starb. Das Fahrzeug fuhr mit einen Geschwindigkeit von 60 -65 Stundenkilometer. .    100 Meter von ihrem Haus entfernt.

Gestorben 22. November 2001
(wenn du kannst, etwas genauer)
Was fällt dir als erstes ein, wenn du an deine Mutter denkst?
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2.1.  Meine Eltern – Meine Mutter.

Was fällt dir als erstes ein, wenn du an deine Mutter denkst?
Wie sie ermordet wurde von einem Schützenpanzer des Militärs und dass Bundesrat Schmid, der mich kannte, kein Wort der Kondolenz fand.

I
Woher stammt deine Mutter? Was weisst du über ihr Leben? Wie hat sie den Krieg erlebt?
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2.1.  Meine Eltern – Meine Mutter.

Woher stammt deine Mutter? Was weisst du über ihr Leben? Wie hat sie den Krieg erlebt?
Meine Mutter stammt aus einer Bergbauernfamilie vom Buschachen Schärlig in Marbach mit 13 Kindern. Sie war die Älteste und musste zu Hause viel und hart arbeiten.
Wie würdest du sie beschreiben?
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2.1.  Meine Eltern – Meine Mutter.

Wie würdest du sie beschreiben?
Sie war eine gute Mutter die sich ihrer  Kinder bewusst war. Sie hat nie ein Kind geschlagen. Aber schreien konnte sie.
Wie hast du sie als Mutter empfunden?
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2.1.  Meine Eltern – Meine Mutter.

Wie hast du sie als Mutter empfunden?
Sie war eine sehr gute Mutter, die sich für die ganze Familie aufgeopfert hat. In Sachen Kochen wusste und musste sie die kleinsten Resten einzusetzen, da wir eine sehr arme Familie waren.
Was waren ihre herausragenden Eigenschaften?
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2.1.  Meine Eltern – Meine Mutter.

Was waren ihre herausragenden Eigenschaften?
Sie konnte gut kochen, sie kochte alles, von Katze über Hund bis zu Kutteln, die sie selber reinigte. Ihr Liebstes war Hirn.
Sie hatte auch einen grünen Daumen, den ich von ihr erbte. Was sie pflanzte wuchs.
Was habt ihr alles zusammen unternommen?
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2.1.  Meine Eltern – Meine Mutter.

Was habt ihr alles zusammen unternommen?
Ich ging oft mit ihr in das Hilferntal Beeren und Pilze sammeln. Das Garten jäten hatte sie mir auch anvertraut.
Hast du dich an deine Mutter gewandt, wenn dir etwas auf dem Herzen lag? Woran erinnerst du dich speziell?
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2.1.  Meine Eltern – Meine Mutter.

Hast du dich an deine Mutter gewandt, wenn dir etwas auf dem Herzen lag? Woran erinnerst du dich speziell?
Nicht, dass ich wüsste, einzig wenn mir an den Kleidern ein Knopf fehlte bat ich sie ihn mir anzunähen. Das meine Kleider kaputt waren, merkte sie logischerweise beim Waschen.
Welches war der Beruf deiner Mutter, bevor sie heiratete? Hat sie diesen Beruf auch nach der Heirat ausgeübt?
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2.1.  Meine Eltern – Meine Mutter.

Welches war der Beruf deiner Mutter, bevor sie heiratete? Hat sie diesen Beruf auch nach der Heirat ausgeübt?
Meine Mutter war mal in einem Restaurant tätig, im Sternen in Marbach, wo schon ihre Mutter ein paar Jahre als Köchin arbeitete. Heute ist dort ein Campingplatz. Später war sie Hausfrau. Sie konnte fast alles. Wir hatten ein Spinnrad auf dem meine Mutter Wolle spann und daraus Socken und Strümpfe strickte. Im Garten war viel los und wenn es von Nöten war, hat sie auch mit der Sense gemäht. Nach dem Bau des Hauses in Wiggen ging sie ab dem 11. März 1958 jeweils Morgens um 07.00 Uhr jahrelang nach Trubschachen, wo sie in der Bisquitfabrick Kambly arbeite. Der Stundenlohn betrug Fr. 2.70. Jeden Tag fuhr der Kamblybus fürs Personal vor unser Haus. Da konnte meine Mutter direkt einsteigen. Die Firma Kambly hatte einen Bus womit die Arbeiterinnen abgeholt wurden, zur Tages und zur Nachtschicht.
Nach der Geburt von Tochter Margrith am  22.Juni 1964 machte sie Nachtdienst in der Bisquitfabrick Kambly, da mein Vater fast blind war fehlte es an Einkommen und wir brauchten Geld um die Schulden zu bezahlen.
Hatte sie Hobbies oder Leidenschaften? Was konnte sie besonders gut? Was machte sie besonders gern?
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2.1.  Meine Eltern – Meine Mutter.

Hatte sie Hobbies oder Leidenschaften? Was konnte sie besonders gut? Was machte sie besonders gern?
Beeren sammeln war ihre grösste Freude. Sie konnte nicht nur guten Kaninchen-braten kochen, sondern hat die Tiere  auch selbst geschlachtet.
Wolle spinnen von den eigenen Schafen und stricken waren ihre besonderen Fähigkeiten. Unvergesslich für mich ist ihre Backfähigkeit. Unter Anderem machte sie Apfelkuchen und Birnenweggen. 
Wie haben sich die Eltern kennen gelernt?
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2.1.  Meine Eltern – Meine Mutter.

Wie haben sich die Eltern kennen gelernt?
Meine Mutter arbeitete bei der Familie Röösli in Escholzmatt, die eine Zigarrenfabrik hatte.
In dieser Zeit lernte sie Josef Portmann vom Steihüsli kennen. Da diese Bekanntschaft für ihre Eltern nicht so willkommen war, musste sie fort und als Magd zur Familie Bucher nach Malters. Dort half sie tatkräftig in Haus und Hof mit.
Gerne erzählte sie von dieser schönen und guten Zeit. Damals entstand eine bleibende Freundschaft zu Tochter der Familie Bucher, Rosi.
Die heimliche Liebe zu ihrem Söpp blieb jedoch weiterhin bestehen.
Wie kleidete sie sich? War ihr das wichtig?
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2.1.  Meine Eltern – Meine Mutter.

Wie kleidete sie sich? War ihr das wichtig?
Sie nähte sich eine eigene Tracht die sie auch trug. Später verkaufte sie sie der jüngsten Schwester Lisbeth.
Sie trug immer einen Rock, zu dieser Zeit war dies für Frauen auf dem Land selbstverständlich.
Mein Vater
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2.2.  Meine Eltern – Mein Vater.
Mein Vater wurde am 2.März 1917 in Escholzmatt geboren.
Am 1. Oktober 1993 verstarb er in Wiggen bei sich zu Hause im Ilfisblick.
Was fällt dir als erstes ein, wenn du an deinen Vater denkst?
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2.2.  Meine Eltern – Mein Vater.

Was fällt dir als erstes ein, wenn du an deinen Vater denkst?
Mein Vater meinte es mit seiner Familie immer gut. Er war ein fröhlicher Mensch und hatte viele Freunde, auch Wohltäter. Er musste jeden Rappen zählen, wenn er wieder mal einen Fünfliber hatte, hat er ihn mit Sorgfalt verwaltet.
Gibt es ein bestimmtes Bild früheren Glückes, das dir im Zusammenhang mit dem Vater in den Sinn kommt?
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2.2.  Meine Eltern – Mein Vater.

Gibt es ein bestimmtes Bild früheren Glückes, das dir im Zusammenhang mit dem Vater in den Sinn kommt?
Der Vater war immer glücklich, wenn er seine Tiere ausstellen konnte.
Er war Mitbegründer der Ziegenzucht Genossenschaft Flühli Sörenberg. Er war mit mir zusammen im Kaninchenzüchterverein Escholzmatt.
Sein grösster Erfolg war eine Medaille für ein Kaninchen, der Rasse "Weisser Riese" an der Expo in Lausanne.  Wann
Woher stammt dein Vater Was weisst du über sein Leben? Wie hat er den Krieg erlebt?
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2.2.  Meine Eltern – Mein Vater.

Woher stammt dein Vater Was weisst du über sein Leben? Wie hat er den Krieg erlebt?
Mein Vater wurde am 2. März 1917 als ältester Sohn von Josef und Rosa Portmann-Koch in der Mettlen, Escholzmatt geboren. Er war der Sohn eines armen Schluckers, welcher als Hausierer und Rander kaum genug zum Leben verdiente.
Da die Eltern somit nicht für den Lebensunterhalt meines Vaters aufkommen konnten, wurde das magere Kind an Frau Berta Stalder zum Aufziehen weitergegeben.
Am Anfang machte sich diese grosse Sorgen, das "Buäbli" werde nicht überleben. Als mal seine Mutter auf Besuch kam, sagte sie, ist das mein Kind, da hätte Frau Stalder gesagt, ja was meinst du denn ich habe ihn vertauscht. Mit der Zeit jedoch und dank gutem Essen wurde es rasch sehr vif. 
Mit 14 Jahren trat mein Vater seine erste Stelle als Knecht bei der Familie Schmidiger im Lombach an.
Mit 19 Jahren verstarb sein Vater und der junge Mann musste die Familie unterstützen.
1932 bis 1937 war er Bauernknecht bei der Familie Kaufmann im Blutmoos.
Vom 4. November 1937 bis August  1939 war er Knecht bei  bei Gottfried Stadelmann Bodenmatte in Escholzmatt.
 

Als sich die Mutter nach einem Jahr mit "ihrem schon seit Jahren befreundeten Zimmermieter" Adolf Steffen vermählte,  zog mein Vater nach Zürich, zu Konrad Meier an die Friedhofstrasse 13 in Zürich  Altstätten wo er vom 1. Februar bis 15. September 1940 als Melker arbeiten konnte. Er musste 14 Kühe und 2 Rinder betreuen.
Als das Schiffsunglück am 12. Oktober 1944 auf dem Vierwaldstatterseee passierte schaute er zum Vieh der Familie Kaufmann.

Im Frühling 1939 begann er voller Begeisterung in Fischbach bei Olten bei der Firma Rud. Burkhalter Wagenbau und Spielwaren eine Lehre als Schreiner-Wagner, die er aber wegen seines Augenleidens schweren Herzens abbrechen musste.


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Jedoch, er wusste sich zu helfen und absolvierte im Blindenheim Boningen bei Olten erfolgreich eine Korbmacherlehre vom 10. Februar 1941 - 10. Februar 1942

Diesen Beruf übte er bis an sein Lebensende aus. Neben dem Korben machte er für die Bauern auch Reiswellen in den Wäldern und arbeitete beim Strassenbau. Das Mauern beherrschte er so gut, dass er unser Häuschen selbst restaurierte.
Jedes Jahr ging der Vater zu den Kapuzinern ins Kloster Schüpfheim. Mit Bruder Luzius ging er viele Jahre zu den Bauern Butter, Käse und Schnaps sammeln. Er freute sich immer auf das gute Essen und Trinkern im Kloster, wo es unter anderem auch Schnecken gab.
Mein Vater war kein Frauenverächter. Er hatte verschiedene oberflächliche Bekanntschaften. Es sind noch einige Freundschaftskarten in meinen Händen . So kannte er vor meiner Mutter ihre Cousine Emmi Stalder von der Hilfern. Wegen seines Augenleidens hätte sie ihn nicht geheiratet. Sie hat später auch geheiratet und hatte etwas Pech ihr Lebenspartner drehte durch und sie musste den einzigen Sohn allein Aufziehen.
Glockenaufzug Wiggen
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2.2.  Meine Eltern – Mein Vater.

Glockenaufzug Wiggen
Eine meiner schönsten Jugenderinnerungen ist sicher der Aufzug der neuen Kirchen - Glocken an 27. Juni 1956 für die Marienkirche in Wiggen. Ich war in der 2. Klasse im Jahre 1956.
Es waren 5 Glocken mit einem Gesamtgewicht von 3000 Kilogramm. Die schwerste Glocke hatte ein Gewicht von 1300 Kg. Man muss sich vorstellen diese Glocken wurden von der Schuljugend in den Turm hochgezogen. An meinem Firmtag am 26. Juni waren die Glocken von Bischof Franziskus von Streng Bischof von Basel gesegnet worden.

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Die Sterbeglocke im Glockenstuhl 

Wie würdest du ihn beschreiben?
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2.2.  Meine Eltern – Mein Vater.

Wie würdest du ihn beschreiben?
Mein Vater lebte nur für seine Familie.
Was waren seine herausragenden Eigenschaften?
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2.2.  Meine Eltern – Mein Vater.

Was waren seine herausragenden Eigenschaften?
Ferien kannte er nicht, doch der Sonntag war im Heilig, da gab es keine Arbeit. Er war den Umständen entsprechen sehr häuslich.
Was habt ihr alles zusammen unternommen?
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2.2.  Meine Eltern – Mein Vater.

Was habt ihr alles zusammen unternommen?
Ich ging mit im Kräuter sammeln. Das war immer ein spezielles Ereignis. Morgens um Fünf Uhr zog ich mit dem Vater auf die Beichlen. Der Berg ist bekannt auch wegen seiner Beeren und Pilzkultur. Auf der Strecke zogen wir beim Bauernhof meines Gottesvaters vorbei, wo um diese Zeit noch absolute Ruhe herrschte. Der Hund Neru kam wohl vors Haus, da er uns kannte wurde nicht gebellt. Es gab eine kleine Begrüssung. Weiter im Wald sah man hin und wieder einen Fuchs oder ein scheues Reh. Kurz bevor wir auf die Bergwiese kamen  gab es für uns immer ein ruhiges Schleichen. Des öfteren überraschten wir einen Auerhahn beim Morgengesang. Das war so eindrücklich, ich höre es heute noch. Als dann gab es ein Stück Zopf und was zu trinken. Mit dem Vater füllten wir 2 Säcke Frauenmänteli und gingen wieder heimwärts. Beim Grossvater gab es immer noch einen Schwatz und etwas zum Znüni.
In späteren Jahren ging ich mal mit dem Vater fischen in der Nacht, obwohl er Blind war konnte er sehr gut von Hand Fische fangen.. Er hatte eben ein gutes Gespür.
Mein Vater hat mir im Monat Mai immer "Meiäpfiffä" mit dem Militärsackmesser gemacht, aus Erlen.
Der Vater beteiligte sich jedes Jahr an Blindenverbandwallfahrt nach Einsiedeln. Es war für mich immer ein spezielles Ereignis Zug fahren und die riesige Wallfahrtskirche zu bestaunen, wo alles von Gold leuchtete und bei Licht strahlte. Es gab aus meiner Sicht immer ein feines Essen. Am Abend fuhr man dan wieder nach Hause ins Entlebuch. Wir wurden auch vom blinden Franz Schnyder und seiner Frau begleitet die in Schüpfheim wohnten. Nach dem Unwetter 1956 als wir unser Haus verlassen mussten, haben meine Eltern wieder ein neues Zuhause in Aussicht gestellt. Also ein kleines Holzhäuschen zu bauen. Da das Geld fehlte und die Brandversicherung sich nicht gerade grosszügig  zeigte, wurde Nächte lang überlegt, wie man da vorgehen könnte.
Mein Vater bekam von der Gemeinde Escholzmatt ein Schreiben, das er für den Bau des Häuschens Holz und Geld betteln durfte. Ich zog mit meinem Vater durch die Gemeinde von Haus zu Haus. Mal gab es eine Tanne oder einen Baumstamm oder was Geld. Fünf Franken war schon nicht schlecht, es gab sogar auch weniger. Man konnte auch sehen, dass wir vor verschlossenen Türen standen.
Hat er dich an seinen Arbeitsplatz mitgenommen? Wie war das?
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2.2.  Meine Eltern – Mein Vater.

Hat er dich an seinen Arbeitsplatz mitgenommen? Wie war das?
Oft ging ich mit ihm in die Wälder wo er seine "Büscheli" machte. Ich musste nach Möglichkeit die Äste zusammen schleppen. Später als er fast Blind war bin ich mit dem Tandem mit ihm herum gefahren.
Hatte er Hobbies oder Leidenschaften?
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2.2.  Meine Eltern – Mein Vater.

Hatte er Hobbies oder Leidenschaften?
Er war Kaninchen und Ziegenzüchter. Hat sogar einen Hasen der Rasse weisse Riesen an der EXPO in Lausanne gehabt. Weisse Riesen  waren seine Stärke. Er züchtete als einer der  Ersten Milchschafe in der Gegend.
Wie kleidete er sich? War ihm das wichtig?
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2.2.  Meine Eltern – Mein Vater.

Wie kleidete er sich? War ihm das wichtig?
Für die Sonntagsmesse trug er immer einen Anzug mit Krawatte und  Hut.
Die Ehe meiner Eltern
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2.3.  Meine Eltern – Die Ehe meiner Eltern.


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Marie Stalder von der Rothenfluh



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Was fällt dir spontan ein, wenn du an deine Eltern als Ehepaar denkst?
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2.3.  Meine Eltern – Die Ehe meiner Eltern.

Was fällt dir spontan ein, wenn du an deine Eltern als Ehepaar denkst?
Ich hörte nie ein böses Wort. Öffentliche Liebe zeigten sie nie, aber sie waren immer nett zusammen.
Wie würdest du dein Elternhaus und euer damaliges Familienleben beschreiben?
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2.3.  Meine Eltern – Die Ehe meiner Eltern.

Wie würdest du dein Elternhaus und euer damaliges Familienleben beschreiben?
Perfekt. Jedes Familienmitglied war sich seiner Aufgabe bewusst.  Streit bei meinen Eltern gab es nicht. Fluchen war auch ein Fremdwort.
Wie würdest du ihr Verhältnis/ihren Umgang miteinander bezeichnen?
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2.3.  Meine Eltern – Die Ehe meiner Eltern.

Wie würdest du ihr Verhältnis/ihren Umgang miteinander bezeichnen?
Sie waren immer net zueinander Umarmungen oder andere intime Liebkosungen habe ich nie gesehen. Wenn der Vater fort ging gab es einen Abschiedskuss und ein Kreuz mit Weihwasser. Jedes kannte seine Arbeit.
Waschen und betten war die Aufgabe der Mutter. Staubsauger gab es keinen ,da auch der Strom fehlte. Meine Mutter konnte gut mit dem Besen umgehen und wusste auch mit dem Teppichklopfer umzugehen.










An welchen Elternteil hast du angenehmere oder spezifischere Erinnerungen?
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2.3.  Meine Eltern – Die Ehe meiner Eltern.

An welchen Elternteil hast du angenehmere oder spezifischere Erinnerungen?
Meine Eltern waren eine Einheit und ich wurde von ihnen auch so behandelt.
An was für Erziehungsmethoden, allenfalls auch Bestrafungsmethoden, erinnerst du dich?
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2.3.  Meine Eltern – Die Ehe meiner Eltern.

An was für Erziehungsmethoden, allenfalls auch Bestrafungsmethoden, erinnerst du dich?
Da der Vater Korbflechter war, hat er mir beim Strafen oft mit Weiden den Arsch verhauen. Den Teppichklopfer kannte ich auch. 
Es kam auch vor, dass ich in den Keller gesperrt wurde. Im dunkeln Keller ohne Fenster hab ich immer laut geschrien. Das war sehr gut gegen die Mäuse. Einen Klapf bekam ich selten oder fast nie, da ich sehr beweglich war. Noch heute sehe ich die Erziehung mit Strafen im richtigen Moment als positiv. Wenn es nötig war, hab ich vom Vater oft eins auf den Hosenboden gekriegt. Heute finde ich, es war richtig und gut.
Mussten du und deine Geschwister Arbeiten verrichten? Welcher Art und in welchem Alter?
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2.3.  Meine Eltern – Die Ehe meiner Eltern.

Mussten du und deine Geschwister Arbeiten verrichten? Welcher Art und in welchem Alter?
Holz rein holen, Milch in der Käserei holen. Im Wald Säcke voll Tannzapfen sammeln zum Feuer machen im Winter.
Beim Holzspalten behilflich sein. Wie man eine Holzbeige macht hab ich früh gelernt. Im Sommer wurde Heu und Emd gemacht, wo ich mit half. Das Gras mähen hat man mir vor der Schule schon beigebracht.
Wie hielten es deine Eltern mit Taschengeld?
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2.3.  Meine Eltern – Die Ehe meiner Eltern.

Wie hielten es deine Eltern mit Taschengeld?
Habe ich nie gesehen. Brauchte ich auch nicht. Ich verdiente es selbst, mit Mäuse fangen, Vieh hüten und als Ministrant. Als Ministrant gab es 20 Fr. im Monat. Und von den Göttis die Fünflieber.
Wie waren deine Eltern religiös eingestellt?
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2.3.  Meine Eltern – Die Ehe meiner Eltern.

Wie waren deine Eltern religiös eingestellt?
Meine Eltern haben immer zum Essen gebetet und am Abend gab es den Rosenkranz. Das Weihwasserhäfeli benützte die Mutter mit uns jeden Abend um gut Nacht zu sagen. Wenn wir ausser Haus gingen gab es immer Weihwasser. Meine Eltern machten schon mal eine Wallfahrt nach Einsiedeln.
Als mein Vater alt und leidend war, hat er zur Überbrückung der Schmerzen den Rosenkranz gebetet. Ich habe ihn nie jammern gehört.
Haben deine Eltern dir als Kind/euch als Kinder gegenüber ihre politischen Ansichten geäußert? Wo standen sie politisch?
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2.3.  Meine Eltern – Die Ehe meiner Eltern.

Haben deine Eltern dir als Kind/euch als Kinder gegenüber ihre politischen Ansichten geäußert? Wo standen sie politisch?
Mein Vater war Christlich sozial und im Arbeiterverein , sowie 50 Jahre im Blindenverband.
Hast du Erinnerungen an das damalige Verhältnis deiner Eltern zu Behörden und Obrigkeit? Zur Kirche?
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2.3.  Meine Eltern – Die Ehe meiner Eltern.

Hast du Erinnerungen an das damalige Verhältnis deiner Eltern zu Behörden und Obrigkeit? Zur Kirche?
Ein Freund des Vaters war der Gemeindeammann Josef Schnyder von Blutmoos in Escholzmatt. Doktor Hugo Fischer meinte es gut mit uns. Hin und wieder gab es auch ein Almosen. Der Vater ging zu ihm auch Holz spalten. Kaninchen wurden im auch gebracht. Den Polizisten Galliker hat er durch den Arbeiterverein kennen gelernt. Galliker war in der Schweizergarde und er sagte mir immer, ich werde mal ein Gardist. Er hatte sogar recht. Den Postbote kannte wir auch. Ein Freund meines Vaters, Anton Felder Mätzenbühl Escholzmatt hat meinem Vater auf Weihnachten 1965 noch aus der Strafanstalt Wallwilermoos zu Weihnachten geschrieben und ein gutes neues Jahr gewünscht.
Was für mediale Erinnerungsstücke an deine Eltern wie Briefe, schriftliche Aufzeichnungen, Bilder, Fotos, Filme, Tonaufzeichnungen, Videos hast du?
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2.3.  Meine Eltern – Die Ehe meiner Eltern.

Was für mediale Erinnerungsstücke an deine Eltern wie Briefe, schriftliche Aufzeichnungen, Bilder, Fotos, Filme, Tonaufzeichnungen, Videos hast du?
Familienbuch, Schulzeugnisse, Kaufverträge, Bilder und vieles mehr.
Das Prunkstück die das Hausierpatent meines Grossvaters! Leider auch die Todesanzeigen.
Was für andere Objekte, wie Möbel Geschirr, usw. hast du von ihnen geerbt und behalten?
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2.3.  Meine Eltern – Die Ehe meiner Eltern.

Was für andere Objekte, wie Möbel Geschirr, usw. hast du von ihnen geerbt und behalten?

Einen Korb und ein Korbboden Herz den mein Vater selbst geflochten hat.Sowie sein Korbermacherwerkzeug.
Die Hochzeitstruhe, weiche meine Mutter in die Ehe brachte.
Meine Mutter sponn nicht nur Wolle, sie konnte auch stricken. von der Zottelkappe bis zu den Socken. Die Socken trage ich heute noch.



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Von Hand aus Schafwolle gestrickt und für einen Jungen

 

 



 

Gibt es Lebensweisheiten, die dir deine Eltern mitgegeben haben?
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2.3.  Meine Eltern – Die Ehe meiner Eltern.

Gibt es Lebensweisheiten, die dir deine Eltern mitgegeben haben?
Der Glauben meiner Mutter war die Religion. Sie hat fast Alles immer hinterfragt. Das Wort jäh hab ich noch in Erinnerung.
Inwiefern glaubst du, dem Vater oder der Mutter ähnlich zu sein? Oder bewusst anders?
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2.3.  Meine Eltern – Die Ehe meiner Eltern.

Inwiefern glaubst du, dem Vater oder der Mutter ähnlich zu sein? Oder bewusst anders?
Das Sparen habe ich von meinen Eltern.
Welche Rolle spielte Humor in deinem Elternhaus? Erinnerst du dich an lustige Geschichten oder Vorfälle?
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2.3.  Meine Eltern – Die Ehe meiner Eltern.

Welche Rolle spielte Humor in deinem Elternhaus? Erinnerst du dich an lustige Geschichten oder Vorfälle?
Meine Eltern waren fröhliche Leute. Der Vater spielte Mundharmonika. Bei der Arbeit wurde gepfiffen. Es wurde von Vater auch mal gesungen. Das Lied "Unter der Laterne" sang er oft auch mit Freunden.
Falls ein Elternteil, oder beide, schon gestorben sind, welche Erinnerungen hast du an ihren Tod?
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2.3.  Meine Eltern – Die Ehe meiner Eltern.

Falls ein Elternteil, oder beide, schon gestorben sind, welche Erinnerungen hast du an ihren Tod?
Mein Vater hatte Zuckerkrankheit 
Als ich von Bern nach Hause in Wiggen kam lag er schon tod auf dem Cousch. Theo Murpf hat ihn dann eingesargt und ich half dabei.

Meine Mutter wurde gute 100 Meter vor ihrem Haus am 22. November 2001von einem Radschützenpanzer zu Tode gefahren. Sie war auf der Post und hatte ihre letzte Einzahlung laut Postbüchlein um 17.00 abgewickelt. Man konnte in allen Zeitungen von diesem schrecklichen Unfall lesen und im Radio zu hören.

 

Wie erlebtest du die Beerdigungen? Besuchst und pflegst du das Grab?
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2.3.  Meine Eltern – Die Ehe meiner Eltern.

Wie erlebtest du die Beerdigungen? Besuchst und pflegst du das Grab?

Bei der Beerdigung meiner Mutter kam auch meine ehemalige Chefin Bundesrätin Ruth Dreifuss, die mich im warsten Sinne überrasche. Es waren sehr viele Leute da. Zum Leichenmahl gingen wir ins Hotel Rössli in Unterwiggen, wo es auf Mutters Wunsch Pastetli gab.

Haben deine Eltern je von Erbschaften profitiert?
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2.3.  Meine Eltern – Die Ehe meiner Eltern.

Haben deine Eltern je von Erbschaften profitiert?
Nein
Meine Grosseltern
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3.  Meine Grosseltern
Ich hatte 6 Grosseltern auf jeder Seite 3. Es waren 3 Grossmütter und 3 Grossväer.
Vaterseits : Josef Postmann geb.   5.3 1876                  - gest. 10.  6. 36 Nr. 1
                  Rosa Koch        geb. 25.6 1889
                  Adolf Steffen    geb.   5.3 1903                 - gest. 17. 11. 64 Nr.2
Müterlichenseits
                  Alois Stalder     geb. 31. 6.   1897              -gest.31.12. 79
                  Ida Schöpfer     geb. 23.12.  1896              -gest.  3.10. 63
Mein Grossvater väterlicherseits
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3.1.  Meine Grosseltern – Mein Grossvater väterlicherseits.
Geboren am 5. März 1876 in Escholzmatt - gestorben am 10. Juni 1936
Er hat mir seine Gene gegeben. Sein Beruf war Rander. Er machte selbst die Schindeln. Zweitberuf war Hausierer mit Patent. Er hatte ein Wägelchen das im zwei grosse schwarze Hunde zogen. Nach dem Namen seinem Lieblingshundes Waldi lies er auch Stumpen von der Zigarrenfabrik in Escholzmatt erstellen.
Laut meinem Vater starb er rauchend auf seinem Wägelchen 1936. Seinen Grabstein habe ich hoch in Ehren im Obacherfärch. Die 2 Hunde wurden nach seinem Ableben nach Genf verkauft.
2 Grossvater
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3.1.  Meine Grosseltern – Mein Grossvater väterlicherseits.

2 Grossvater



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Adolf Steffen  geboren am 5. März 1903 - gestorben 17.11.1964
Von Beruf war er Schuhmacher und ging zu den Bauern auf Stör. Er war mein Stiefgrossvater. Er hatte einen schwarzen Schnurrbart und trank viel
Was sind deine Erinnerungen an diesen Grossvater?
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3.1.  Meine Grosseltern – Mein Grossvater väterlicherseits.

Was sind deine Erinnerungen an diesen Grossvater?
Ich hab ihn leider nicht gekannt, doch das Gen zum Handel hab ich von ihm.
Was für Selbstzeugnisse oder Objekte über deinen Grossvater existieren noch? Was bedeuten sie dir?
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3.1.  Meine Grosseltern – Mein Grossvater väterlicherseits.

Was für Selbstzeugnisse oder Objekte über deinen Grossvater existieren noch? Was bedeuten sie dir?
Habe noch seinen Grabstein und sein Haussierpadent. Eine Stumpenhülle mit Waldi Stumpen halte ich hoch in Ehren.
Erinnerst du dich an Personen, die im Leben deines Grossvaters eine wichtige Rolle, positiv oder negativ, gespielt haben?
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3.1.  Meine Grosseltern – Mein Grossvater väterlicherseits.

Erinnerst du dich an Personen, die im Leben deines Grossvaters eine wichtige Rolle, positiv oder negativ, gespielt haben?
Sicher sein Untermieter der mit meiner Grossmutter in gutem Verhältnis lebte und sie nach seinem Leben sogar heiratete.
Meine Grossmutter väterlicherseits
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3.2.  Meine Grosseltern – Meine Grossmutter väterlicherseits.

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(1) Als Rosa Koch am 25.Mai 1889 in Doppleschwand geboren, gestorben
Als Rosa Koch am 25.Mai 1889 in Doppleschwand geboren, gestorben

 

 

Sie gebar am 26.9.1912 die Tochter Frieda, die am 7. August 1991 starb.  Bei der Tochter Frieda im Marchhüsli in Sigigen war ich paar mal in den Ferien. Am 28.Oktober 1916 heiratete sie Josef Portmann. Als er am 10. Juni 1936 starb heiratete sie am am 8. Februar 1937 Adolf Steffen
Er war der Untermieter und kannte meine Grossmutter bestens. Zuletzt wohnten sie in Wolfenschiesen in einem alten Holzhaus im ersten Stock, wo ich sie mit meinen Eltern besuchte. Sie war meine Taufpatin.

Was sind deine Erinnerungen an diese Grossmutter?
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3.2.  Meine Grosseltern – Meine Grossmutter väterlicherseits.

Was sind deine Erinnerungen an diese Grossmutter?
Sie war eine ruhige und immer aufgestellte Frau.
Als mein Grossvater sie geheiratet hatte, war sie schon Mutter eines unehrlichen Kindes mit dem Namen Frieda. Es scheint, das sie schon vor dem Tod der Grossvaters eine Beziehung  zu Steffen Adolf, dem Untermieter hatte, den sie später auch noch heiratete. Sie wohnten zusammen in Wolfenschiesen. Er war von Beruf Schuhmacher und Hausierer Er ging sogar zu Grossfamilien als Störenschuhmacher. Haussiere. Arbeiten war nicht seine Stärke.
Er ist am 13.4.1903 geb.und am 17.11.1964 gestorben.
Was weisst du noch über das Leben und die Lebensumstände deiner Grossmutter?
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3.2.  Meine Grosseltern – Meine Grossmutter väterlicherseits.

Was weisst du noch über das Leben und die Lebensumstände deiner Grossmutter?
Sie stammte aus der Gemeine Doppleschwand vom Marchhüsli.
Was habt ihr zusammen unternommen?
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3.2.  Meine Grosseltern – Meine Grossmutter väterlicherseits.

Was habt ihr zusammen unternommen?
Sie war meine Taufpatin und hat mir jedes Jahr die üblichen 5 Franken gegeben.
Wie hat sie im Alter gelebt?
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3.2.  Meine Grosseltern – Meine Grossmutter väterlicherseits.

Wie hat sie im Alter gelebt?
Sie ist zu Hause gestorben.
Mein Grossvater mütterlicherseits
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3.3.  Meine Grosseltern – Mein Grossvater mütterlicherseits.


(1) Alois Stader geboren am 23. 5. 1897 - gestorben in Hasle am 31. Dezember 1979 - Begraben in Wiggen, neben seiner 1. Frau

 

Alois Stader geboren am 23. 5. 1897 - gestorben in Hasle am 31. Dezember 1979 - Begraben in Wiggen, neben seiner 1. Frau

 

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Als mein Grossvater das 2 Mal 1967 heiratete war ich Trauzeuge. Er war 72 Jahre alt und seine neue Ehefrau Marta war 36 Jahre alt. Die Hochzeit fand im Wallfahrtsort Heiligkreuz im Entlebuch statt.Für mich eine etwas bewegte Erinnerung. Während der Hl. Messe musste ich wegen Unwohlsein die Kirche verlassen. Beim Brauttanz hat er die Trauzeugin genommen und ich die neue Grossmutter.

 

Was sind deine Erinnerungen an diesen Grossvater?
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3.3.  Meine Grosseltern – Mein Grossvater mütterlicherseits.

Was sind deine Erinnerungen an diesen Grossvater?
Er trug einen Bart und rauchte Tabakpfeife.
Was für Selbstzeugnisse oder Objekte über deinen Grossvater existieren noch? Was bedeuten sie dir?
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3.3.  Meine Grosseltern – Mein Grossvater mütterlicherseits.

Was für Selbstzeugnisse oder Objekte über deinen Grossvater existieren noch? Was bedeuten sie dir?
Leider nur noch paar Bilder.
Was war seine berufliche Tätigkeit gewesen?
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3.3.  Meine Grosseltern – Mein Grossvater mütterlicherseits.

Was war seine berufliche Tätigkeit gewesen?
Ein geborener Bauer. Er hat einige Bauernhöfe gekauft und seinen Söhnen weitergegeben.
Wie hat er im Alter gelebt?
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3.3.  Meine Grosseltern – Mein Grossvater mütterlicherseits.

Wie hat er im Alter gelebt?
Er hatte Krampfadern und musste immer die Beine einbinden.
Meine Grossmutter mütterlicherseits
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3.4.  Meine Grosseltern – Meine Grossmutter mütterlicherseits.




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Ida Stalder Schöpfer geboren  am 23.12.1896 im Buschachen in Marbach - gestorben am 3.10.1963
Was sind deine Erinnerungen an diese Grossmutter?
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3.4.  Meine Grosseltern – Meine Grossmutter mütterlicherseits.

Was sind deine Erinnerungen an diese Grossmutter?
Eine Richtig Hausmutter und konnte sehr gut Fleisch einmachen. Ich durfte ihr nie Grossmutter sagen. Sie sei eine Mutter und ich könne ihr ja Gotte sagen, ihr Mann sei ja mein Götti und sie seine Frau. Sie war zuckerkrank und sehr gewichtig. Wenn sie mal sass, wollte sie nicht einfach so aufstehen, da es für sie mühsam war. Sie hatte 13 Kinder geboren und aufgezogen.
Was habt ihr zusammen unternommen?
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3.4.  Meine Grosseltern – Meine Grossmutter mütterlicherseits.

Was habt ihr zusammen unternommen?
Da sie viel strickte, half ich ihr oft beim Wolle zu Kungeln wickeln. In der Küche half ich oft Kartoffel schälen, da sie jeden Morgen für die ganze Familie Rösti machte.
Was war ihre berufliche Tätigkeit gewesen?
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3.4.  Meine Grosseltern – Meine Grossmutter mütterlicherseits.

Was war ihre berufliche Tätigkeit gewesen?
Hausfrau, Bäuerin und Mutter von 12 Kindern.
Gibt es spezielle Ereignisse, schlimme oder schöne, an die du dich erinnerst?
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3.4.  Meine Grosseltern – Meine Grossmutter mütterlicherseits.

Gibt es spezielle Ereignisse, schlimme oder schöne, an die du dich erinnerst?
Im Sommer 1956 in der Nacht Montag auf Dienstag gab es ein extrem starkes Unwetter.
Es donnerte und blitze die ganze Nacht. Morgens so gegen 4 Uhr schlug sogar der Blitz in unser Haus. Zum Glück kam der kalte Strahl hinterher und es brannte nicht. Der Vater mit seiner Nachtblindheit konnte nichts tun, aber er, sowie die ganze Familie beteten vor Angst. Mit der Mutter konnte ich zum Fenster hinausguckend, feststellen, dass das kleine Gräblein zum reisenden Fluss wurde und sogar unser recht massive Bücke wegriss.  Sie war auf 2 Bahngeleiseschienen gebaut. Der Bach spülte ganze Tannen und grosse Steine mit sich. Es war ein Getöse das ich immer noch höre, wenn ich zurück denke. Als es Hell wurde versuchten wir Hilfe zu rufen. Da wir kein Telefon hatten war es nicht so einfach. Wir konnten nicht einfach übers Land gehen, da auch noch Lawinengefahr war. Mein Vater wusste sich zu helfen. Er ging mit einem Hornschlitten und einer langen Holzleiter zum reissenden Bach. Der Schlitten wurde rückwärts am Ufer des Baches in den Boden gerammt.
Der Vater befestigte die Leiter mit einem Seil. So jetzt galt es Ernst für mich. Ich musste auf die Holzleiter hoch klettern und der Vater lies mich auf der andern Seite des Gewässers runter. So konnte ich zu den Nachbarn gehen und Hilfe holen. Man musste die Feuerwehr rufen. Ein Militäraufgebot das in Escholmatt Dienst leistete wurde eingesetzt um Auto grosse Steine von der Zufahrt zu räumen welche der Rotbach gebracht hatte. Unser Haus wurde so stark beschädigt, dass wir ausziehen mussten. Man stellte einen Riss durch den Hügel und das Haus fest. Die erste Notunterkunft bekamen wir im Rotguet bei  Hans Schütz. Er hatte ein kleines Kolonialwarengeschäft. Die nächste Unterkunft, eine kleine Wohnung gab es in der Riedgass in Escholzmatt. Von dort ging ich auch ins Dorf zur Schule.
Da wir ein so grosses Unglück im Obacherfärch hatten und mein Vater ein neues Daheim für seine Familie anstrebte, bekamen wir von der Gemeinde Escholzmatt die Erlaubnis, Bauholz und Geld sammeln zu dürfen. Das war nicht so einfach, da mein Vater kein Auto hatte und auch nicht mehr Fahrrad fahren konnte. Wir bekamen vom "Blinden Franz Schnyder in Schüpfheim ein Tandem geschenkt. So fuhr ich mit meinem Vater die Gemeinde Escholzmatt ab und auf und wir fragten für ein Almosen, Holz oder Geld. Mit Franken 20 waren wir schon zufrieden. Hin und wieder waren wir vor einem geschlossenen Haus, da man uns nicht öffnete. Heute bin ich stolz, das Betteln am einen Leib erlebt zu haben.
Weisst du noch, welche Spiele du damals gespielt hast? Und welche Lieder gesungen?
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3.4.  Meine Grosseltern – Meine Grossmutter mütterlicherseits.

Weisst du noch, welche Spiele du damals gespielt hast? Und welche Lieder gesungen?
Pfeil und Bogen war mir ein Begriff. Wenn Mädchen dabei waren, hab ich auch mal " Seiligumpen" mitgemacht. Das Verstecken spiel war auch ein begriff.Lied "det änä am Bärgli tet steit ä wisi Geiss, mir Sennä heis luschtig,
Hast du damals schon bestimmte Dinge gesammelt?
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3.4.  Meine Grosseltern – Meine Grossmutter mütterlicherseits.

Hast du damals schon bestimmte Dinge gesammelt?
Haupsächlich Schnecken. die konnte man verkaufen
Hattest du bzw. deine Familie ein Haustier? Was bedeutete es dir?
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3.4.  Meine Grosseltern – Meine Grossmutter mütterlicherseits.

Hattest du bzw. deine Familie ein Haustier? Was bedeutete es dir?
Wir hatten Ziegen, Kaninchen, einen Hund "Negerli" sowie Hühner und einen Hahn. Es gab mal eine Ente und ich erinnere mich noch, sie machte grosse Eier. Die Katze hab ich fast vergessen, obwohl ich viel mit ihr gespielt habe.
Welches waren in dieser Zeit deine Lieblingssendungen (Radio und Fernsehen?)
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3.4.  Meine Grosseltern – Meine Grossmutter mütterlicherseits.

Welches waren in dieser Zeit deine Lieblingssendungen (Radio und Fernsehen?)
Fernsehn gab es bei uns noch nicht, im Radio hörten meine Eltern die Nachrichten und das Wunschkonzert und ich hin und wieder die Kinderstunde.
Durftest du schon ins Kino gehen? Woran erinnerst du dich?
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3.4.  Meine Grosseltern – Meine Grossmutter mütterlicherseits.

Durftest du schon ins Kino gehen? Woran erinnerst du dich?
Das Kino war mir erst in der Schule bekannt.
Krankheiten und Unfälle
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4.  Krankheiten und Unfälle
Im Winter hatte ich oft Lungenentzündung.
An welche Krankheiten oder Unfälle erinnerst du dich besonders?
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4.  Krankheiten und Unfälle

An welche Krankheiten oder Unfälle erinnerst du dich besonders?
Als ich mit 3 Jahren mit dem Vater mit einem Schlitten mit "Büscheli" im Winter unterwegs war, kippte er um und ich war darunter. Beim "hervorkrageln" habe ich einen Leistenbruch erlitten. Ich wurde im Spital Langnau operiert. Die Leibspeise welche mir jeden Tag gebracht wurde, waren gedämpfte Tomaten. Seit dem esse ich sie nicht mehr. Mein Vater hatte 1956 beim Brückenbau bei der Brücke in Marbach einen schweren Sturz der in für Monate lahm legte. Seit dem hat auch sein Augenlicht stark gelitten, dass er nachher nicht mehr Fahrrad fahren konnte.
Gab und/oder gibt es es in deiner Familie Krankheiten/Unfälle, die dich geprägt oder dein Leben beeinflusst haben?
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4.  Krankheiten und Unfälle

Gab und/oder gibt es es in deiner Familie Krankheiten/Unfälle, die dich geprägt oder dein Leben beeinflusst haben?
Mein Vater hatte die Nachtblindheit.                                                                        Die Mutter wurde am 22. November 2001 von einem Schützenpanzer 100 Meter vor dem Wohnhaus Jlfisblick in Wiggen zu Tode gefahren.
Zur Beerdigung kam auch meine Arbeitgeberin Bundesrätin Ruth Dreifuss. Beim Leichenmal gab es Pastetli mit Pommfrites, auf Wunsch meiner Mutter, im ehemaligen Hotel Rössli.
Wohnen
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5.  Wohnen
Meine Eltern haben 1947 am 6. Mai den Oberbacherfärich gekauft. Nach dem Unwetter 1956 wurde 1957 der Ilfisblick gebaut, wo meine Eltern bis zu ihrem Tod wohnten..
Falls ihr umgezogen seid, was waren die Gründe für den Umzug/die Umzüge? Wie wurde darüber entschieden?
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5.  Wohnen

Falls ihr umgezogen seid, was waren die Gründe für den Umzug/die Umzüge? Wie wurde darüber entschieden?
Ab 1957 wohnten wir im Ilfisblick in Wiggen wo mein Vater ein Haus bauen lies.
Wie entwickelten sich die Raum- und Schlafverhältnisse seit deiner Jugend?
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5.  Wohnen

Wie entwickelten sich die Raum- und Schlafverhältnisse seit deiner Jugend?
Im Obacherfärch gab es weder Bad noch Tusche. Das Bett war ein Strohsack den meine Eltern im Frühling immer ausschütteten und an die Sonne legten zum auslüften.
Das erste mal durfte ich 1956 in der Riedgass in eine Badewanne. Das Badewasser wurde für die ganze Familie gebraucht.
Erinnerst du dich an besonders schöne und für dich wertvolle Rückzugsorte?
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5.  Wohnen

Erinnerst du dich an besonders schöne und für dich wertvolle Rückzugsorte?
Ich ging viel und oft in den Wald oder an den Bach.
Wie unterscheiden sich deine früheren Wohnverhältnisse von den heutigen Ansprüchen?
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5.  Wohnen

Wie unterscheiden sich deine früheren Wohnverhältnisse von den heutigen Ansprüchen?
Einfach und zufrieden auch mit weniger Luxus.
Wie war das konkret mit den jeweiligen sanitären Installationen? WC, Badewanne, Dusche und der Körperhygiene?
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5.  Wohnen

Wie war das konkret mit den jeweiligen sanitären Installationen? WC, Badewanne, Dusche und der Körperhygiene?
Im neuen Haus in Wiggen gab es eine Toilette mit Wasserspülung, doch ohne Brünchen. um die die Hände zu waschen ging man in die Küche. Wasser hatten wir genug, da wir eine eigene Wasserfassung, Grundwasser mit Pumpe hatten.
Wie waren die Küchen in deiner Kindheit im Vergleich zu heute ausgestattet bzw. wie wurde damals gekocht?
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5.  Wohnen

Wie waren die Küchen in deiner Kindheit im Vergleich zu heute ausgestattet bzw. wie wurde damals gekocht?
In Wiggen hatten wir einen Holzofen, der auch den Kachelofen in der Wohnstube zum Heizen bediente, auch ein Elekroherd und ein Wasserboiler waren vorhanden. Der Kühlschrank hatte keinen Platz und war in einem andern Zimmer. Da gab es so ein Butterschwinggerät zum Butter machen.
Was für Haushaltsgeräte hattet ihr? Was bedeuteten sie?
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5.  Wohnen

Was für Haushaltsgeräte hattet ihr? Was bedeuteten sie?
Als wir etwas mehr Geld hatten kaufte die Mutter einen Handmixer, da sie gerne und gut backte und Beerenkonfitüre machte. Später gab es auch einen Duromatic. Auf den war die Mutter besonders stolz.
Wie war das für dich jeweils mit Radios, Fernseher, Computer und anderen elektronische Medien?
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5.  Wohnen

Wie war das für dich jeweils mit Radios, Fernseher, Computer und anderen elektronische Medien?
Als ich noch zu hause wohnte gab es nur ein Radio. Es war ein Geschenk vom Blindenverband an meinen Vater.
Bist du an frühere Wohnorte zurückgekehrt?
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5.  Wohnen

Bist du an frühere Wohnorte zurückgekehrt?
Immer wieder, da hatte ich ja noch Bekannte. An meinem Geburtsort hab ich aus dem Überresten des Wohnhauses ein Wochenendhäuschen gebaut. Das gab viel Arbeit, doch ich bin Stolz, darauf, da ich das Meiste selbst mit treuen Freunde gebaut habe.
Zu wem hast du heute noch Kontakt bzw. hättest noch gerne Kontakt?
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5.  Wohnen

Zu wem hast du heute noch Kontakt bzw. hättest noch gerne Kontakt?
Mit Schulkollegen habe ich heute noch Jimmy, Kunz Fredu und Walter Koller.
Über welche Stationen, Wohnsituationen bist du zur heutigen gekommen? Wie sieht diese aus?
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5.  Wohnen

Über welche Stationen, Wohnsituationen bist du zur heutigen gekommen? Wie sieht diese aus?
Per Zufall.
Wir lernten in Rom Pius Rimensberger kennen, der in der Halensiedlung wohnte. Als wir bei ihm einen Besuch machten war ich und Heidi von diesem Wohnort sofort begeistert. Wir wollten auch in Bern wohnen, da es hier das berühmte Kinderspital gibt und unsere Tochter Bettina recht krank war. Wir machten über Heidi Riemensberger eine Zeitungsanzeige für die Gegend Zollikofen. Es war nicht einfach was zu finden. Pius Riemensberger hörte von Bekannten, dass die Wohnung Halen 47 frei werde. Sofort hat er rum-getan und erreichte dass wir einziehen konnten. Im Januar 1987 bin ich mit Valentino allein eingezogen. Heidi musste krankheitshalber noch in Rom bleiben.
Bist du damit zufrieden oder planst du weitere Veränderungen? Was fehlt dir?
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5.  Wohnen

Bist du damit zufrieden oder planst du weitere Veränderungen? Was fehlt dir?
Mit der Wohnsituation bin ich sehr zufrieden. Meine politische Umgebung ist aber nicht mein Ding.
Primarschulzeit
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6.  Primarschulzeit
Vom 2. April 1954  -  1956 ging ich in die Gesamtschule Eischachen
1957 - in die Schule in Wiggen. die 7 und 8 Klasse,
2 Jahre nach Escholzmatt
Welche Erwartungen hattest du an die Schule?
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6.1.  Primarschulzeit – Grundschule Unterstufe.

Welche Erwartungen hattest du an die Schule?
Ich wollte lesen und schreiben lernen.
Was weisst du noch über deinen Schulweg?
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6.1.  Primarschulzeit – Grundschule Unterstufe.

Was weisst du noch über deinen Schulweg?
Im Sommer ging ich barfuss, es ging über Rasenweg. Man musste aufpassen wegen den Kuhfladen.War aber nicht so schlimm, da ich noch über ein kleines Bächlein musste und mir dort immer die Füsse wusch. Im Winter musste mich in der ersten Klasse mein Vater begleiten, da es zu viel Schnee hatte.
Wie hast du lesen gelernt?
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6.1.  Primarschulzeit – Grundschule Unterstufe.

Wie hast du lesen gelernt?
Nur in der Schule.
An welche Schulkameraden erinnerst du dich?
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6.1.  Primarschulzeit – Grundschule Unterstufe.

An welche Schulkameraden erinnerst du dich?
An die Gebrüder Kunz und ihre grösse Schwester Bernadette, die mir immer half.
Wie war euer Lehrer bzw. eure Lehrerin?
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6.1.  Primarschulzeit – Grundschule Unterstufe.

Wie war euer Lehrer bzw. eure Lehrerin?
Wir hatten viele Lehrer, da sie jung waren und immer wieder in den Militärdienst mussten. Der erste war Hr. Zender, aus dem Kanton Schwyz. In Wiggen hatten wir einen Bündner Lehrer Blumenthal der einen neuen blauen VW Karmann hatte. Als er mal ins Militär musste gab es eine Junge sehr hübsche Lehrerin zur Ablösung. Sie hat uns Teenetschern den Kopf verdreht, dass wir ihr am Mittag als sie dem Bach entlang spazierte, ihr nach schlichen.
Wie wurdet ihr unterrichtet?
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6.1.  Primarschulzeit – Grundschule Unterstufe.

Wie wurdet ihr unterrichtet?
Zuerst im Eischachen war es eine Gesamtschule mit 7 Klassen und mit über 40 Kindern. Der Vorteil, man konnte schon in die nächste Klasse Einblick nehmen.
Erinnerst du dich an Bestrafungsmethoden in der Schule? Wie beeinflussten diese deine schulischen Leistungen?
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6.1.  Primarschulzeit – Grundschule Unterstufe.

Erinnerst du dich an Bestrafungsmethoden in der Schule? Wie beeinflussten diese deine schulischen Leistungen?
Es gab nachsitzen sowie Schläge mit dem Stock.
Welches sind deine Erinnerungen an Schulferien, Ferienlager, Schulreisen?
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6.1.  Primarschulzeit – Grundschule Unterstufe.

Welches sind deine Erinnerungen an Schulferien, Ferienlager, Schulreisen?
Schulferien verbrachte ich im Sommer immer auf Hurbelen der Alp meines Grossvaters.
Eine Schulreise war aufs Rütli, das Verkehrshaus Luzern, ein Besuch des Dählhölzis und Bundeshaus, des Bundesarchivs in Schwyz und eine Dreipässe fahrt mit dem Postauto Susten
Wie waren deine Schulleistungen? Wie dein Verhältnis zu Hausaufgaben? Half dir jemand?
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6.1.  Primarschulzeit – Grundschule Unterstufe.

Wie waren deine Schulleistungen? Wie dein Verhältnis zu Hausaufgaben? Half dir jemand?
Ich war nie ein Blender in der Schule.In der fünften Klasse hatte ich eine 5. in die Sekundarschule schafte ich es nicht. Aus Platzmangel gab es nur eine beschränkte Zahl. Bei der Aufnahmeprüfung wurde der Sohn der Kaminfegers mit den selben Noten bevorzugt, da mein Vater nur Korbflechter war.
Wie reagierten deine Eltern auf Zeugnisse?
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6.1.  Primarschulzeit – Grundschule Unterstufe.

Wie reagierten deine Eltern auf Zeugnisse?
Sie wurden immer unterschrieben.
Was tatst du nach der Schule?
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6.1.  Primarschulzeit – Grundschule Unterstufe.

Was tatst du nach der Schule?
Ich ging zu den Haustieren.
Warst du schon an einem Klassentreffen? Wie hat das auf dich gewirkt?
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6.1.  Primarschulzeit – Grundschule Unterstufe.

Warst du schon an einem Klassentreffen? Wie hat das auf dich gewirkt?
Wir sind alle älter geworden und einige sind schon gestorben, doch Treffen gibt es regelmäsig.
Wie waren diese Jahre für dich ganz allgemein, unabhängig von der Schule?
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6.2.  Primarschulzeit – Grundschule Oberstufe.

Wie waren diese Jahre für dich ganz allgemein, unabhängig von der Schule?
Die Oberstufe hatte ich in Escholzmatt. Der Lehrer war Franz Krummenacher.
Kannst du deine Schulkameraden noch charakterisieren und beschreiben? Erinnerst du dich an die Sitzordnung bzw. wo du jeweils sassest?
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6.2.  Primarschulzeit – Grundschule Oberstufe.

Kannst du deine Schulkameraden noch charakterisieren und beschreiben? Erinnerst du dich an die Sitzordnung bzw. wo du jeweils sassest?
Ich sass hinter Jimmy Schnyder, zuhinterst vor der Eingangstür. Mit Josef Bierie vom "Laueli" ging ich immer wieder auf der Schulweg im Bach von Hand fischen.
Wie war euer Schulalltag?
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6.2.  Primarschulzeit – Grundschule Oberstufe.

Wie war euer Schulalltag?
Von Morgens 8.00 bis 11.00 und 14.00 17.00. Donnerstag war schulfrei. da musste man am Morgen in die Hl. Messe und anschliesend zum Religionsunterricht.
Wie waren die Pausen und das Leben auf dem Pausenplatz?
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6.2.  Primarschulzeit – Grundschule Oberstufe.

Wie waren die Pausen und das Leben auf dem Pausenplatz?
Es wurde oft gekämpft und geschlagen in kleinern Gruppen. Im Winter wurden Eisbrocken geschossen.
Welches war dein Lieblingsfach? Welche Fächer mochtest du gar nicht?
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6.2.  Primarschulzeit – Grundschule Oberstufe.

Welches war dein Lieblingsfach? Welche Fächer mochtest du gar nicht?
Mein Lieblingsfach war Geografie.
Hast du gerne Bücher gelesen? Welches waren deine Lieblingsbücher? Hast du dir Bücher in der Schulbibliothek ausgeliehen oder untereinander ausgetauscht?
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6.2.  Primarschulzeit – Grundschule Oberstufe.

Hast du gerne Bücher gelesen? Welches waren deine Lieblingsbücher? Hast du dir Bücher in der Schulbibliothek ausgeliehen oder untereinander ausgetauscht?
Mein erstes Buch war Oliver Twist.
Wie würdest du den Lehrer bzw. die Lehrerin charakterisieren? War er/sie z. B. gerecht?
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6.2.  Primarschulzeit – Grundschule Oberstufe.

Wie würdest du den Lehrer bzw. die Lehrerin charakterisieren? War er/sie z. B. gerecht?
Der Lehrer war hart, aber gut.
Hast du ihn/sie wieder einmal gesehen? Was ist aus ihm/ihr geworden?
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6.2.  Primarschulzeit – Grundschule Oberstufe.

Hast du ihn/sie wieder einmal gesehen? Was ist aus ihm/ihr geworden?
Als ich mal von Rom zu den Eltern ging, habe ich Lehrer Franz Kummenacher in Escholzmatt besucht. Er hat sich gefreut und mich zu einem Drink eingeladen.
Heute sind alle gestorben.
Wie waren deine Schulleistungen? Wie dein Verhältnis zu Hausaufgaben? Half dir jemand?
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6.2.  Primarschulzeit – Grundschule Oberstufe.

Wie waren deine Schulleistungen? Wie dein Verhältnis zu Hausaufgaben? Half dir jemand?
Meine Schulleistungen waren nicht schlecht. Ich hatte es aber nicht in die Sekundarschule geschafft mit einem Notendurchschnitt 5. Bei der Aufnahmeprüfung habe ich nicht geglänzt und mein Schulkamerad, der Sohn des Kaminfegers hat den Vorzug erhalten. Mein Vater war nur Korber.  schon geschrieben
Wie reagierten deine Eltern auf Zeugnisse?
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6.2.  Primarschulzeit – Grundschule Oberstufe.

Wie reagierten deine Eltern auf Zeugnisse?
Sie wurden immer ohne Probleme unterschrieben.
Hattest du zu dieser Zeit schon einen Schulschatz?
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6.2.  Primarschulzeit – Grundschule Oberstufe.

Hattest du zu dieser Zeit schon einen Schulschatz?
Es gab schon mal einen Blick auf ein Mädchen.
Sekundarschule
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7.  Sekundarschule
In die Sekundarschule habe ich es nicht geschaft.
Gingst du regelmässig ins Kino? Waren das spezielle Momente?
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7.  Sekundarschule

Gingst du regelmässig ins Kino? Waren das spezielle Momente?
Das nächste Kino war in Schüpfheim, doch ich hatte kein Geld.
Womit hast du in deinem Leben deine Freizeit vorwiegend oder am liebsten verbracht?
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8.  Meine Freizeit

Womit hast du in deinem Leben deine Freizeit vorwiegend oder am liebsten verbracht?
Ich bin ein Sammler tipp. So habe ich als Kind Vogelfedern und schöne Steinchen gesammelt. Später waren es Briefmarken, Münzen. Pin und sogar Kafferraumdeckeli.
Habe eine anständige Auswahl Kaffeemühlen, sowie Espressomaschinen. Der Schatz sind aber verschiedene Siegel von Botschaften ( Nunziaturen) und Konklaven aus dem Vatikan.
Hast du in deiner Jugend und später Sport getrieben? Oder dich zumindest dafür interessiert?
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8.  Meine Freizeit

Hast du in deiner Jugend und später Sport getrieben? Oder dich zumindest dafür interessiert?
Ich war in der Jugendriege in Escholzmatt, spielte auch mal Fussball bei der Mannschaft von Wiggen gegen Escholzmatt. Eishockey mit den "Anschrübeler" Schlittschuhen auf der Natureisbahn in Wiggen.. Später gab es Schwingen , Gehen, Skibob und dilettantisch Boxen in der Sihlpost nach der Arbeit. Als 17 Jähriger ging ich schwingen. Ich übte intensiv, ging sogar in den Schwingkeller nach Hasle. Was mir aber fehlte war das Gewicht. Ich hatte nicht mal 70 Kg. Ich habe es mal beim Schibischwinget in Escholzmatt versucht. Meine Eltern hatten es nicht erlaubt. Ich schlich mich aber trotzdem ans Schwingen. Im ersten Gang wurde ich mit einem schwereren Langnauer Bauer gepaart der um die 100 kg schwer war. Obwohl ich sehr beweglich war , null Chanse ich broch mir das linke Schlüsselbein. Der Familienfreund Doktor Fischer behandelte mich. Er lud mich und das Fahrrad  in seinen VW und fuhr mich zu mir noch hause. Was für sein Glück für mich, das er mit kam, sonst hätte ich von meinem Vater sicher noch Schläge erhalten. Von da an habe ich keine Schwinghosen mehr angezogen.
Später gab es für mich auch die Volksmärsche. der grösste war mal ein Kennedymarsch  80 Meilen 120 km. das war hart ich war darauf für paar Tage müde. Im Weiteren machte ich auch 3 Zürcher Distanzmärsche.
Hast du dich für Musik interessiert? Wie hast du Musik gehört?
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8.  Meine Freizeit

Hast du dich für Musik interessiert? Wie hast du Musik gehört?
Ich habe versucht Handorgel zu spielen. Leider ging es nicht nach Wunsch. Die Flöte war auch nicht mein Hit. Hin und wieder klaute ich dem Vater die Mundharmonika. In meiner Zeit gab es die Beatles. Zur Zeit habe ich ein Didgeridoo mein eigen. Soll gut gegen schnarchen sein.
Hast du selber ein Instrument gespielt? Warst du in einer Musikformation, in einer Band?
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8.  Meine Freizeit

Hast du selber ein Instrument gespielt? Warst du in einer Musikformation, in einer Band?
Ich wollte zur Kirchenmusik Wiggen gehen, doch meine Eltern waren dagegen. Sie sagte nimmer die Onkel sind dabei und die saufen alle.
Hattest du in bestimmten Lebensphasen wichtige Freizeitbeschäftigungen?
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8.  Meine Freizeit

Hattest du in bestimmten Lebensphasen wichtige Freizeitbeschäftigungen?
Ein Hobby war auch Fische fangen im Bach von Hand. Ich war in der Jugendriege St. Georg in Escholzmatt. Bergwanderungen waren Gang und Gäbe. Das Motorradfahren darf man nicht vergessen. Ich gründete mit Fredu Allenbach den Post Motorsportclub Zürich. Das Abzeichen haben wir als erstes gekreiert, bevor der Club bestand. Wir machten verschiedene gemeinsame Ausfahrten, es ging auch auf den Nürburgring. Man stelle sich vor, ich ging mit dem Armee Motorrad Marke Condor auf die Rennbahn. Es ging nicht ums rennen, sondern ums fahren. Zu meinem Leidwesen wurde ich sogar von den Kreidlern 50  überholt.
Was bedeutete/bedeutet der Computer und das Internet in deinem Leben?
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8.  Meine Freizeit

Was bedeutete/bedeutet der Computer und das Internet in deinem Leben?
Jeden Tag damit beschäftigt.
Welche Rolle spielte das Lesen in deinem Leben?
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8.1.  Meine Freizeit – Lesen.

Welche Rolle spielte das Lesen in deinem Leben?
Es gehört zu meinem Lebensinhalt.
Gibt es Bücher, die du mehrmals gelesen hast? Welche und weshalb? Wieviel Bücher hast du überhaupt?
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8.1.  Meine Freizeit – Lesen.

Gibt es Bücher, die du mehrmals gelesen hast? Welche und weshalb? Wieviel Bücher hast du überhaupt?
Oliver Twist. Ich habe eine ordentliche Bibliothek von Rom Sachbüchern.
Hast du Bücher gesammelt?
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8.1.  Meine Freizeit – Lesen.

Hast du Bücher gesammelt?
Wildwestromane und Jerry Cotton
Gibt es Autoren/Autorinnen, von denen du fast alles gelesen hast?
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8.1.  Meine Freizeit – Lesen.

Gibt es Autoren/Autorinnen, von denen du fast alles gelesen hast?
Raffalt mit seinen Rom Büchern etz.
Hat sich dein Leseverhalten oder dein Literaturkonsum mit dem Internet und allenfalls auch den e-books verändert? Wie?
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8.1.  Meine Freizeit – Lesen.

Hat sich dein Leseverhalten oder dein Literaturkonsum mit dem Internet und allenfalls auch den e-books verändert? Wie?
Ich lese am liebsten Sachbücher und historische Romane.
Hast du Lesungen von Autoren besucht?
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8.1.  Meine Freizeit – Lesen.

Hast du Lesungen von Autoren besucht?
Nur einmal in Bremgarten vom Mann von Bundesrätin Somaruga  Lukas Hartmann (Hans-Rudolf Lehmann).
Wie leicht fiel es dir in deiner Jugend, Kontakte aufzubauen und zu pflegen?
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9.  Beziehungen in der Jugend

Wie leicht fiel es dir in deiner Jugend, Kontakte aufzubauen und zu pflegen?
sehr leicht.
Gibt es unauslöschliche Erinnerungen an Beziehungen aus dieser Zeit?
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9.1.  Beziehungen in der Jugend – Beziehungen als Teenager.

Gibt es unauslöschliche Erinnerungen an Beziehungen aus dieser Zeit?
Ich lernte die Tochter des Postboten Lötscher in Marbach kennen. Als ich gegen Morgen nach Hause ging und es stark regnete hat sie mir einen Regenschirm ausgeliehen. Tage später sprach der Postbote mit meiner Mutter. Er sagte, dass er einen solchen Schirm vermisse wie er vor unserer Türe stehe. Meine Mutter sagte, er könne in ruhig mitnehmen sie wisse nicht wieso der hier sei.
Hast du dich gegen deine Eltern und überhaupt Autorität aufgelehnt?
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9.1.  Beziehungen in der Jugend – Beziehungen als Teenager.

Hast du dich gegen deine Eltern und überhaupt Autorität aufgelehnt?
War nie nötig!
Warst du schon früh mit Sexualität konfrontiert? Wie? Wie hast du das erlebt und inwiefern hat dies dein späteres (Sexual-)Leben geprägt?
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9.1.  Beziehungen in der Jugend – Beziehungen als Teenager.

Warst du schon früh mit Sexualität konfrontiert? Wie? Wie hast du das erlebt und inwiefern hat dies dein späteres (Sexual-)Leben geprägt?
Ich wurde schon in der ersten Klasse sexuell von einer Nachbarin aufgeklärt. Kann mich noch gut erinnern. Es war an einem kühlen Herbstabend als die Sonne schon bald untergegangen war. Wir waren zusammen unter einem Baum. Die Glocken der Kühe haben uns begleitet. Sie hütete das Vieh.
Hattest du schon früh eine Freundin/einen Freund? Wie war das damals?
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9.1.  Beziehungen in der Jugend – Beziehungen als Teenager.

Hattest du schon früh eine Freundin/einen Freund? Wie war das damals?
Als ich an der Sesselbahn arbeitete, gab es Mädchengruppen vom Stadtjugendring Mannheim, welche Ferien halber auf der Marchegg im Ferienheim wohnten. Da kam es schon vor, dass man sich mit der Einen oder Andern unterhielt. In guter Erinnerung ist mir noch Erika Hennersdorf. Bei ihrem Abschied von der Marbachegg bin ich mit ihr noch eine Zusatzrunde mit der Gondelbahn gefahren. Wir haben uns sogar noch via Rom geschrieben. In einem Brief schrieb sie, es sei für sie nicht verständlich, dass ich für so eine zweifelhafte Person den Papst arbeiten könne. Das war ihr letzes Zeichen.
Gibt es unauslöschliche Erinnerungen an Ereignisse aus dieser Zeit?
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9.2.  Beziehungen in der Jugend – Beziehungen als Volljähriger bzw. Volljährige.

Gibt es unauslöschliche Erinnerungen an Ereignisse aus dieser Zeit?
Meine erste feste Freundin war Marianne Dissler aus Wolhusen. Da ich im Vatikan war, ging es nicht all zu lange mit unserer Beziehung. Sie war in Reussbühl Serviertochter, wo ich sie im Januar 1971 besuchte. Irgendwie war es nicht mein Fall. Ich lies ihren Zimmerschlüssel den sie mir gab, durch die Coiffeur Stiftin Doris Koch, die recht gut kannte zurückbringen. Doris ist heute noch meine Coiffeurin. In Rom hatte ich verschiedene Beziehungen. Die einen waren zu alt und andere schon verheiratet. Ich kann mich noch an die Schwedin Swenson erinnern. Der Vater war Radio und Fernsehkorrespondent in Genf. Als wir mal in die Old Vienna tanzen gingen hat uns ihr Vater begleitet. Sie hat mir dann noch paar mal geschrieben.
Auf der Marchegg hatte ich Heidi Roth beim Jassen kennen gelernt. Es ging soweit, dass wir uns verlobten. Sie kam mich mal hinter dem Rücken ihres Vaters in Rom besuchen. Ich bezahlte ihr noch die Reise. Wir haben uns sehr viel geschrieben und ich war rüdig verliebt. Sie wollte immer, dass ich möglichst bald in die Schweiz kommen würde um zu heiraten. Ich buchte für uns zwei Ferien auf der Insel Ponza. Es kam nie soweit! Eines Abends hat sie mich bei der Vigilanza ins Arco delle Campane angerufen, sie komme nicht. Wie sich herausstellte, wurde sie von einem Italiener geschwängert, der sie auch heiratete. So musste ich den Ring wieder abziehen. Was mir von Heidi Roth noch geblieben ist, sind ein paar rote Bettsocken mit dem Namen Heidi und Enrico. Später versuchte ich es mit Silvia Baumann einer Käserstochter von Arth. Sie war eine Berggängerin. Ich ging mit ihr auf die Rigi und auf die Hurbelen zu meinem Onkel Niklaus auf die Alp. Wir haben uns sehr viel geschrieben. Ich machte mit ihr verschiedene Bergtouren aber weiter kam ich mit ihr nicht.
Meine besten Freunde bzw. Freundinnen
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10.  Meine besten Freunde bzw. Freundinnen
Josef " Jimmy"Schnyder vom Blutmoos in Escholzmatt
Wenn du an deine Freunde denkst, welche sind dir über dein ganzes Leben gesehen die liebsten, nachhaltigsten? Weshalb?
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10.  Meine besten Freunde bzw. Freundinnen

Wenn du an deine Freunde denkst, welche sind dir über dein ganzes Leben gesehen die liebsten, nachhaltigsten? Weshalb?
Eine mir wertvollste Freundinnen ist Regula Geiger- Zwyer die ich 1972 in Rom kennen lernte.
Sie kam auch mit ihrem leider zu früh verstorbenen Mann Heinz an unsere Hochzeit. Heute kennen wir uns noch recht gut. Ich habe viele Damen kennen gelernt, doch so eine Ehrliche Person, auf die man immer Zählen kann gibt es nicht.
Gab es auch Konflikte mit dem Gesetz?
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10.  Meine besten Freunde bzw. Freundinnen

Gab es auch Konflikte mit dem Gesetz?
Bei einem Zimmerwechsel in Zürich hielt Jimmi meine Koffer auf meinem Militärmotorrad und ich machte einen Rollstopp, den ich bezahlen musste. Er lacht noch heute.
Welche Erinnerungen hast du an deinen letzten Schultag der obligatorischen Schulzeit?
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11.  Lehr- und Wanderjahre

Welche Erinnerungen hast du an deinen letzten Schultag der obligatorischen Schulzeit?
Den letzten Schultag werde ich nie vergessen. Der Lehrer Franz Krummenacher hat uns gesagt, es gäbe neue Schulbänke. So hatte ich und mein mein Freund Jimmy die Idee etwas nachzuhelfen. Wie haben die Bänke auseinander geschraubt und die Schrauben so weit es ging in die Tintenfässer gesteckt. Das war nicht so gut und wir wurden paar Tage später vom Gemeinderat vorgeladen. Es gab eine Busse von Fr. 20.00.
Da ich als Ministrant beim Pfarrer von Wiggen einen Stein im Brett hatte, bezahlte er für mich. Ich hatte ihn aber nie darum gebeten!
Was hast du nach Abschluss der obligatorischen Schulzeit gemacht?
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11.  Lehr- und Wanderjahre

Was hast du nach Abschluss der obligatorischen Schulzeit gemacht?

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Jesuitenresidenz "Notre Dame de la Route"
Nach der obligatorischen Schulzeit ging ich für ein Jahr 1962-63 zu den Jesuiten ins Notre Dame de la Route in Friboug als Volontär. Den Ort fand für mich Dr. Hugo Fischer unser Hausarzt von Escholzmatt. Seine 2 Zwillingssöhne waren als Novizen im Kloster. Ich lernte arbeiten, im Haus, sowie in den Werkstätten. In der Küche lernte ich nicht nur Geschirr spühlen sondern auch Speisen zubereiten und kochen. Da es neue Möbel brauchte für die Ausstattung des Hauses lernte ich auch allgemeine Schreinerarbeiten. Die Pflege des Gartens bis zum bepflanzen brachte man mir bei. In der Schmiede, durfte ich auch mal zur Feile greifen. In bester Erinnerung ist doch das Schwimmbad wo ich schwimmen lernte. Ein wichtiger Teil meines Aufenthalts war französisch lernen, da ich aber von der Schule nicht das Geringste mitbrachte kam ich nicht weit. 
Wie hast du deinen Lebensunterhalt verdient?
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11.  Lehr- und Wanderjahre

Wie hast du deinen Lebensunterhalt verdient?
Mein erster Lohn beim Sessellift war 300 Franken. Der Anfangslohn auf der Post war ca. 750 Franken, sechs Jahre später 1700 SFr im Vatikan war der Anfangslohn 700 SFr.
Wie hast du gewohnt?
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11.  Lehr- und Wanderjahre

Wie hast du gewohnt?
Als ich nach meinem Welschland Jahr zurück kam, Wohnte ich im mehr oder weniger neuen Haus im Ilfisblick
Als ich am 1Tag in Zürich mein Zimmer bezog wurde ich am morgen in die Martastrsse gefahren. Am Abend wollte ich zurück und suchte nach dem Marthaheim.
Ich fand das Marthaheim im Niederdorf und es war ein Mädcheninstitut.
Nachher fand ich zurecht in der Martastrasse.
Ich wohnte zuerst in einem Doppelzimmer in der Martastrasse in Zürich zusammen mit meinem Schulfreund Jimmy.
Für ein Jahr zog ich nach Zollikon in die nähe des Friedhofs.
Später wohnt ich am Schaffhauserplatz, die Strasse wurde erneuert und ich hatte etwas viel Lärm. Der Preis war 65 Fr mit eigener Toilette, aber ohne Dusche. Von dort ging ich als Notlösung in die Sihlpost wo es auf der Garage ein Massenlager gab. Die Übernachtung kostete 7 Fr pro Nacht. Der Vorteil von diesem Ort war, wenn man gesucht wurde, hörte man den Lautsprecher vom Bahnpostamt wo ich arbeitete.
Von dort zog ich in die Herdern in die Eisenbahn Baracken zwischen den Gleisen. Vor der Unterkunft gab es auch eine Boccia-bahn. Zur Arbeit war es Praktisch, da ich hin und wieder auf einen Bahnwagen stieg und bis zum Hauptbahnhof gefahren wurde.
Mein nähstes Zimmer war an der Langstrasse. Ecke Neugasse 41 beim Restaurant Sihleck.
Dann kam im selben Jahr eine Unterkunft in einem Wohnblock in der Bremgartnerstrasse 59. im dritten Stock
Von dort ging ich in das Restaurant Sihleck, Sihlstrasse 73 wo im ersten Stock ein Zimmer vermietet wurde. Der Eingang war ausserhalb des Restaurants, doch wenn es nicht anders ging konnte ich direkt durch eine Stiege aus der Gaststube hoch in meine Unterkunft. Die Serviertochter hatte ihr Zimmer nebenan und sie hies Silvia. Keine 50 Meter entfernt war das Hallenbad, das ich leider nie benützte!

Die beste Unterkunft war im Niederdorf an der Bunngasse 15  im 5. Stock bei Frau Krauer. Neben dem Eingang war Rechts der Barfüsser und links die Göpfibar. Als die Schlummermutter mir das Zimmer zeigte, sagte sie mir, dass neben an ein jüngerer Schwuler wohne. Ich hab gesagt, das sei kein Problem, erst recht nicht, als ich feststellte, dass die Schlummermutter die Witwe war, noch eine hübsche Tochter hatte. Mit der Zeit stellte sich heraus, das Jimmy ein Zimmer in der Stadt suchte. Hab ihm anerboten, dass ich vielleicht was tolles hätte. Also ging ich zu meiner Vermieterin und klagte, ich höre von meinem Nebenmieter in der Nacht immer so komische Gebärden. Ohne langes fragen hat sie ihm sofort gekündigt. Als er auszog hab ich ihm noch geholfen die Koffern hinuntertragen und stellte fest, das er eine hübsche und nette Schwester hatte. Für einen Nachmieter musste sich Frau Krauer keine Gedanken machen, da mein Freund Jimmy schon auf dem Sprung war. Wir haben uns recht gut verstanden. Wenn ich die Verbindungstür öffnete hatten wir eine Hausbar. im Ausgang wurde recht viel getrunken, da ja unsere  in der nähe waren. Wir haben noch gewettet wer zuerst mit der Tochter  der Schlummermutter in den Ausgang gehe. Am Schluss gingen wir alle Drei zusammen. In der Strasse neben an war das Rest. Isebähnli, wo ich mein erstes Raclette as.
Falls du eine Lehre gemacht hast, wie kam es zu der Berufswahl?
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11.  Lehr- und Wanderjahre

Falls du eine Lehre gemacht hast, wie kam es zu der Berufswahl?
Ich wollte nach der Schule Automechaniker werden. Eine Lehrstelle hatte ich provisorisch im Seetal vorgesehen.
Mein Vater hat mir aber empfohlen Briefträger zu werden. So machte ich in Fribourg die Aufnahmeprüfung ohne Erfolg. Mein Französisch war so schwach, dass ich zu wenig verstand.
Nach meinem Welschlandaufenthalt machte ich erneut die Prüfung in Luzern, wo es klappte.
Leider wurde bei der Gesundheitsprüfung ein Herzfehler festgestellt. Post sagte nein.
Was nun?
Doktor Hugo Fischer unser Freund und Helfer war Aktionär bei den Sesselbahn in Marbach. Ich wurde für einen Anfangslohn von Monatlich 300 Fr. angestellt. Glaubte so Billette knipsen und Leute auf die Sessel begleiten sei ein leichter Job. Ich wurde eines Besseren belernt. Ich soll am Montag Überkleider und gutes Schuhwerk mitbringen. Morgen um 8 Uhr war ich bei der Talstation und wir gingen zu dritt zum Bach um Schotter zu holen. Unsere Aufgabe war den Parkplatz grösser  zu machen. So lernte ich schaufeln und pickeln. Die erste Woche war hart für mich, doch es ging immer besser.  1964 verdiente ich Fr. 500
Nach einem guten Jahr wurde ich via Doktor Fischer zu einem Herzspezialisten nach Langnau verwiesen. Professor Vögeli stellte keinen schlimmen Herzfehler fest, er meinte es komme vom übermässigen Sport treiben und gab mir ein gutes Zeugnis. Mit dem Zeugnis ging ich noch mal zum Untersuch nach Luzern. Man attestierte mir immer noch einen Herzfehler, doch als ich das Zeugnis vorlegte hatte ich meine Stelle bei der PTT.
In Luzern sei keine Stelle mehr frei, ich müsse vorerst mal nach Basel oder Zürich. Ich habe mich für Zürich entschieden.
Wie war dein Lehrmeister bzw. wie waren deine Arbeitskollegen?
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11.  Lehr- und Wanderjahre

Wie war dein Lehrmeister bzw. wie waren deine Arbeitskollegen?
Die Lehre als Uniformierter Beamter "Briefträger" bei der PTT habe ich in Zürich am 5. Oktober 1964 begonnen,
ein Jahr Postbote in Zollikon . Es war super. Ich hatte drei Restaurants auf der Stecke.
Meine Unterkunft war bei einem älteren Ehepaar in ihrem Einfamilienhaus in der Nähe des Friedhofs. Als uniformierter Postbote habe ich recht viel erlebt. Da war eine hübsche jüngere Dame an der Seestrasse, bei der ich eine Unterschrift brauchte. Sie kann im Negligee an die Tür und hat mich hereingebeten, da es kalt sei. Soweit so gut, sie machte mir auch einen Espresso. Als sie mir aber ihr Schlafzimmer zeigte mit ihren Chihuahuahündchen auf dem grossen Bett, musste ich sofort wieder weiter. Bei der Familie Steinfels machte ich mit Tieren Erfahrung. Sie hatten einen bösen Boxerhund und in der Wohnung einen kleinen Affen der mir immer auf die Schulter kam. An der Seestrasse 34 kam Sommer und Winter ein leicht gekleideter Herr barfuss in den Garten. Als ich ihn mal fragte, erklärte er mir er sei Yogameister. Etwas später hatte ich bei ihm Unterricht. Er hatte den "Sri Aurobindo Verlag" Die Bewohner von Zollikon gaben mir an Weihnachten mehr Trinkgeld aus ich Lohn hatte.
Später kann ich ins Bahnpostamt in die Sihlpost. Zuerst als Umlader, dann als Schlepperfahrer und am Schluss als Lastwagenfahrer. Nach dem Frühdienst schoben wir fast jeden Tag die Einsatzrolli zu einem Quadrat. Das war unser Boxring. Mein grösster Gegner war der Berner Kiener mit seinen sicher 90 Kg Gewicht, da kamen wir noch richtig ins Schwitzen. Eines Morgens stellte ich fest, das Blut ronn und meine schöne Nase blutete. Der Boxhandschuh hat mir die Nase beschädigt. Die Operation würde später in Rom gemacht. Damit meine Muskeln etwas bewegt wurden hab ich mich freiwillig um Zeitungssäcke abladen gemeldet. Für einen jungen Schwinger war das eine gut Übung.
Wieviel hast du verdient? Was bedeutete dir dieser Lohn?
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11.  Lehr- und Wanderjahre

Wieviel hast du verdient? Was bedeutete dir dieser Lohn?
An der Sesselbahn verdiente ich am Anfanf 300 Franken. nach einem Jahr gab es 400 Fr. was ich meinem Arbeitskollegen nicht sagen durfte.
Auf der Post gab es 700 Fr
Bist du damals viel gereist und/oder hast Ferien gemacht?
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11.  Lehr- und Wanderjahre

Bist du damals viel gereist und/oder hast Ferien gemacht?
Ferien kannte ich nicht. Kann mich aber erinnern wie ich 1964 mit dem Fahrrad nach Lausanne an die Expo gefahren bin.
Wie verhielten sich deine Freunde bzw. Freundinnen in dieser Zeit?
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11.  Lehr- und Wanderjahre

Wie verhielten sich deine Freunde bzw. Freundinnen in dieser Zeit?
Mit meinen Freunden wurde viel getrunken und Karten gespielt.
Wenn du an deine Einstellung zum Militär vor deiner Aushebung denkst, woran erinnerst du dich?
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12.  Armee

Wenn du an deine Einstellung zum Militär vor deiner Aushebung denkst, woran erinnerst du dich?
RS 1967 Motorradfahrer mit eigenem Motorrad (Condor) Thun


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Hat jemand oder etwas dein Bild vom Militär und deine Erwartungen geprägt?
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12.  Armee

Hat jemand oder etwas dein Bild vom Militär und deine Erwartungen geprägt?
Das Miltär ist eine Teil meines Lebens.
Wie ging es bei deiner Aushebung zu und her? Entsprach die Einteilung deinen Wünschen?
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12.  Armee

Wie ging es bei deiner Aushebung zu und her? Entsprach die Einteilung deinen Wünschen?
Zu meiner Aushebung musste  ich am 21.3.1966 um 07 Uhr 30 in Zürich- Brunnau machen.
Aus gesundheitlich und sportlichen Gründen war meine Diensttauglichkeit ein klarer Fall. Da ich ein Motorrad kaufen wollte, gab es kein Problem für die Einteilung.
Mit welcher Einstellung bist du in die Rekrutenschule eingerückt?
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12.  Armee

Mit welcher Einstellung bist du in die Rekrutenschule eingerückt?
Ich habe mich gefreut und war sehr stolz.
Meine Rekrutenschule als Motorradfahrer ging, bei der L.Trp. RS 271 / Kp 1 vom 24.7.1967 um 14.00 Uhr in Thun bis 18.11.67. Ich hatte Glück, ich wurde als Postordananz und Kurier eingesetzt. Für einen Motorradfahrer eine tolle Sache.

Meinen 20 Geburtstag feierte ich fast alleine im Restaurant Militärhöfli neben der Kaserne. Ich erhielt vom Kadi 3 Stunden Urlaub. Habe sehr gut gegessen und wurde von der hübschen Serviertochter Trudi nett bedient, da ich sie schon kannte. Als ich genug getrunken hatte, zog ich mich zurück.
Wie war der militärische Alltag?
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12.  Armee

Wie war der militärische Alltag?
Super, da ich eine Marsch- Dispens hatte und als Post- Ordonanz sowie als Kurier tätig war. Als Kurier  hatte ich immer in den Sacochen meines Motorrads Bier dabei und gerade zur Sommerszeit haben das meine Mitstreiter sehr geschätzt. Ich hatte am Sonntag Nachmittag am 7. Mai  einen schweren Motorradunfall mit Totalschaden. Mein Freund Bieri Hansseppu, der keinen Helm trug wurde bei der Käserei Schächli in Wiggen in den Keller gespickt. Es gab keinen körperlichen Schaden.
Was für Freundschaften entstanden?
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12.  Armee

Was für Freundschaften entstanden?
Sehr viele Freundschaften. Mein langjähriger Freund Kurt Steiner ist leider gestorben.
Wie waren deine militärischen Vorgesetzten? Was hast du von ihnen gelernt, positiv wie negativ?
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12.  Armee

Wie waren deine militärischen Vorgesetzten? Was hast du von ihnen gelernt, positiv wie negativ?
Den Leutnant Ernst Jordi kenne ich heute noch. Er war Metallkünstler und wohnt in der Nachbargemeinde Zollikofen.
Hast du später einen höheren militärischen Rang bekleidet? Falls ja, weshalb?
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12.  Armee

Hast du später einen höheren militärischen Rang bekleidet? Falls ja, weshalb?
Gerne hätte ich im Militär weitergemacht. Doch es musste nicht sein. Ich wurde nicht befördert, da ich für den Kadi zu faul wer. Sagen mir mal ein Drückeberger. Ich war aber Postordonanz und Kurier.
Inwiefern hat sich deine Einstellung zum Militär über die Zeit verändert?
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12.  Armee

Inwiefern hat sich deine Einstellung zum Militär über die Zeit verändert?
Militär ist Manneszucht.
Wie gestaltete sich deine Entlassung aus der Armee? Welche Gefühle hattest du?
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12.  Armee

Wie gestaltete sich deine Entlassung aus der Armee? Welche Gefühle hattest du?
Im Sommer 1970 vom 1. 8. 1970 -22.8. 70absolvierte ich einmal mehr einen WK in Bure. Zu der Zeit war aber gerade ein Dorffest in Marbach und ich wollte dort hin gehen, da ich eine Freundin Helen Lötscher aus Marbach hatte. Das Fest ging drei Tage, Samstag, Sonntag und Montag. um den Montag frei zu halten, habe ich für Urlaub nachgesucht. Der Grund war, ich musste mich sportärztlich untersuchen lassen. So ging also zu meinem Bekannten Hugo Fischer noch Escholzmatt. und hatte als scusa die Unterlagen der Päpstlichen Schweizergarde dabei. Er hat mich kurz untersucht und unter anderem von Rom, dem Vatikan mit Schweizergarde und Frascati dem guten Wein geschwärmt. muss sagen ich war recht warm geworden auf den Garde. Ich hatte ja alle Formulare dabei die es für eine Anmeldung brauchte. So ging ich auf dem schnellsten Weg auf die Gemeine und zu Pfarrer Koch nach Wiggen um die Zeugnisse zu besorgen. Ich Schrieb die Anmeldung und brachte den Expressbrief an Oberst Nünlist am 13 August direct auf den Zug in Porrentruy. Als ich am Samstag nach hause kam, sagte die Mutter, du hast  wieder mal Post von Rom erhalten und fragte zwinkernd, willst du wieder mal in die Schweizergarde. Ich öffnete den Brief, es war ein Express und siehe da, das Aufgebot für den 1. Dezember war drin.
Hast du dich jemals bei Armeegegnern engagiert oder damit sympathisiert?
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12.  Armee

Hast du dich jemals bei Armeegegnern engagiert oder damit sympathisiert?
Nur wer nicht denken kann ist gegen die Armee.
Welschlandjahr
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13.  Welschlandjahr
Ich war im Noter Dame della Route vom April 62- 63 in Fribourg, bei den Jesuiten. Zu der Zeit waren sie in der Schweiz noch verboten. Bei ihnen habe ich sehr viel Allgemeines gelernt. Garten, Schreinerei, Küche, Hausreinigung und sogar noch schwimmen.
Französisch habe ich sehr wenig gelernt. Beim Rasen mähen  habe ich mir die Zehe angeschnitten und musste ins Spital Freiburg. Da hat man mir verbunden und eine Starrkrampf gespritzt.
Unfälle
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14. 

Unfälle
Mein erster Unfall war mit dem Fahrrad auf dem Weg von der Schule Escholzmatt nach hause in Wiggen. Es war ein Gabelbruch, so habe ich das Rad mit Gabel auf den Gepäckträger geladen. Ich musste das Fahrrad auf diese Art heim bringen. Alle Leute die mich so gesehen haben lachten.
Am Sonntag den 7.5.1967 fuhr ich mit meinem Freund Hansseppu Bieri vom Wärterheim Richtung Marbach. Ich wollte ihm mein neues Motorrad Condor 250 zeigen. Wir gingen so mit ca. 130 Stundenkilometer Vollgas. Kurz vor der Käserei Schächli hatte ich einen Renault Dauofin vor mir und wollte ihn links überholen. im selben Augenblick hat er links abgebogen. Es kam logischerweise zu einem Zusammenstoss. Ich flog über das Auto. Mein Freund vom Soziussitz wurde kurzerhand in die Kellerstiege der Käserei geworfen. Er hatte riesiges Glück, es machte im überhaupt nichts. Bieri Trug keinen Helm, das war zu der Zeit noch nicht obligatorisch. Sein Sonntagsanzug war etwas zerrissen. Als ich ihm aus dem Keller helfen wollte, bin ich eingesunken, mein Knie war kaputt. Der Unfall war ca um 14.30.Es kam die Polizei und wir gingen zum Arzt Dürr nach Escholzmatt. Die Polizei kam zu uns nach Hause. Am Küchentisch wurde der Rapport geschrieben. Der ist mit dem Motorrad zu schnell gefahren, hat unerlaubt überholt wurde niedergeschrieben. Fast eindeutig wurde mir die Schuld zugesprochen, obwohl ich sagte, das Militärmotorrad sei gar nicht so schnell und ich hätte beim überholen die Hand hinaus gehalten. Das Auto wie das Motorrad hatten Totalschaden. Nur blöd ich sollte demnächst in die RS gehen. Mein Vater empfahl mir, ich soll mal mit dem Anwalt Duss in Schüpfheim sprechen.Er hat mir wirklich geholfen und am Schluss gab es Schmerzensgeld und einen neuen Anzug für meinen Freund. Es hiess man darf nicht überholen ohne sich zu vergewissern ob der Weg frei ist.
Wie war in jungen Jahren ganz generell deine Einstellung zur Arbeit?
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15.  Arbeiten

Wie war in jungen Jahren ganz generell deine Einstellung zur Arbeit?
Mein Vater hat mir schon früh arbeiten beigebracht. Er lernte mich sogar auf dem Feld Mäuse fangen, sowie Holz spalten.
Erinnerst du dich an deinen ersten "richtigen" Lohn?
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15.  Arbeiten

Erinnerst du dich an deinen ersten "richtigen" Lohn?
Bei den Sportbahnen in Marbach erhielt ich 300 Fr. Lohn.
1964 gab es Fr. 500
Hast du in deinem Leben verschiedene Berufe ausgeübt?
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15.1.  Arbeiten – Beruf oder Berufung?.

Hast du in deinem Leben verschiedene Berufe ausgeübt?
Briefträger, Schlepperfahrer Lastwagenfahrer
1970 bis 1986 war ich in der Schweizergarde.
1987 Logen und Sicherheitsdienst im Bunderhaus in Bern.
Vom 1. September 1989- 2012 war ich Bundesratsweibel.
Was arbeiteten deine Jugendfreunde?
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15.1.  Arbeiten – Beruf oder Berufung?.

Was arbeiteten deine Jugendfreunde?
Die meisten meiner Jugendfreunde waren auf der Post.
In welcher Form und in welchen Altersabschnitten musstest oder durftest du berufliche Verantwortung übernehmen?
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15.1.  Arbeiten – Beruf oder Berufung?.

In welcher Form und in welchen Altersabschnitten musstest oder durftest du berufliche Verantwortung übernehmen?
Ich diente vollgenden Bundesräten
1989-93 Flavio Cotti
1993-02 Ruth Dreifuss
2003- 09 Francis Couchepin
2009- 11 Burkhalter
2011- 12 Alain Berset
Gab es auch lustige Episoden in deinem Arbeitsleben?
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15.1.  Arbeiten – Beruf oder Berufung?.

Gab es auch lustige Episoden in deinem Arbeitsleben?
Im Mai 1998 besuchte Fiedel Castro offiziell die Schweiz. Ich durfte im Kehrsatz im Lohn die Autotüre öffnen.

Beim Staatsempfang 2003. Speziell war von Bundeskanzler Helmut Schröder, er kam noch extra von der Flugzeugstiege herunter um sich von mir zu verabschieden.
Wie war dein Start ins Berufsleben? Rom
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16.  SCV Dienst

Wie war dein Start ins Berufsleben? Rom

 

1.12.1970 

Abends gegen 20.00 Uhr fuhr ich mit dem Zug in Begleitung von Beat Bächler aus Emmenbrücke Richtung Rom. Auf dem Bahnhof verabschiedete ich mich von meiner Geliebten Marianne Dissler, welche ich vor ca einem Monat an einem Fest in Romoos kennen lernte. Sie hat mich überrascht, ich hatte nicht damit gerechnet. 
Als um 07.00 Uhr in Florenz der Zug hält, werde ich wach. Es ist schon fast hell. Wenn ich zum Fenster hinausschaue, sehe ich eine Wüste. Es wird aber immer besser Richtung Rom 
In Rom steigen wir endlich aus, es war eine lange Fahrt. Ich bin  auf der Suche nach dem Schweizergarde Korporal Martin Utz. Man hat ihn uns als Verbindungsmann angegeben. Sehe aber vor lauter Menschen kein solches Wesen. Fast am Ende des Perrons steht ein gross gewachsener Mensch mit NZZ in der Hand. Er dreht sich um und gibt sich als Gardist zu erkennen. Er guckt mich von unten bis oben an und lächelt verschmitzt zu meinem Begleiter Beat. Ich weiss sofort warum es geht. Es war Vorschrift mit Hemd und Krawatte einzurücken und ich kam mit einem knallroten Rollkragenpullover.
Nun gehen wir aus dem Bahnhof und werden in einen schwarzen Mercedes 300 SE  mit Vatikannummer verfrachtet. Sehr schnell und mit Italienischer Fahrroutine geht es vermutlich Richtung Vatikan. Ich bin das erste Mal in der Hl. Stadt. Bei mir gibt es immer mehr und mehr Staunen. Die vielen Paläste und unzähligen Kirchen und das viele Volk, wo ist denn da der Vatikan? Wir fahren durch ein grosses Eisentor und werden 2-mal militärisch begrüsst. Wir sind im Kirchenstaat angekommen. Sofort geht es in die Kaserne und wir bekommen 1 Zimmer zugeteilt. Sie sind sehr kahl, hoch aber gross. Ich sehe sofort, dass man sich da gut einrichten kann. Von einigen Gardisten werden wir freundlich begrüsst oder besser gesagt freundschaftlich aufgenommen.

 

Schweizergarde
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16.  SCV Dienst

Schweizergarde

DER ERSTE MONAT IN DER SCHWEIZERGARDE

 

1.12.1970

Nacht um 24.00

In der Nähe von Como in der Nacht aufgewacht. Bei mir im Coupé ist Beat Bächler der andere Rekrut der Schweizergare aus Ebikon und ein Deutscher Ofenmonteur. Wenn ich zum Fenster hinaus schaue sehe ich nichts als Nacht. Meine Gedanken sind immer noch beim Mädchen, das mir auf dem Bahnsteig alles Gute gewünscht und auf Wiedersehn gesagt hat. Fast kann ich es immer noch nicht fassen, dass sie gekommen ist. Es hat mich zutiefst erregt und ich bin fast nicht mehr in der Lage meine Gedanken von ihr zu Lösen. Nach einer Weile werde ich aber in den Schlaf zurückgerattert.

Da um 07.00 Uhr in Florenz der Zug hält, werde ich wieder wach. Es ist schon fast hell. Wenn ich zum Fenster hinausschaue, sehe ich eine Wüste. Es wird aber immer besser Richtung Rom.

Als wir in Rom aussteigen, bin ich auf der Suche nach dem Schweizergarde Korporal Martin Utz. Sehe aber vor lauter Menschen kein solches Wesen. Fast am Ende des Perons steht ein grossgewachsener mit NZZ in der Hand. Er dreht sich um und gibt sich als Gardist zu erkennen. Nun gehen wir aus dem Bahnhof und werden in einen schwarzen Mercedes 300SE  mit Vatikannummer verfrachtet.

Sehr schnell und mit Italienscher Fahrroutine geht es vermutlich Richtung Vatikan.Ich bin das erste Mal in der Hl. Stadt. Bei mir gibt es immer mehr Staunen. Die vielen Paläste und unzähligen Kirchen und das viele Volk, wo ist denn da der Vatikan? Wir fahren durch ein grosses Eisentor und werden 2-mal militärisch begrüsst. Sofort geht es in die Kaserne und wir bekommen 1 Zimmer zugeteilt. Sie sind sehr kahl, hoch aber gross. Ich sehe sofort, dass man sich da gut einrichten kann. Von einigen Gardisten werden wir freundlich begrüsst oder besser gesagt freundschaftlich aufgenommen.

Um 11.30 werden wir im Büro dem Oberst Robert Nünlist vorgestellt. Er spricht laut aber verständlich. Auf jeden Fall sympathischer als man so in der Schweiz von ihm spricht.

Um 12 Uhr gehen wir in die Kantine und machen uns an das recht gute Menü und es gibt wieder Begrüssungenvon Gardisten. Ein gewisser Herr Feusi aus Zürich kommt mir bekannt vor, er arbeite auch bei der PTT. Nach dem Essen heisst es Siesta bis 15.00 Uhr. Ich gehe auspacken und anschliessend werde ich von meinem Zimmernachbarn zum Kaffeeschnaps und sonstigen Getränken eingeladen. Um 3 Uhr fassen wir die Ausrüstung, Hellebarde, Säbel, Karabiner und Mütze sowie weiteres Material. Anschliessend geht’s in die Sartoria zum Schneider. Dort wird als Erstes die blaue Uniform angepasst. Nach einer Besichtigung der Stadt Rom im VW von Korporal Utz folgt das Nachtessen. Wir machten auch eine Fahrt auf einen Berg wo man die ganze Stadt in voller Grösse sehen konnte. Um 22.00 gibt es Zimmerkontrolle durch den Feldweibel. Bald darauf komme ich zum Schlafen.

 

2.12.1970

 

Nach gutem tiefem Schlaf von einem Korporal um 6.30 Uhr geweckt. Um 7 Uhr Aufzug der Wachen und Ablösung auf verschiedenen Posten. 8.00 Uhr Kirche fakultativ. Um 9.00 Uhr Theorie beim Oberst Nünlist über Dienstreglement, mit sehr viel Inhalt und Kraft. 10.30 Arztuntersuch der recht oberflächlich ist. Nach dem Essen wieder obligatorische Siesta. Hatte aber keine Zeit, kam zu Jassen. 16.00 Uhr Exerzieren mit dem Instruktor Korporal Martin Utz, nicht streng aber mit Rasse.

Dazwischen wurde die Galauniform probiert, sie hat 116 Teile und besteht aus einigen Metern farbigen Stoff. Nach dem Nachtessen gibt es Ausgang. Das erste Mal sind wir zwei Gardisten allein. Ich kaufte mir einen Radio und den Grundstein für eine Hausbar. Obwohl wir uns mit der Verkäuferin schlecht verständigen können, wird eine Flasche Brändy gekauft. Um halb neun Uhr finden wir ein Restaurant, wo es leider nur essen gibt. Wir haben aber Durst und so ziehen wir weiter. Per Zufall sehe ich eine weitere Tafel Restaurant. Beat sagt es sei nur ein Keller mit Fässern. Wir steigen in die Kluft und bestellen einen halben Moscato, und was Salami. Wir haben sehr gute und hübsche Bedienung, aber vermutlich gibt es hier auch Raten, da überall Becken mit Rattengift stehen. Wir haben aber keine gesehen. Bald schon mal gehen wir in unser Lager und frönen den Schlaf.

 

3.12.1970

Bin zur Kirche gegangen. Am Morgen exerzieren mit Hellebarde und Gewehr. Wachaufzugbesichtigung und anschliessend wieder Theorie beim Oberst. 11.00 Uhr werden wir dem Kaplan Griechting vorgestellt. Er offeriert uns noch einen kleinen mit Apero. Gutes Mittagessen mit Speck und Bohnen. 16 bis 17 Uhr Exerzieren und nachher Führung durch den Papstpalast. Nach dem Nachtessen Fahrt durch die Stadt Rom. Wir besuchen ein typisch deutsches Bierhaus mit original Münchner Bier, das ich gierig getrunken habe. Nachher gehts gemütlich nach Haus und um 1015 in die Klappe. Konnte nicht alles verdauen, was ich im Palast gesehen habe. Mein Staunen war zu gross! Moral gut.

 

4.12.1970

Kirche gewesen. Am Anschlagsbrett steht die Dienst – Geschwader Einteilung vom 9.12.70

Nach der Kirchen Besichtigung des Papsteingangs, des Saals, Audienzhalle und Wachablösung der Gardisten im Palast. Auf dem Rückweg besuch der Bar im Petersdom, Korporal bezahlt Konsumation. Am Nachmittag fassen wir die baue Uniform und exerzieren.

Abends Grosseinkauf in der Standa. In einer Stunde, nur Nägel gekauft. 9 Uhr abends Wein trinken mit Geschwader. Wusste nicht das so viel getrunken wurde und so gute Stimmung gab. War schon bald blau und musste schlafen gehen.

 

 

 

5.12.1970

Etwas müdes Erwachen. Nach dem Essen sofort Wachinstruktionen. Bekomme Wind, dass wir am Sonntag 6. Dezember in den Wachdienst kommen. Es geht sofort in die Schneiderei die Uniform anpassen. Bis die angelegt ist mit dem Strupfband. Stelle fest das der Schneider nicht fachgerecht arbeitet, war früher Eklektiker. 10 bis 11.30 exerzieren. Nach dem Essen Siesta wie in den letzten Tagen. 16.00 bis17.00 Exerzieren und Dienst Orientierung. Nach dem Nachtessen Bummel durchs Quartier. Kauf eines Entstaubers. Schlafen vor 21.00 Uhr.

Moral mit Hemmungen für Morgen.

 

6.12.1970

Halb Sieben mit etwas Mühe aufgestanden. Beim Einkleiden in die Galauniform richtig rotiert. 07.00 Uhr antreten für den ersten Einsatz. Beim Einstehen fast gezittert. Wache im Saal wo man an einem kleinen Tisch sass. Hier schrieb ich paar Weihnachtsbriefe und Karten. Es gab auch Kontrolle vom Hauptmann Volken. Beim Nachtessen bracht Sankt Nikolaus Nüsse, Mandarinen und Kuchen. Um Mitternacht konnte ich auf dem Posten schlafen gehen. War müde, aber konnte nicht schlafen

.

7.12.1970

Morgens ¼ 6 Uhr aufstehen im Schlafsaal hinter dem Wachtposten Saal. 6-7 Uhr Wache in der dritten Loge. 07.00 Ablösung und Ende des Dienstes. War froh, war mir das Stehen noch nicht gewöhnt.

 

8.12.1970

Um 7 Uhr aufgestanden. 8.00 Uhr in Uniform in die Hl. Messe. Es gab Antreten mit Apell. Nachher gingen Beat und ich auf die Kuppel. Es war eine sehr schöne Aussicht auf Rom. Kaffee im Kaffee Sankt Peter haben wir auch zu uns genommen. Um 12 Uhr waren wir bei der Ansprache und Segen des Papstes. Von 16 bis 17.00 Uhr verstellen am Portone di Bronzo. Zum Znacht habe ich das 1 Mal Wein gekauft. War recht gut. Ich musste noch Socken waschen. um ¼ vor 2 ging ich schlafen. Laune gut dank Wein!

 

9.12.1970

Um 6.30 aufgestanden Wache im Carlo Manio. Am Morgen fast vorgekommen wie ein Model, so von Fotografierenden bestürmt. Brief an Erika geschrieben. Gute Laune.

 

10.12.1970

7.15 fertig Wache. Halb neun bis 10.20 Uhr Fussball. Konnte mich nicht drücken, ging ins Tor. Nachmittag mit Kpl. nach Castel Gandolfo besucht. Gute Aussicht und Fahrt auf der alten Römerstrasse. Auf dem Heimweg besuchen wir Frascati mit einem Weinkeller und trinken was Wein. Im Vatikan spiel ich noch Tischtennis. Nachher Vortrag von Kapl.  Bucher.

Es gibt auch noch Grappa mit Bananen Creme. 09.15 schlafen – gute Stimmung

 

11.12.1970

07.00 Uhr Wache Carlo Manio. Überfahrt des Sarges der Schweizer Kardinals Benno Gut Ausfahrt- Schultern für Kardinäle. Schlafen im Schlaflokal Carlo Magno.

 

12.12.1970

6.00 Schildwache beim Glockenbogen. 7.00 -8 ¼ Wachtlokal Sant Anna. Erster Brief von zu Hause erhalten. Nachher dienst am Portone. Konnte nicht gut Auskunft geben da Sprache noch fremd. Schlafen um 21.00 um 23.00 kam ein Kpl. Betrunken in sein Zimmer

 

13.12.1970

6.00 aufstehen. Wache ok Korporal. 6.30 Kpl. durch Noldi wecken. 07.00 n0ch nicht da. Selbst noch mal wecken. 08.00 Orientierung über die neue Dienstordnung, ab 15.12.70 anschliessend Messe. Am Vormittag mit Valli und Beat an den Markt wo es viele Leute hat. Nach dem Mittagessen Jass mit Koller und Wm. 15.00Uhr Fahrt mit Kpl. nach Santa Marinello zur Familie des Kantinier Morel – Lebensmittel gebracht. Die richtige italienische Frau hat uns Kaffee gemacht und Keks gegeben. Schnelle und ruhige Heimkehr, da auch was getrunken.

 

14.12.1970

Dienst im Saal, nicht viel los. Brief von Marianne erhalten, der mich gefreut hat nach so langer Zeit. Vernommen das Langnau 3:3 gestellt hat gegen La Chaux -de Fonds was mich auch freute. 12 fertig Dienst. Nach dem Nachtessen Zimmer umgestellt. Bett kam in die Ecke. Um 22.00 todmüde Schlafen.

 

15.12.1970

Dienst im Saal mit empfang eines neuen Botschafters. Aus Respekt fast gezittert. Nachher weiter Dienst. Der Papst hat noch gehustet, gesehen habe ich in nicht.

 

16.12.1970

Freier Tag – mache allein Sport. 0 Uhr Unform frisch anpassen, war nicht gut gemacht, verpfuscht, was auch der Hauptmann sagte. 12 bis 14.00 Wache in 3 Loggia. Bei der Papstwohnungstür kam der Arzt hinaus, da der Papst vermutlich krank war. ¼ v0r 4 spiele ich Tischtennis. Gehe auf die Post und Nachher in die Standa Kugelschreiber zu kaufen. Um 19 Uhr gehe ich nochmals in die Standa um Schreibpapier und einen Tischtennisschläger zu kaufen. Um 21.oo mit Allemann, Perotti und Beat mal richjtig italienisch essen mit Wein und Sambuca. Um23 Uhr noch in einer Bar Spumante trinken der von einem Prete bezahlt wird. 23.30 im Vatikan. 00.00 Uhr schlafen aber nicht betrunken.

17.12.1970

Dienst am Portone di Bronzo. Sehr ruhiger Tag. Habe Brief von Marianne erhalten,

selbst auch viel geschrieben. Am Abend gesehen wie man als Gardist Flirts arrangiert.

21.00 bis morgen 06.00 schlafen im Schlafsaal des Portone.

18.12.1970

Dienst im Saal. Wurde um 10 Uhr geholt für Kniefall. Doch der Papst kam nicht. Mit Tschechischem Kardinal gesprochen welcher zu Kardinal Villot ging.

 

19.12.1970

Frei. Vormittags nochmals Uniform probieren, stimmte noch immer nicht. Habe dem Schneider gesagt wie er es machen soll. Brief von den Eltern erhalten. Bis Mittag Tischtennis gespielt. Nachmittag Zimmer gereinigt und geschrieben.17.00 Dienst in der Kantine – musste alles Fragen, aber es ging nicht schlecht. Ich habe das erste Mal in eine Kasse getippt, aber das musste ich ja nicht sagen. Es gab 300 Lire Trinkgeld. 20.00 fertig.

 Die neuausgebesserte Uniform wurde mir noch in die Kantine gebracht. 09.30 schlafen, war richtig müde.

 

20.12.1970

06.00 wache am Portone – sehr kalt. Ab 10.00 dienst im Saal, nicht viel los. 21. Uhr obligatorisches Schlafen. 00.00 dienst bis03.00. nachher schlafen bis 06.00 Uhr.

 

21.12.1970

Dienst im Carlo, sehr kalt, Handschuhe anziehen und kalte Füsse. Am Abend von Kaiser

Stempel erhalten für 1000Lire. 19.00 20.55 Dienst in Sant Anna. 21.00 schlafen.

Tagwache im Carlo 6.45.

 

22.12.1970

Freier Tag. 10.30 Verstellen mit Kniefall in der Sala Clementina,6 Mann. Den Papst das erste Mal aus der Nähe gesehen. Er gab uns Seinen Segen. Am Nachmittag Ausfahrt mit Josef Brühlhart nach Dolfa.wir gingen etwas bergig und besuchten die Warmwasserquelle. In dem schönen Bergdörfchen prima Spaghetti und spez. Wein gedrungen.17.00 Heimfahrt nach Rom. In der Kantine etwas Wein getrunken. Mit «Leisi», Beat und Walli in der Hacki gutes Bier und etw. Kleines gegessen.

Weiter ging es in die Via Veneto in ein Tanzlokal wo eine hübsche französisch sprechende Bedienung war. Mein Patz war an der Theke! Mit dem Taxi nach Hause gefahren, leicht beschwipst aber gut geschlafen.

 

23.12.1970

Ab 8Uhr 15 Wache am Portone. Kleine Audienz mit viel Volk in der Aula delle Benedizione.

Viel Post aus der Heimat erhalten. Ruhiger Tag.

 

24.12.1970

Carlo Magno, sehr kalt. Sollte immer die Nase putzen aber durfte nicht. Beim Regen konnte ich in das neue Wachthäuschen stehen. Abends Weihnachtfeuer. Zuerst feines Essen in der Kantine, dann ging es in den Theatersaal wo gesungen und gefeiert wurde. Es gab Wein Bier und Grittibänze. Der Hl Vater hatte für jeden von uns ein Buch. Bei der Verlosung Kühlbox erhalten. Sonst keine besondere Weihnachtsstimmung. Um 22 Uhr Hl Messe mit Bischof Van Lierde. Die Kapelle war sehr schön Weihnächtlich geziert. 24.00 schlafen mit ruhig Blut.

 

25.12.1970

Wäre mein Freitag. Um 10 Uhr kommt eine Musikkapelle in den Ehrenhof. Er ist die Palatin Garde. Um 1045 marschierten wir in Zweie Kolone mit der Garde Fahne voraus, 14 Mann durch den Oberstleutnant Stadler, geführt auf den Petersplatz. Ein marsch eines Italienischen Regiments auf den Platz. Um 12 Uhr gibt es Urbi et Orbi durch den Papst. «2 Stunden auf dem Petersplatz stehen war hart für mich. Anschliessend geht’s zur Kaserne zurück und wir werden von einer Riesenmenge Volk bejubelt. Gutes Essen mit Kerzenschmuck. Siesta bis 18.00 geschlafen. Dann ging ich allein in die Haki. « Grosse getrunken und Pommes frites mit Sauerkraut und Speck gegessen. Ca. 21.30 ging ich zur Spamnischen Treppe um die schöne Krippe zusehen. Im Danzig Old Vienna Noldi und Beat getroffen. Der Boss hat frohe Weihnachten gewünscht und was offeriert. Mit Taxi zu Roberto Petersplatz. Wein getrunken, Prinz der Wm hat bezahlt, wir haben in dort getroffen.00.00 Uhr schlafen mit Stimmung.

 

28.12.1970

Frei. Mit dem Ball gekickt und mit Brülhard und Beat im Trainer im Vatikangarten rennen. Mal so richtig geschwitzt.

Am Nachmittag bummeln durch Sankt Peter und späterem Weintrinken bis Abendessen in der Mensa. Dem Urs Hahn noch ein Paar Schuhe verkauft und mich a Kaffee und Chuchä gefreut und verschiedenes getrunken. Musste um 22 Uhr noch 2 Flaschen Spumante einkaufen gehen. Mit guter Laune und Pflege im 00.00 schlafen.

 

29.12.1970

Carlo Magno- etwas Regen. War sehr müde, bin im Wachtlokal fast eingeschlafen.17.00 Sitzung bei Brülhart, ich kam etwas später aber bei Strohmeyer ging es weiter. Es kamen noch Noldi und Schmied dazu. Wir soffen tüchtig. Es gab   Zwischt. Ernst hatte genug mit Seich. Nach dem Nachtessen ging ich schon um21.00 ins Bett. Brief von Erika erstaunlicherweise erhalten.

 

30.12.1970

Dienst im Saal, musste um 11 Uhr Kniefall machen beim Kardinal da der Papst an die Generalaudienz ging.13.30 - 15. Uhr schlafen im Schlaflokal. Habe sehr viel Post erhalten, Von den Eltern, vom Eigerblick, sowie die Rechnung für den Entlebucher Anzeiger. Mit Ernst Schmid gesprochen von seinem Unfall, wo er die Stiege hinuntergefallen ist. Ruhiger Tag.in der Nacht habe ich vom Obacherfärch geträumt, vom alten Haus, das immer noch stand.  

  • Uhr ging ich wieder in den Dienst.

 

31.12.1970

Es hatte die ganze Nacht geregnet und regnete am Morgen immer noch. Ich hatte überraschender Weise am Silvester frei. Nach dem Mittagessen gab es in der Kantine, war fein und rot. Nach 19 Tagen aus der Schweiz von meinen Eltern ein Paket erhalten.

Um 14.00 für Schmid Ernst am Portone verstellen er hatte ja Unfall. Um 16.00 gab es bei Leisi Wein aus einem Kanister bis er leer war. Später mussten sich einige übergeben. Jubel Trubel Heiterkeit und schräges laufen. Beat musste sofort schlafen. Wir gingen noch mit Eggensberger und Josef mit heckenden Schritten Richtung Borgo. Im Restaurant Roberto gab es Schwein vom Grill. Rings um das Haus war eine Knallerei.Ca 10 Uhr machten wir uns auf den Heimweg. In einer Bar tranken wir noch Cappuccino und ein Italiener spendete uns noch Whiskey. Wir haben noch schnell 2 Flaschen Spumante gekauft. Die Flaschen wurden Punkt 00.00 Uhr geöffnet. Im Zimmer von Gerry Bur wurde aufs neue Jahr angestossen mir Noldi, Beat, Brülhart und mir. In der Stadt war eine Knallerei und Feuerwerk schlimmer als bei uns am 1. August. An Mitternacht wirft man alles nicht mehr Brauchbare aus dem Fenster auf die Strasse, Flaschen, Scheiben, Gläser, Betten Schränke etz.

So einen ruhigen Silvester hatte ich noch nie mitgemacht.01.00 Uhr satt und getränkt ging ich schlafen.

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                               

 

Frascati
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16.  SCV Dienst

Frascati
Im März 1974 Machten Lorenzo Hahn und ich einen Weinkellerbesuch bei unserem Freund Commodini in Frascati. Wir lernten 3 Mädchen. Vreni, Liebeth und Marianne kennen die in Florenz Italienisch studieren. Nach paar Gläschen Wein und guter Übereinstimmung kamen wir auf die Idee eines Besuchs in Florenz. Die Adresse konnten wir bis heute behalten " Via delle belle Donne". ich hatte Glück in einem Zimmer gab es noch Platz, die andern 2 bekamen ein Zimmer. Es war die Zeit des Bombenattentats in Bolognia. Nach Florenz gingen wir nach Venedig.





Papst Paul VI
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16.1.  SCV Dienst – Papst Paul VI.


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 Papst Paul VI

Als ich nach Rom kam war der Papst im Heiligen Land. Papst Paul VI war für mich eine Respektperson, der es mir angetan hatte, obwohl er auch hin und wieder für einen Scherz gut war. So fragte er mich mal wo ich aus der Schweiz stamme. Ich sagte im aus dem Emmenthal.
Er antwortete si si io conosco quel buon formacio. Er war ein sehr grosser Diplomat. Die Schweizergarde hat ihm viel zu verdanken. Er hat alle andern Garden   "Italiener " aufgehoben und die Schweizergarde als einziges Chor gelassen.
Im August 1978 war ich als Korporal in Castel Gandolfo im Dienst. Papst Paul VI ging es gesundheitlich nicht gut der sonntägliche Segen um 12.00 fiel aus. Am Abend starb der Papst. Wm Hasler wurde ans Totenbett gerufen. er verzichtete darauf und so konnte ich gehen. Meine Verlobte Heidi trank beim Portiere ein Glas Wein. Sie wusste vor mir das der Hl Vater gestorben war, das im Fernsehen bekannt gemacht wurde.
Oberst Franz Pfyffer wurde mit seiner Gemahlin zum Papst gebracht,. Er konnte nicht verstehen, dass am Eingang eine grosse Kette gespannt wurde.
Castel Gandolfo
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16.2.  SCV Dienst – Castel Gandolfo.
Im Sommer 1971 konnte ich für 14 Tage in den Dienst nach Castel Gandolfo in die Sommerresidenz des Heiligen Vaters. An diesen Ort habe ich sehr viele Erinnerungen. Als ich das erste Mal in den Palast eintrat war ich überwältigt von dem grossen Schloss. Wir Gardisten hatten eine eigenes Quartier mit Küche, wo  uns zwei Baldegger Schwestern verköstigten. Rings um das Gebäude und den riesigen Park hielten 24 Stunden Carabinieri Wache. Schnell gab es da Kontakt. Die Soldaten hatten kleine Fläschchen Grappa und wir Schokolade. Wir durften in die Gärten und konnten die Vatikan eigene Sternwarte besichtigen. Es gab sogar ein Bauernhof mit Kühen und dem Ochsen Martin.Wir hatten eigene Milch und sogar Jogurt. In der Freizeit ging man im See baden oder auch Boot fahren.
Spezial waren für mich die vielen Weinkeller, die ich oft und gerne besuchte, obwohl wir meistens von Porchetta "Spanferkel" essen satt waren, war der Heimweg etwas schwierig. Einmal im Jahr war eine Papstmesse mit Schweizergarde in der Pfarrkirche, welche vom Architekten Bernini geplant wurde und auf exterritorialem Gebiet stand. Wir Gardisten wurden mit Fahrzeugen hinfahren, da man in Schweizergarde-uniform nicht auf italienischem Territorium laufen durfte.
Im Herbst 1973 war ich ein weites Mal im Dienst in Castel Gandolfo. Die Nonnen hatten es mit mir nicht so leicht, da sie mit Italienischen Produkten immer schweizerisch kochten. So gab es zwischen mir und Schwester Annalina, die aus dem Wallis stammte so einen wörtlichen Schlagabtausch. Ich drohte ihr mit einem Wurf des Tellers aus dem Fenster. Ihre Antwort, ich hätte ja keinen Mut, kam postwendend. War für mich ein Aufgebot und der Teller flog zum Fenster, das vergittert war. Es gab nicht nur Lärm bis auf die Strasse, sondern die Gardisten, die am Essen waren wurden aufgeschreckt. Für mich gab es eine sofortige Strafe.  Enrico musste noch Rom zurück und war in aller Munde. Dank dem Vorfall, habe ich oin Rom Heidi kennen gelernt!!
Papst Johannes Paul I
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16.3.  SCV Dienst – Papst Johannes Paul I.
Obwohl er nur 33 Tage lebte habe ich viel mit ihm erlebt.Als er schüchtern auf die Logia ging um sich das erste Mal als Papst zu zeigen, kommandierte ich als Korporal eine Abteilung Gardisten zum Kniefall. Der Papst nam uns beim vorbei schreiten überhaupt nicht zur Kenntnis. Wir verschoben uns einen guten Meter nach vorne, doch auf der Rückweg des heiligen Vaters war wieder keine Anmerkung. Ich konnte feststellen das in der Sala Regia ein höllischer Empfang bei den Vigilantes war. Es wurde mir auch zu Ohren getragen, das Cibin der capo der Vicilanza von ihm getraut wurde.Alles klar!
Meines Erachtens war die Last für Johannes Paul II zu gross. Er Sprach fast keine Sprachen und hatte wenig Auslandserfahrung. Mir schien er konnte auch nicht führen.
Als ich an einem schönen Morgen aus dem Radio erfuhr, dass er gestorben sei, war ich aber schon etwas überrascht.
Papst Johannes Paul II
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16.4.  SCV Dienst – Papst Johannes Paul II.







Papst Johannes Paul II hat unsere Tochter Bettina - Fabiola getauft.
Fahrzeuge ImVatikan
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16.4.  SCV Dienst – Papst Johannes Paul II.

Fahrzeuge ImVatikan
Im Vatikan habe ich mir im 2. Jahr von Bruno Imstepf eine rote Vespa gekauft, Man nannte sie Hure, da ich sie an Alle vermietete.
Mein erstes Auto mit der Vatikannummer SCV 162 und war ein Ford Cosul 315 hellblau.
Von meinem Italienischen Freund Enrico Mutti wurde ich fast genötigt, das verstaube und verlotterte Auto eines uns bekannten, todkranken Familienvaters, der in Geldnöten war zu kaufen. Ich sagte meinem Freund das Auto sei so miss dran, das laufe nie mehr. Doch er lies es in einer Hobbywerkstätte für mich gratis herrichten und sogar neu lackieren, dass es vom Aussehen her ein Bijou war. Mein Preis war, Lire 70.000 gleich 100 SFr. So fuhr ich den Wagen fast 1 Jahr lang.Mit der Zeit wurde es etwas komisch. Da die eine Tür nicht mehr schloss, musste ich sie mit einem Seil zubinden.
Der nächste Wagen war ein weisser Ford Escort, den ich dank dem Vatikan zollfrei kaufte.
Papst Benedikt XVI
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16.5.  SCV Dienst – Papst Benedikt XVI.

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Als Benedikt XVI gewählt wurde beobachteten Bundesrat Couchepin und meine Wenigkeit im Büro des Bundesrates auf de,m Fernseher das Konklave. Interessant war als Favorit gab es Ratzinger. Mit Kardinal Josef Ratzinger und seinem Sekretär hatte ich schon früh Kontakt. Es gab Situationen wo ich Ratzinger am Nachmittag zu seinen Spaziergängen diskret begleitete.
Kardinal Ratzinger hat unseren Sohn Valentino- Josef getauft.
Kündigung bei der Schweizergarde
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16.5.  SCV Dienst – Papst Benedikt XVI.

Kündigung bei der Schweizergarde
1986 habe ich der Schweizergarde gekündigt, der Grund war Bettina, sie ist mit Downsyndrom  geboren und und war noch an Leukämie erkrankt.
Obwohl ich recht viele Kontakte und Beziehungen hatte war es nicht einfach eine gute Stelle in der Schweiz zu finden. Mein Traumjob wäre Bundesratsweibel gewesen, da war aber keine Stelle frei.
Ich versuchte es im Geldtransport, im Sicherheitsdienst beim Atomkraftwerk und als Fahrer bei der Swissair. Bei den zwei Ersten habe ich die Aufnahme Prüfungen mit Erfolg gemacht. 
Im letzen Moment hat mir mein Schwager Peter noch gemeldet es sei ein Job im Bundessicherheitsdienst frei. Leider war die Bewerbungszeit etwas knapp.
Ich schaltete meine Bekannte Monika Kilchör ein und sie hat noch helfen können. In Rom wurde ich vom Vertrauensarzt Herr Dr. med. Monet der Schweizerbotschaft untersucht. Es ging recht oberflächlich, da ich ihn persönlich kannte. Zum Beispiel hatte er kein Maasband für meinen athletischen Körper zu messen. Ich schlug im vor, die Vorhangschnur und das Lineal zu benützen, und es klappte. Man hatte mich nach Bern aufgeboten um mich vorzustellen, Ich fand es etwas weit und schlug vor die Mitte, Domodossola zu nehmen. Man willigte ein. so kam ich gut vorbereitet in der Stadt, so gegen 07.00 Uhr an. Von Frau Kilchör hatte ich eine Beschreibung der beiden Herren Mühlethaler und Chassot erhalten, die mich testen wollten. Am Bahnhof erkundigte ich mich auf welchem Geleise der Zug vom Wallis ankomme und wann. Ich suchte in der Bahnhofs Nähe eine Bar wo man gut sitzen konnte. Beim Kiosk kaufte ich mir die La Suisse Also es ging los! Ich ging dem Zug entgegen und sah die beiden Herren sofort. Ging auf sie zu und begrüsste sie. Als sie ein Lokal suchten begleitete ich sie. Die Vorstellung war kurz und beinhaltete auch das Frühstück. Als man mich auf Italienisch bestellen hörte gab es keine Fragen zu Sprache. Man fragte, wie es mit Französisch stehe, und ich sagte, hätte heute morgen schon die La Suisse gekauft, da ich keine Deutschschweizer Zeitung gefunden hätte. Ich habe sie schon gelesen, wenn jemand sie möchte bitte. Ich hatte es geschafft!
Den neuen Job als Logenwächter im Bundeshaus begann ich      1987. Ich hatte mich recht schnell eingearbeitet und hatte gute Arbeitskollegen. Da vieles nicht stimmte ging ich zur Christlichen Gewerkschaft. Der Sekretär Durrer hat sich tüchtig eingesetzt und viel erreicht. Da hatte der Bund Fünftagewoche , doch bei uns arbeitete man 6 Tage. So waren auch die Dienstpläne nicht in Ordnung und vieles mehr. Bei meinen Vorgesetzten war ich nicht gerne gesehen. Für mich war es für die Zukunft wichtig, das Bundeshaus und die Politiker kennen 
zu lernen.
Was sind deine wertvollsten Erfahrungen und Lehren?
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16.5.  SCV Dienst – Papst Benedikt XVI.

Was sind deine wertvollsten Erfahrungen und Lehren?
Die Italienische Mentalität gründlich kennen zu lernen hat mir durch einen grossen Abschnitt meines Leben geholfen.
Welche Erfahrungen hast du mit den Menschen gemacht? Wie wurdest du als Ausländer aufgenommen? Ergaben sich Freundschaften?
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16.5.  SCV Dienst – Papst Benedikt XVI.

Welche Erfahrungen hast du mit den Menschen gemacht? Wie wurdest du als Ausländer aufgenommen? Ergaben sich Freundschaften?
Obwohl meine Italienischkenntnisse am Anfang meines Aufenthaltes in der Stadt Rom nicht gerade vom Besten waren, fiel es mir nicht schwer Kontakte zu finden. Der erste Kontakt gab es im Souveniergescheschät Valente, die Besitzerin Annamaria hatte es mir angetan. Ich brachte Ihr Toblerone und sie schenkte mir oft Ansichtskarten. Es ging sogar soweit, das sie mich zum Silvesterfeiern nach Hause einlud. Das ging aber nicht, da Oberst Nünlist gut kontrollierte und ich noch keine Erfahrung hatte wie man in den Vatikan schleicht. Später kam die grosse Enttäuschung, als Annemarie mir ihre fast 10 Jahre alte Tochter zeigte. Ich konnte es nicht verstehen, dass so eine hübsche junge Frau schon eine so grosse Tochter hatte.
Signor Mutti Enrico lernte ich dank seinem Hund kennen. Er sass vor der Bar auf dem Trottoir, neben ihm sein kleiner Hund der die Zunge hinausstreckte. Mein Freund Toni Casanova und ich waren am Bier trinken und amüsierten uns darüber. Ich fragte, ob der Hund auch Durst habe, oder ob er krank sei. Er hat gelacht und wir kamen ins Gespräch. Er stellte sich als Ladenbesitzers eines Foto und Optikergeschäft in nächster Nähe vor.
2 Tage später gingen wir ihn in seinen Laden besuchen und kauften paar Filme zu gutem Preis. Er offerierte uns in der Bar nebenan einen Kaffee und es gab ein recht freundschaftliches Gespräch. Ich besuchte öfters und konnte durch ihn die Italienische Mentalität richtig kennen lernen. Er stammte aus Neapel Castellammare. Durch ihn gab es auch viele weitere Kontakte, so der Prefetto Somma aus Sizilien, oder den Minister Cava,bei dem wir zu Essen eingeladen waren. Meine ersten Visitenkarten wurden im Gefängnis Regina Coeli gedruckt.Er kante eine Hintertür zur Gefängnisdruckerei. Er hatte überall Zutritt oder wusste an wen er sich wenden musste oder besser gesagt konnte. Hatte jemand eine Verkehrsbusse war er bereit sie zu durch Bezihung zur Polizei zu löschen. Er hatte mit den Carabinieri und der Polizei guten Kontakt. Sie bekamen von ihm immer wieder Österreichische Teebutter aus dem Vatikan von ihm grosszügig geschenkt. Ich brachte im öfters, Kilo-weise Butter und auch Alkoholika aus dem Vatikan. Nach einiger Zeit hatte ich den Durchblick für seine guten Taten die er arschkalt ausnützte. Ich muss ehrlich sein mich behandelte immer gut. So lernte ich durch ihn auch den Besitzer der Lunaparks Mirabito kennen, wurde von ihm und seiner Signora zum Essen eingeladen und kriegte jede Menge Eintrittskarten gratis. Später kaufte er mit dem Patisserie Saliola eine billige Pilgerunterkunft. Eine gute Seele aus Genua, von der ich auch paar Italienische Kochkünste lernte war sein Gerant. Ich musste ihn immer mit Wiskey aus dem Vatikan bedienen. Es war für mich hin und wieder angenehm auch was zu trinken. Im Ostello habe ich paar Pilgerinnen kennen gelernt. Später ist das Haus abgebrannt und ich kannte vermutlich den Brandstifter. 
Es ging mir mit der Zeit zuweit mit Sachen aus dem Vatikan anzuliefern und ich zog mich von dieser Freundschaft von Enrico Mutti zurück.
Inwiefern hat deine Zeit im Ausland deinen späteren Berufsweg beeinflusst?
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16.5.  SCV Dienst – Papst Benedikt XVI.

Inwiefern hat deine Zeit im Ausland deinen späteren Berufsweg beeinflusst?
Ich konnte und kann meine Lebenserfahrung jeden Tag für mich positiv einsetzen.
Bundesrat Flavio Cotti
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16.6.  SCV Dienst – Bundesrat Flavio Cotti.




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Als nach  ca einem Jahr von Frau Kilchör durchsickerte das der Weibel das Departement wechsle und ausziehe, meldete ich mich als Bundesratsweibel. Ich erhielt den Zuschlag und begann 1989        in der Inselgasse 1. Meine Vorgesetzte war Monika Kilchör und der Bundesrat Flavio Cotti. Da ich Italienisch sprach wurde ich von ihm gut aufgenommen. es gab viele Reisen und Auftritte in der ganzen Schweiz- Bei einem Empfang durfte ich Präsident Fidel Castro im Lohn die Autotüre öffnen. Bundesrat Cotti nahm mich sogar 1991 am 23. November mit nach Rom. Meine Ferien machte ich mit meiner Familie ein paar mal auf dem Bre ob Locarno- Bundesrat Cotti hatte dort in der Nähe ein kleines Chalet wo wir bei seiner charmanten Frau auch zum Apero eingeladen wurden. Ein paar mal durfte ich mit dem Bundesrat auch ins Tessin fliegen.
Bundesrätin Ruth Dreifuss
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16.7.  SCV Dienst – Bundesrätin Ruth Dreifuss.


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Bundesrätin Ruth mit dem Chinesischen Präsident Jiang Zemin

Als Bundesrätin Ruth Dreifuss gewählt war, kam sie ins EDI und Flavio Cotti wechselte ins EDA. Er wollte mich mitnehmen und ich habe nein gesagt. Es war mir ein grosses Vergnügen als gestempelter Macho einer Frau dienen zu können. Es gab viele die sagten, der macht es nicht lange. Obwohl sie Agnostikerin und ich gläubiger Katholik war gab es keine Probleme - sie war aber auch noch Jüdin. Wir kamen uns so nahe, das sie mir das Du gab, das ich aber Amtes wegen nur unter uns oder Freunden benützte. Ihre Bankkarte mit dem Kenncode wollte sie mir sogar geben, doch ich habe ablehnt. Im Oktober 1993 nahm sie mich mit nach Rom obwohl der Sachbearbeiter Christian Risch vorgesehen war. Sie wusste von meinen Rom Kenntnissen. Ich Zeigte ihr die Sixtinische Kapelle auf ganz besondere Art. Da das Jüngste Gericht von Michelangelo gerade restauriert wurde, konnte sie mit dem Aufzug hochfahren und das Werk aus der Nähe betrachten. In guter Erinnerung ist mir noch der Besuch vom Fete des Vignerons 1999 in Vevey. Sie hat mit ihren näheren Angestellten auch einen Besuch auf meinem Mini Landgut in Wiggen gemacht, und half sogar beim Anrichten der Spaghetti. Zum Dessert gab es Birnenweggen aus Marbach. Ruth war bis ende 2002 im EDI tätig. Der letzte Tag hab ich noch bestens in Erinnerung. Es war am 24.12.2002. Ich half ihr ihre persönlichen Sachen einbacken und alles wurde mit Sorgfalt beschriftet. Die gute Frau wollte und wollte nicht vorwärts machen, obwohl es  Weihnachtsabend war und ich wollte zu meiner Familie. Für mich war es ein gereizter Abgang.
Bundesrat Pascal Couchepin
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16.8.  SCV Dienst – Bundesrat Pascal Couchepin.

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 Bundesrat Pascal Couchepin

Bundesrat Pascal Couchepin hat am 1. Januar 2003 das Departement des Innern in der Inselgasse übernommen. Er war am Anfang sehr dominant aber anständig. Für mich war es nicht einfach, da zwei Hitzköpfe zusammenkamen. Sprachlich waren wir immer Zeisprachig, da sein Deutsch und mein Französisch nicht die Besten waren. Mit der Zeit hatten wir aber ein sehr gutes Verhältnis. Er gab mir sogar seine Kreditkarte zum Geld abholen. Das Passwort weis ich immer noch, doch die Karte hab ich nicht mehr! Der Empfang von Schröder in der Schweiz war für mich ein besonderes Ereignis. Couchepin lies auf einem Spaziergang mir Schröder von einem Walliser Begleiter im Rucksack eine Flasche Wein mitbringen.Als die Zeit gekommen war dufte ich den Wein Ausschenken. Als noch ein Glas übrig war sagte, der Bundespräsident er zu mir es sei für mich. So hatte ich sogar die Ehre mit dem Bundeskanzler anzustossen. Am Abend als Schröder sich am Flugzeug verabschiedete, hatte er auf der Stiege bemerkt, dass er mich vergessen hatte. Es war ihm nicht zuviel nochmals die Stiege runter zu kommen und sich bei mir dankend zu verabschieden.Des öfteren ging ich auch ins Von Wattenwilhaus um seine privaten Gäste zu bewirten. Gekocht wurde nach seinen Rezepten oder meinen Ideen. in seiner Küche. Des öfteren half er mir am Schluss beim Geschirr abtrocknen. Ein grosse Sache war als es zu mir aufs Land in den Obacherfärch kam und er Karten spielte. Ich weis noch ganz genau, er verlor, hat aber die Jass schulden bis heute noch nicht bezahlt.
Da kommt mir noch in den Sinn, der Bundesrat nahm uns auch mal mit zum Spargel stechen und anschliesend gab es ein gutes Brisolee . Heute habe ich mit ihm noch Email Kontakt.
Bundesrat Didier Burkhalter
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16.9.  SCV Dienst – Bundesrat Didier Burkhalter.


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Bundesrat Didier Burkhalter

16.9.2009 war der Tag der Wahl von Bundesrat Didier Burkhalter. Für mich wirkte er sehr ruhig fast Scheu. Seine Gemahlin kam aus Österreich und er sprach ein sehr gutes Deutsch. Frau Burkhalter fröhnte das Hobby mahlen und so kam es, das ich sie hin und wieder in den Farbladen begleitete. Im Büro der Bundesrates hängte auch ein Bild von ihr.
Der Dienst mit seiner Person verlief recht ruhig. Er hat mich auch nach Rom eingeladen und ich hab im Castel Gandolfo gezeigt. Zuerst ein schöner Porcetta picknik mit Wein und anschliesend zeigte ich ihm den Päpstlichen Garten. Eine meiner letzten Erinnerungen an ihn war als ich ihn nach der Bundesratswahl in das Br Sitzungszimmer begleitete. Fragte er mich ob er Departement wechsel solle und ins EDA gehen. Ich hab es ihm empfohlen mit den Worten ,auch seine Familie hätte was davon.
Bundesrat Alain Berset
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16.10.  SCV Dienst – Bundesrat Alain Berset.



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Bundesrat Alain Berset
14.12.2011 Seine Ankunft hat mich sehr gefreut, da ich ihm schon kurz nach der Wahl gratulierte und feststellte, das die Chemie stimmte. Es kam vor das ich auch mal bei ihm zu Hause eingeladen wurde. Auf seine Anweisung hin oranisierte Frau Ursula Noti einen unvergesslichen Abschied für mich im Von Wattenwyl Haus. So einen Abschied konnte ich mir nicht vorstellen .Ich hatte die Ehre neben seiner hübschen Gemahlin Muriel zu sitzen. Der Platz von Heidi war neben dem Bundesrat. Am Schluss hat er für meine Wenigkeit Klavier gespielt.

Berufliches auf und ab
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16.11.  SCV Dienst – Berufliches auf und ab.
Ein berufliches auf und ab gab es bei mir nie!
Ich war mir bei jeder meiner Tätigkeiten voll dabei. Einzig auf der Post, als ich die Geografieprüfung gemacht hatte und die Postleitzahlen eingeführt wurden.
Hast du jemals über deine Verhältnisse gelebt?
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16.11.  SCV Dienst – Berufliches auf und ab.

Hast du jemals über deine Verhältnisse gelebt?
In den ersten Jahren in der Schweizergarde musste ich mir für die Ferien Geld ausleihen von Kameraden. es ergab sich das man Mädchen kennen lernte und sie zum tanzen oder essen einlud. Mit unserem kleinen Sold kam man da nicht weit.
Gab es Perioden in deinem Berufsleben, in denen du unter Stress gelitten hast?
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16.12.  SCV Dienst – Arbeit, Familie und Freizeit.

Gab es Perioden in deinem Berufsleben, in denen du unter Stress gelitten hast?
Ich hatte verschiedene Spitalaufenthalte in Rom.
Der erste wurde im im Januar 1971 notwendig. Verursacherin war die Kanone im Ehrenhof, welche ich hochheben wollte. Leider hatte ich übersehen, dass sie am Boden verankert war, was mir einen Leistenbruch bescherte.
In der Clinica San Pietro an der Via Cassia wurde ich operiert. In dem Dreierzimmer, wo ich untergebracht war, lernte ich einen Bettnachbarn kennen, der gleich nebenan wohnte und eine sehr hübsche Tochter hatte.
Leider kam ich zu spät, sie war schon vergeben.
Die Familie lud mich aber einige Male zu einer schönen Spaghettata ein.

Der zweite Zimmergenosse erhielt von seinem Vater alle zwei Tage einen Fiasco di Vino.
Für mich war davon auch hin und wieder ein Glas frei.

Ein ander Mal lag ich für eine Woche in der Policlinica Umberto I in Rom.
Man musste mir die Nase frei machen, welche ich einstens beim Boxen in der Sihlpost beschädigt hatte.
Das Wattestück, welches nach der OP in meiner Nase vergessen wurde, befreite sich zum Glück nach einer Woche selber und ich konnte wieder tüchtig atmen.

Die nächste Operation musste ich im Januar 1983 in der Clinica San Giacomo in Rom über mich ergehen lassen.
Der Sportarzt Ziaco vom Fussballclub Lazio operiert meinen Meniskus. Der Eingriff fand nach dem Streik am 3. Februar statt.
Die Familie des Arztes kannte ich recht gut, da Heidi, meine spätere Ehefrau, bei der Familie Babysitting machte. Frau Ziaco servierte mir bei jedem Besuch mit dem Likör Wägelchen einen Whisky mit Eis.

Knieoperation 2006
Blindarm 6.April 2011 Blinddarm
Stend
Wofür und wie hast du deine Freiräume und Freizeit genutzt?
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16.12.  SCV Dienst – Arbeit, Familie und Freizeit.

Wofür und wie hast du deine Freiräume und Freizeit genutzt?
Mein grosses Interesse galt der Italienischen Mentalität und dem Erforschen von Rom und seiner Umgebung. Da kam ich recht gut vorwärts und so konnte schon die ersten Führungen durch Rom nach 4 Monaten machen.
Was haben dir deine Freizeitbeschäftigungen in beruflicher Hinsicht gebracht?
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16.12.  SCV Dienst – Arbeit, Familie und Freizeit.

Was haben dir deine Freizeitbeschäftigungen in beruflicher Hinsicht gebracht?
Die Romführungen gingen so weit, dass ich im Hl. Jahr mit dem Erlös ein neues Auto kaufen konnte.
Arbeitskollegen ? Vorgesetzte ? Vorbilder?
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16.13.  SCV Dienst – Arbeitskollegen ? Vorgesetzte ? Vorbilder?.
Vorbilder für die Romführungen waren der Wachtmeister Paul Leimgruber und der Exgardist der im Vatikanischen Informationsbüro arbeitete, Moritz Ebener.
An welche Arbeitskollegen und Vorgesetzte erinnerst du dich gerne?
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16.13.  SCV Dienst – Arbeitskollegen ? Vorgesetzte ? Vorbilder?.

An welche Arbeitskollegen und Vorgesetzte erinnerst du dich gerne?
Mein grösster Vorgesetzter in der Schweizergarde war Oberst Nünlist. Dort wo er auftrat wusste man sofort, dass er der Chef der Schweizergarde war.
Aus welchen Arbeitskollegen und Vorgesetzten sind Freunde fürs Leben geworden?
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16.13.  SCV Dienst – Arbeitskollegen ? Vorgesetzte ? Vorbilder?.

Aus welchen Arbeitskollegen und Vorgesetzten sind Freunde fürs Leben geworden?
Werner Steinmann hat seine Ehefrau durch mich gefunden und später war er auch mein Tafelmajor. Noch heute tauschen wir Neuigkeiten über Rom aus.
Wie warst du als Arbeitskollege/-kollegin oder Mitarbeiter/-in?
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16.13.  SCV Dienst – Arbeitskollegen ? Vorgesetzte ? Vorbilder?.

Wie warst du als Arbeitskollege/-kollegin oder Mitarbeiter/-in?
Ich war recht hart zu meinen Untergebenen. Wer seinen Dienst gut und Pflichtbewusst macht war immer mein Freund und ist noch heute da.
Eheleben
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17.  Eheleben
am 11.Dezember 1978 habe ich in der Wallfahrtskirche Werthenstein Heidi Käser geheiratet.
Wie hast du deine Frau bzw. deinen Mann kennengelernt?
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17.  Eheleben

Wie hast du deine Frau bzw. deinen Mann kennengelernt?
Der Zufall wollte es so!
ich war in der Sommerresidenz des Papstes Paul VI in Castel Gandolfo als Korporal für 14 Tage im Dienst. Schon nach wenigen Tagen gab es Spannungen zwischen der Nonne     aus dem Wallis und mir. Sie drohte mir und ich ihr zurück, dass ich das Teller zum Fenster hinaus werfen werde. Sie sagte mir ich hätte ja nicht den Mut und der Suppenteller nahm den Weg zum vergitterten  Fenster. So wurde ich vom Wachtmeister auf Anordnung des Kommandos kurzer Hand nach Rom zurückbeordert. Dank dem habe ich meine zukünftige Ehepartnerin kennen gelernt.
Ich hatte schon lange Kontakt mit Gerry Werzreisen. Er machte viele Romreisen mit jungen Leuten, und so kam es dass wir Gardisten zu Führungen hingezogen wurden. Oft nur als gesellige Begleiter. Das war auch hier der Fall wir gingen nach Castel Gandolfo und am Abend in die beleuchtete Villa D'este. Beim besichtigen und bestaunen der fantastischen Brunnenanlage hat sich auch ein gegenseitiges Feuer entzündet.

Die Mutter von Heidi hat sie via Ancilla Heftchen zu einer Romreise animiert. Wir haben uns auf dem Petersplatz in Rom kennen gelernt. Sie sass im Bus der Reisegruppe von Exgardist Gerry Berz. Ich fragte ohne unkontrollierte Absicht ob der Platz neben ihr noch frei sei. Wir unterhaltenen uns recht gut. Beim Besuch der Villa d Este machte ich mit ihr eine spezielle Führung, da ich schon oft dort was. Da es Nacht war war sie froh um eine gute und sichere Begleitung.
Einen Tag später gingen wir zu einer Bootsfahrt auf den Lago di Albano. Anschliessend gab es noch eine Sessellift fahrt ins Dorf Castel Gandolfo zum Porcetta essen und Wein trinken.
Musstet ihr euch zwischen mehreren Partnern/Partnerinnen entscheiden?
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17.  Eheleben

Musstet ihr euch zwischen mehreren Partnern/Partnerinnen entscheiden?
Meinen Bekanntschaften bittete ich immer mir Zigaretten zu schicken. Ich rauchte nach Möglichkeit Francais und die gab es in Italien nicht. Meine Heidi ist diesen Diel 1973 auch eingegangen und so habe ich eine Stange Zigaretten per Post erhalten. Da mein Bekanntenkreis zu der Zeit etwas unüberblickbar war, und der Absender H. Käser lautete, wusste ich nicht ob es von einem Mann oder einer Frau war. Also verklebte ich die Postkarte so geschickt mit Briefmarken, dass für die Anrede kein Platz mehr war. Als dann die Antwort kam wusste ich, dass es Heidi Käser war und das Schreiben fand seinen geregelten Lauf. Ich hab ihr noch speziell gedankt. Sie kam später noch ein weiteres Mal mit ihrer Freundin Bernadette nach Rom und der Freund der Freundin Anton Casanova sagte mir die komme sicher wegen mir. Als ich mir dessen langsam bewusst war, habe ich mich recht ordentlich um sie bemüht und unsere Freundschaft hatte sich vertieft. Mein zukünftiger Schwiegervater hat mich das erste mal im Fernsehn gesehen als ich bei Robert Lemke war und er von einem jassenden Freund darauf aufmerksam gemacht wurde. Man staunte, dass er das noch nicht wusste! Nach der Lehre als Krankenschwester 1975, kam Heidi als Babysitterin nach Rom. So langsam dachten wir ans Heiraten, da ich die Grundbedingungen der Schweizergarde voll und ganz erfüllte. Die zukünftige Ehefrau musste r    ömisch-katholisch und mit gutem Leumund sein. Ich musste mindestens 5 Jahre in der Schweizergarde und im Range eines Korporals sein. So stellten wir am ?? die Anfrage zu Heirat.

Immer wenn ich mich beim Kommando erkundigte, hiss es, es hätte keine Wohnung und so lange die leerstehende Elemonsineria  nicht umgebaut werde gehe es nicht. Die Zeit lief und wir warteten. Ich hab mir dann gesagt, hilf dir selbst, sonst hilft dir Keiner. So beantragte ich über den Sekretär des Kardinals Guerri, Mons. Giussani, den ich gut kannte, eine Audienz bei seinem Capo. Es wurde mir erlaubt und ich wurde vorgelassen.So ging ich also zu ihm in sein Büro ins Governatorato in den ersten Stock und wurde von Guerry höflich empfangen. er fragte mich von wo ich stamme, er gehe immer in das Tessin in Urlaub. Ich habe mich entschuldigt bevor ich sprach, dass ich seine kostbare Zeit in Anspruch nehme. Er winkte ab und sagte, er sei besonders für die Bewohner des Vatikans zuständig, was er für mich tun könne. Ich sagte ihm, ich möchte schon lange heiraten, aber es seinen keine Wohnungen zur Verfügung. Er antwortete, sie seien aber schon am Arbeiten. Ich sagte ihm, leider werde nicht gearbeitet. Er guckte mich böse an und griff zu Telefon. Meine Aussage wurde bestätigt und der Kardinal gab den Auftrag sofort zu beginnen. Ich kriegte den Segen vom Kardinal und wurde entlassen. Ein Tag später sah ich die ersten Arbeiter. Das Kommando hat vermutlich von meiner Intervention gehört! Man versuchte Alles um meine Hochzeit zu verhindern. Man ging soweit mir in der Schweiz eine Stelle zu empfehlen, bei der Bank Dreifuss in Basel. Da mir und Heidi Rom soviel bedeuteten, wollten wir nicht in die Schweiz zurück. Da es mir dienstlich nichts vorhaben gab, konnte man mir nicht einfach kündigen, obwohl ich nicht der liebste Gardist war und mit dem Kaplan und dem Kommando des öfteren Konfrontationen hatte.
Seid ihr in eine neue Wohnung gezogen?
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17.  Eheleben

Seid ihr in eine neue Wohnung gezogen?
Wir zogen in eine neue 4 Zimmer Wohnung im Vatikan, wo früher das Almosenamt war. Es gab noch hin und wieder von Bettlern besuch.
Wie habt ihr eure Wohnung ausgestattet?
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17.  Eheleben

Wie habt ihr eure Wohnung ausgestattet?
Die Miete war frei.Wir mussten sie selbst einrichten.
In der Küche war nur der Wasseranschluss und das Spülbecken.Das Badzimmer war ausgestattet. Die Betten gab es leihweise von der Schweizergarde.
Wie sah euer finanzielles Arrangement aus?
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17.  Eheleben

Wie sah euer finanzielles Arrangement aus?
Finanziel kamen wir durch, doch die Ferien wurden immer gezielt gemacht. Einladungen waren sehr willkommen.
War jemand von euch vermögend?
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17.  Eheleben

War jemand von euch vermögend?
Nein. Meine zukünftige Gattin wollte vor der Heirat Gütertrennung. Es war aber nicht nötig, da wir beide kein Geld hatten!
Was machtet ihr und macht ihr gemeinsam?
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17.  Eheleben

Was machtet ihr und macht ihr gemeinsam?
Ein normales Familienleben
Wie war eure Hochzeit?
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17.  Eheleben

Wie war eure Hochzeit?
Wir hatten eine tolle aber kalte Hochzeit. Es war eine Temperatur von 15 Grad unter null. Wir heiraten in der Klosterkirche von Werthenstein wo auch meine Eltern geheiratet hatten. Exgardisten in Uniform gaben uns die Ehre. Der Priester der uns verheiratete war ein Freund von Rom Padre Martin Diarmuid heute Ex Erzbischof von Dublin, demnächst wir er wohl zum Kardinal ernannt. Bei der Predigt sagte er es sei der Wunsch des Bräutigams nicht zu lange zu predigen und das befolge er gerne. Zur Hochzeitsfeier fuhren wir nach Wunsch von Heidi meiner Ehefrau, mit einem grossen Taxi das Rolli Käser vor.

Das Hochzeitsmahl mit Feier gab es im Hotel Sporting in Marbach. Der Schwiegervater hat es bezahlt. Wir hätten esuns nicht leisten können, da unsere finanzielle Lage nicht überzeugte.
Würdest du wieder heiraten?
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17.  Eheleben

Würdest du wieder heiraten?
Das kann man sagen, aber Einmal genügt.
Kinder
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18.  Kinder
Bettina - Fabiola     Geboren 26.10.1980
Valentino - Josef                   22. 7.1982
Pia - Barbara                          5. 3.1990
Falls ihr Kinder habt, war das ein gemeinsamer Wunsch?
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18.  Kinder

Falls ihr Kinder habt, war das ein gemeinsamer Wunsch?
Für mich gehört die Fortpflanzung der Menschheit zu einer Logik und Kinder in eine Familie.
Das war auch schon vor der Heirat mit Heidi unser Wunsch.
Warst du ein strenger Vater bzw. eine strenge Mutter?
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18.  Kinder

Warst du ein strenger Vater bzw. eine strenge Mutter?
Gegenüber dem Sohn Valentino war ich streng. Er hat schon mal einen Klaps gekriegt.
Unternimmst du bzw. unternehmt ihr Reisen? Was gibt euch das?
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19.  Lebensfreude

Unternimmst du bzw. unternehmt ihr Reisen? Was gibt euch das?
Reisen tun wir nach der Pensionierung bedeudend mehr. So ging es doch schon 2 Mal nach Amerik.
Wie geht es dir bzw. euch finanziell?
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19.  Lebensfreude

Wie geht es dir bzw. euch finanziell?
Dank der Rente des Vatikans und den etwas über 3000 Franken vom Bund kann ich den Umständen entsprechend gut leben.
Wie haben sich deine Ess- und Trinkgewohnheiten verändert?
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19.  Lebensfreude

Wie haben sich deine Ess- und Trinkgewohnheiten verändert?
Ich esse und trinke immer noch gerne. Bin aber sehr wählerisch. Da meine Frau Heidi gut kocht und ich auch weiss was in eine Pfanne passt ist die Verköstigung gesichert. Bier trink ich nur wenn ich absolut Durst habe. Mit Wein bin ich sehr schwer zu bedienen, da ich mich recht gut auskenne. Habe ich doch in Rom Sommelierkurse besucht und so die berühmtesten Lokale kennen gelernt. Was ich sehr gerne habe sind gebrannte Wasser. Was mir ja keiner glaubt, aber sogar¨stimmt, ist das ich mit meiner Frau zusammen am Tisch beim Essen selten Wein trinke.
Welche Hobbies pflegst du aktuell und was gibt dir das?
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19.  Lebensfreude

Welche Hobbies pflegst du aktuell und was gibt dir das?
Ich war schon immer ein Sammlertipp. Reisen ist nach Möglichkeit auch eines meiner Hobbys. Fast habe ich es vergessen, die Pflanzen und der Garten bedeuten mir Alles.
Habt ihr ein Haustier?
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19.  Lebensfreude

Habt ihr ein Haustier?
Unsere Katze gibt es seit ein paar Jahren nicht mehr, ich habe nur noch Moderlieschen im Biotop.Da wir im Wald wohnen werden wir am im Frühling morgens von den Singvögeln begrüsst.
Welche konkreten Vorstellungen oder Erwartungen hast oder hattest du in Bezug auf älter werden?
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20.  Gutes Leben im Alter

Welche konkreten Vorstellungen oder Erwartungen hast oder hattest du in Bezug auf älter werden?
Als ich 20 Jahre alt war dachte ich mit 70 muss man ans Sterben denken. Das fühle ich aber überhaupt nicht und mir scheint, ein Alter von früher war nicht wie ein Alter von jetzt.
Wie reagiert dein Umfeld generell auf dein Älterwerden?
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20.  Gutes Leben im Alter

Wie reagiert dein Umfeld generell auf dein Älterwerden?
Schwer zu sagen, da ich von den Ältern noch einer der Jüngern bin.
Gibt es Veränderungen im Aussehen, in der Sexualität, in anderen Dingen?
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20.  Gutes Leben im Alter

Gibt es Veränderungen im Aussehen, in der Sexualität, in anderen Dingen?
Das Aussehen hat sich sicher geädert. Früher hatte ich mal 80 Kg , jetzt so ca 110 Kg.Im Gesicht het es Ruzelen, und auf dem Kopf fehlen auch paar Haare.
Was tust du für deine geistige und körperliche Fitness? Welche Veränderungen stellst du fest?
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20.  Gutes Leben im Alter

Was tust du für deine geistige und körperliche Fitness? Welche Veränderungen stellst du fest?
Ich baue meine Beziehungen von früher wieder auf und fördere auch die Kontakte. Mein Handy ist sicher auch ein gutes Werkzeug. Ich schreib am meet- my -life.
Wie wichtig ist dir deine Selbständigkeit in der Gestaltung deines Alltags? In welchem Ausmass könntest du mit Einschränkungen leben?
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20.  Gutes Leben im Alter

Wie wichtig ist dir deine Selbständigkeit in der Gestaltung deines Alltags? In welchem Ausmass könntest du mit Einschränkungen leben?
Ich bin ein typisch im Löwen Geborener. Selbstständigkeit und Auftritt sind angeboren. Alles hinterfragen habe ich nutzbringend von meiner Mutter bekommen.
Welche Bedeutung haben deine Erinnerungen mit dem Älterwerden?
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20.  Gutes Leben im Alter

Welche Bedeutung haben deine Erinnerungen mit dem Älterwerden?
Meine täglichen Erinnerungen aus früheren Zeiten helfen mir moralisch sehr viel.
Wie stellst du dich zu einem Leben in einem Altersheim?
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21.  Ausblick

Wie stellst du dich zu einem Leben in einem Altersheim?
Könnte und müsste ich in ein Altersheim würde ich wohl gehen, aber nicht ohne PC und Handy.
Hattest du mit Organisationen wie Exit Kontakt bzw wie stellst du dich persönlich dazu?
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21.  Ausblick

Hattest du mit Organisationen wie Exit Kontakt bzw wie stellst du dich persönlich dazu?
Will ich nicht und brauch ich nicht.
Religiosität
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22.  Religiosität
Glaube ist für mich Halt im Leben.Meine Eltern waren  vorbildliche Katholiken.
Praktizierst du eine Religion und wie? Falls nicht, weshalb nicht?
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22.  Religiosität

Praktizierst du eine Religion und wie? Falls nicht, weshalb nicht?
Für mich ist Glauben wichtig im Leben. Ich bin von meinen Eltern Römisch kath.  getauft und erzogen worden. Dafür bin ich ihnen ewig dankbar.
Stellst du bei dir mit dem Älterwerden eine veränderte Einstellung zu religiösen Fragen fest?
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22.  Religiosität

Stellst du bei dir mit dem Älterwerden eine veränderte Einstellung zu religiösen Fragen fest?
Mein Glaube wird nicht zum Fanatismus, doch ich bin viel gefestigter als in meiner Jugend.
Hast du dich auch mit anderen Religionen beschäftigt? Mit welchem Ergebnis?
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22.  Religiosität

Hast du dich auch mit anderen Religionen beschäftigt? Mit welchem Ergebnis?
Religionswissen ist fast ein Hobby von mir. Nein, ich will und muss nicht übertreiben.
Als langjähriger Päpstlicher Schweizergardist hat man ein bestimmtes Interesse!
Wen oder was unterstützt du konkret mit Zuwendungen? Weshalb machst du das, oder allenfalls nicht?
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22.  Religiosität

Wen oder was unterstützt du konkret mit Zuwendungen? Weshalb machst du das, oder allenfalls nicht?
Ich unterstütze direkt und vorsichtig. Ein Bettler ist noch lange nicht ein armer Mensch, ein Gauner der weinen kann im besonderen. Zum Beispiel, in der Kirche sehe ich jeden Sonntag an der 8 Uhrmesse einen schlecht gekleideten, mit einer Mütze da sitzender alter Mann. Der schwach wirkt und auch ist. Habe festgestellt, das er seine Rappen zählt um nach der Messe im Kaffee was Warmes zu sich zu nehmen. Anstatt in der Kirche zu opfern, krieg er von mir den Fünflieber. Er kann ihn gebrauchen und ist dankbar und wirkt anständig.
Glaubst du an Gott?
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22.  Religiosität

Glaubst du an Gott?
Ich glaube an Gott als Überzeugung.
Sprichst du mit jemandem darüber?
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22.  Religiosität

Sprichst du mit jemandem darüber?
Ich verstecke meinen Glauben nicht.
Bezahlst du Kirchensteuer? Weshalb bzw. weshalb nicht?
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22.  Religiosität

Bezahlst du Kirchensteuer? Weshalb bzw. weshalb nicht?
Ich bezahle Kirchensteuern, da ich auch eine gute Rente vom Vatikan erhalte und zu meinem Glauben stehe.
Mein letzter Wunsch nach meinem Leben!
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23.  Mein letzter Wunsch nach meinem Leben!
Meine Beerdigung soll möglichst kurz und ruhig sein, aber mit einer Hl. Messe. Blumen sind nicht erwünscht, höchstens Italienische Kräuter. Der Lebenslauf soll via PC abrufbar sein. "Die Adresse kann verteilt werden".
Spenden gehen ausschlieslich an die Familie, zur Bezahlung der Verpflegung
Die Grabstätte ist in Heiligkreuz im Entlebuch. Im Lokal nebenan darf das Leichen- mahl stattfinden. Serviert wird Pasteli mit Reis. Vor dem Essen wird auf Wunsch des Toten gebetet.
13.9.2019
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23.1.  Mein letzter Wunsch nach meinem Leben! – Hier gewünschten Monat eingeben. .

13.9.2019
Abends um 19.00 mit Valentino nach Rom gefahren.
im Vatikan am Samstag 14. 9 zimmer bezogen im Ex Appartament Nünlist (Eckzimmer - Salon.
zu Essen gehts zu Claudio.
Am Mittwoch 18. 9 in der Frühe ist mir beim Gipfeli aufbacken um 6.50 Uhrwas Dummes passiert. Beim herausziehenden des Bleches aus dem Ofen hab ich mir die Finger verbrand. Der Handschuh war nicht so gut. Sofort bin ich mit der Hand zu der Tiefkühltruhe gegangen. es hat gejuckt sonst nichts. Nach ein paar Stunden hatten sich Blattern entwickelt. Paar Tage später wollte ich in der Borgo Apotheke Salbe kaufen. 18 Euro waren mir zu viel und so entschloss ich mich in die Vatikan Apotheke zu gehen. Auf der Strecke traf ich noch den Arzt der 1 Apotheke  der mich freundlich beriet. In der Vatikanapotheke sagte man mir, ich soll etwas Geduld haben, mit einer Nadel aufstechen und das werde langsam verheilen. Nach einer Woche wollte ich aufstechen, fand aber keine Nadel, so ging ich zum Malteserorden auf dem Petersplatz. Am Eingang war eine hübsche Dame in Weiss aus Bari, mit der ich mich recht gut verstand. Sie hat mir sogleich anerboten die Blattern aufzustechen. Der Arzt im Hintergrund hörte es und hat sofort ein Büro eröffnet. Das dürfe man nicht es könne eine schwere Infektion geben, ich müsse in einen Prontosoccorso gehen. Es gab recht Streit mit der Dame die es machen wollte und ihm. Ich hatte langsam genug und fragte ihn, ob er auch schon mal in Afrika gewesen sei und erste Hilfe geleistet hätte. Ohne auf eine Antwort zu warten hab ich mich verabschiedet. Ich ging in das mir bekannt Priester Kleidergeschäft in der Piazza Sant Offizio und wollte eine Nadel kaufen. Unter einem Lächeln hat mir die Verkäuferin eine geschenkt. Unter den Colonnaden hab ich mit zwei Stichen das Eiter aus meinen Fingern gelassen. ich ging wieder zum Malteserorden und man hat mich ohne Theater einen Verband gemacht. zurück in meiner Unterkunft hab ich den Verband entfern und ein Heftpflaster tat zeinen Zweck. Eine Woche später ging ich wieder zur Pflegestation un bat um ein Heftpflaster. die blonde Frau aus Bari hatte leider keinen Dienst und so musste ich mich mit einem Pfleger zufrieden geben . Er fand aber kein Pflaster und war ein absoluter Laie. So macht er mir mit einem weiteren Malteser einen Riesenverband und benütze sogar noch ppp das wie Blut aussah. Alle fragten mich was passiert sei. Zurück in der Kaserne gebrauchte ich wieder ein Heftpflaster und der Scherz war vorbei.



Am 14. September Borgo 36, hab ich mit Valentino und Cinzia gut und teuer gegessen 155 Euro , wollte 160 bezahlen, hat aber 170 reingetippt.
Der Kellner aus Aegipten hat sich geschämt und holte sofort die 10 Euro zurück,
Am nächsten Abend essen wir bei den Expoggibrüdern, wo Sara vom Ex Kellerlokal serviert und ihr Vater kocht.
Fast gegen Ende des Essens  kommt Mauro Scialanga, der Ehemann von Anna Maria vorbei. Ich hab ihm kurz den Vorgang vom Mittag erläutert. Er hat sich richtig für seinen Kellner geschämt und entschuldigt. 10 Minuten später kommt er mit drei guten Flaschen Wein vorbei. Ich will sie nicht annehmen doch er beharrt darauf und entschuldigt sich.
Am nächsten Abend gehe ich allein zu Sara essen. Sie stellt mir auch ihren Mann vor, von dem sie ja schon ein Kind hat und sagt mir, dass sich die Lage zwischen ihnen wieder beruhigt hätte. Ich frage sie wegen dem B&B im Hinterhof. Sie gehe morgen schauen. Doch ich gehe selbst die paar Schritte weiter. Durch ein Fenster sehe ich den Wirt Mauro mit seiner Frau und den Kindern Nachtessen. Obwohl ich mich nicht zeige, kommt Mauro aus der Haustür und ladet mich zu einem Glas Wein ein. Für 2 Stunden sprechen wir über Gott und die Welt. Mauro erklärt mir sie fühlen sich nicht mehr wohl hier und gedenken im Cavalleggerie was zu kaufen. Der heutige Besitz mit über 20 zum teil sehr kleinen Zimmern gedenke er für B&B zu benützen. Er hat mir alle Zimmer der Unterkunft gezeigt und ich habe wegen der Grösse gestaunt. Am nächsten morgen habe ich dem Sohn Luca die Armeria gezeigt.
Im Restaurant Passepartout
Borgo Pio 50 haben wir auch mal sehr gut und preislich hoch gegessen. Die Kellnerin Veronika hat in Bern gewohnt und studiert. Sie möchte gerne wieder nach Bern zurück. Das feine Lokal hat auch einen schönen Garten,wo mann in aller Ruhe eins trinken kann.
Am 19.September ging ich auch einmal mehr ins Borgo essen. Meine Begleiter verzogen sich schon früh Richtung Kaserne. ich nahm es gemütlich und verweilte noch beim Hundehalter Riccardo und genehmigte etwas Whisky. Ich hab mich mit der Kellnerin gut verstanden und sie sagte mir sie sei aus Venedig. So erwiderte ich, dass  dort einen Buchhändler kenne. Sie fragte mich ob es Philippi sei. Als ich bejahte sagte sie, sie kenne Franco ihn persönlich. etwas später ging ich Richtung Sant Anna. Oben angekommen leutete das Telefon. Es war Ricardo der Barbesitzer mit dem Hund. Ich solle doch vielleicht noch meinen Geldbeutel holen. Valentina hätte ihn unter dem Stuhl gefunden. Ich ging vorbei , dankte und trank noch einen Whiskey.


Mittwoch den 18. September hatte ich die Ehre den Kaplan der Schweizergarde Thomas Widmer durch die Stadt zu führen. Ich wollte ihm beibringen, dass es gut währe, wenn die Gardisten etwas Rom kennen würden.Stellte fest dass Rom ihn sehr gefiel, doch Ahnung hatte er keine und ich konnte ihm viel zeigen. Wir gingen Richtung Piazza Navona und machten einen Halt bei meiner Bekannten aus Albanien Lili, wir mussten ja noch was essen. Sie machte uns einen reihen Fleischteller und es gab ein sehr gutes Fläschchen Wein. Dem Thomas hat es sehr gut gefallen.

Am 30.9 fahre ich mit Aregger s nach Fiumicino und kaufe eine grosse Kaffeemaschine - hab sie leider vergessen und erst nach 2 Tagen festgestellt. Die beiden Damen von Aregger und Keusch fahren noch einmal ins Geschäft und holen sie. Mit Vergnügen, da sie noch andere Geschäfte besuchen können!
A 3.10 hab ich mit Markus , dem Abt von Diesentis und dem Nutius ein tolles essen bei claudio.
Notizen
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23.1.  Mein letzter Wunsch nach meinem Leben! – Hier gewünschten Monat eingeben. .

Notizen
Staub Hans Bauer
Schnyder Franz Blindenverban Schüpfheim
Oktober 1976 Clinica Otorinolaringoiatrica Dell Universita di Roma.
23.22.83 Miniskus  ospedale S. Giacomo Roma
Romreise mit Pfarrer Christen 35 Pers. 3.-11.Okt.1987

1974 Via delle belle donne mit Lorenzo Paul und ich
UNSERE FÖRDERER
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